Skoda Octavia alt gegen neu Skoda / ams
Skoda Octavia alt gegen neu
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Skoda Octavia alt gegen neu 22 Bilder

Skoda Octavia Combi

Kampf der Generationen - lohnt sich der Neue?

Der neue Skoda Octavia Combia kommt 2020 auf die Straße. Ist er wirklich besser – oder lohnt sich ein spontaner Kauf des noch aktuellen Modells? Ein erster Kaltvergleich bringt Aufschluss.

Kaum steht die neue Generation eines Automodells in den Startlöchern ist er wieder da: der Drang zum spontanen Hamsterkauf des noch aktuellen Modells. Denn schließlich möchte niemand „die Kinderkrankheiten“ der neuen Generation erleben und lieber auf das „alte Pferd“ setzen. Aber gilt das auch, wenn die neue Generation sich sowohl in technischer als auch sicherheitsrelevanter Hinsicht signifikant weiterentwickelt hat? Der Skoda Octavia Combi kommt da für einen Kaltvergleich (wir durften ihn noch nicht selbst fahren) gerade recht.

Abmessungen

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Sowohl front als auch Heck des Skoda Octavia haben durch die neuen Scheinwerfer und Leuchten ein völlig anderes Design bekommen.

Beginnen wir mit dem rationalsten Teil eines Generationenvergleichs, den Abmessungen. Der aktuelle Octavia Combi misst 4.667 Millimeter in der Länge, 2.017 mm mit Spiegeln in der Breite (ohne Spiegel 1.814 mm) und 1.495 mm in der Höhe. Sein Radstand beträgt 2.686 mm. Sein Nachfolger misst 4.689 mm in der Länge (+12 mm), 2.003 mm in der Breite (-14 mm / ohne Spiegel 1.829 mm (+15 mm)) und 1.468 mm in der Höhe (-27 mm). Sein Radstand beträgt 2.686 mm (+-0 mm). Die Kniefreiheit für die Fondpassagiere wuchs dennoch um weitere 5 mm auf 78 mm.

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Der Kofferraum fasst nun 640 Liter bzw. 1.700 Liter. Die Seitenansicht fällt etwas sportlicher, sprich flacher aus.

Das Kofferraumvolumen ist von 610 auf 640 Liter angewachsen. Nach Umklappen der Rückbank ist jedoch ein Verlust von 40 Liter auf nun 1.700 Liter (aktuell 1.740 Liter) zu verzeichnen. Der Grund liegt in einer stärker abfallenden Dachlinie, die zudem Abstand zwischen der Fondsitzfläche zum Dachhimmel von 995 mm auf 985 mm um einen Zentimeter beschneidet. In der ersten Sitzreihe sind hingegen 5,6 Zentimeter zur Kopffreiheit hinzugekommen. Die Innenraumbreiten sind sowohl vorn als auch hinten nahezu gleichgeblieben. Mit 1.010 mm fällt die Kofferraumbreite exakt gleich aus.

Design

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Von dem Vieraugen-Gesicht hat sich Skoda verabschiedet. Die Heckleuchten sind niedriger aber breiter geworden.

Optisch hat Skoda das Vieraugen-Gesicht modifiziert. Leuchteten bislang Halogen- oder Voll-LED-Frontscheinwerfer, sorgen in der neuen Generation auf Wunsch Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer für eine stete Fernlichtfahrt, ohne dabei den Gegenverkehr oder weitere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Der breit verchromte Grill ist etwas weiter nach unten gerückt, die Scheinwerfer erhalten eine eckig zugepfeilte Form mit unten liegenden LED-Tagfahrlichtern, die Stege zwischen den einzelnen Leuchtenelementen fällt schmaler aus. Während beim VW Golf der von Sparmaßnahmen erzwungene Rückschritt von zwei Dämpfern zum Motorhauben-Stäbchen zu verzeichnen ist, verhält es sich bei Skoda exakt andersherum. Hier sorgen nun Dämpfer für das Offenhalten der Haube.

Die Heckleuchten sind deutlich schmaler geworden und verfügen wie schon in der dritten Generation über LED-Technik. Die aktuelle Octavia-Version ist in drei Uni- und fünf Metallic-Lackierungen in den beiden verfügbaren Ausstattungsvarianten Ambition und Style erhältlich. Hinzu kommt die Auswahl zwischen bis zu vier Interieur- und sieben Felgendesigns. Zur vierten Generation gibt es aktuell noch keine genauen Informationen bezüglich Farb- und Interieurauswahl. Lediglich die Ausstattungsvarianten stehen schon fest: Active, Ambition, und Style. Der robustere Scout und der sportliche RS sollen später folgen.

Innenraum

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Im Innenraum fallen das neue Lenkrad und die erhöhte Position des Infotainmentbildschirms auf.

Auf den ersten Blick gen Armaturenbrett fallen direkt eine Vielzahl von Neuerungen ins Auge. Das Lenkrad ist kleiner und um eine Speiche erleichtert worden (auf Wunsch ist ein Dreispeichenlenkrad erhältlich), die Verkleidung oberhalb der Tachoanzeige ist flacher und der Tacho selbst digital geworden (in der Basis stehen noch analoge Anzeigen zur Auswahl). Der große Infotainmentbildschirm ist von 8 Zoll (optional 9,2 Zoll) auf 8,25 Zoll (optional 10 Zoll) angewachsen und hat mit den oberen Lüftungsdüsen die Plätze getauscht. Was im neuen Octavia fehlt sind die vier runden Bedienelemente für die Scheinwerfer- und Klimatisierungseinstellungen. Die Anzahl von Schaltern und Druckknöpfen hat sich generell stark reduziert. Beibehalten wurde die kleine Konsole im Fond mit zwei Luftauslässen, zwei UBS-Ports (jetzt USB-C) und den beiden Sitzheizungsschaltern. Die Bedienteile im vorderen Dachhimmel sind, mit Ausnahme des jetzt hinter einer Klappe verborgenen Notrufschalters, alle durch berührungsempfindliche Bedienfelder ersetzt worden. Neu sind die Hörnchen an den Fond-Kopfstützen, die sich herausgeklappt zum Anlehnen anbieten.

Motoren

Skoda Octavia alt gegen neu
Skoda Octavia neu gegen alt
2:09 Min.

Wer sich aktuell (Stand 22. November 2019) einen Skoda Octavia konfiguriert, hat unabhängig der Ausstattungsvariante die Wahl zwischen zwei Benzinern mit 150 PS (manuelles 6-Gang oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe) und drei Dieselmotoren mit 115 (5-Gang manuell) und 150 PS (manuelles 6-Gang oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe).

Der neue Skoda Octavia trumpft gleich mit einer ganzen Armada von Antriebs- und Getriebevarianten auf. Als Benziner stehen ein 1,0 Liter-TSI mit 110 PS, ein 1,5-TSI mit 150 PS jeweils mit manuellen Sechsganggetriebe sowie ein 2,0 Liter großes und 190 PS starkes TSI-Aggregat mit Siebengang-DSG und Allrad zur Wahl.

Das Dieselangebot zeigt sich nur auf den ersten Blick übersichtlicher, da hier nur eine Hubraumversion mit 2,0 Litern erhältlich ist. Allerdings gliedert sie sich in drei Leistungsstufen mit 115, 150 und 200 PS auf. Die 115 PS-Version ist mit Handschalter oder DSG, die 150 PS-Version mit Handschalter, DSG und DSG-Allrad, die 200 PS-Version ist ausschließlich mit DSG-Allrad erhältlich. Ein 1,5 Liter großer und 130 PS starker TSI G-TEC, sprich Erdgasantrieb, mit Handschalter oder DSG rundet das reine Verbrenner-Angebot ab.

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Octavia wird erstmals elektrifiziert

Daneben stehen auch zwei eTEC-Varianten mit Mild-Hybrid-Technologie parat. Sie haben ein Siebengang-DSG sowie einen 1,0 Liter großen und 110 PS starken Dreizylinder, oder einen 1,5 Liter großen und 150 PS starken Vierzylinder. Bei beiden Modellen kommt ein 48-V-Riemen-Startergenerator sowie eine 48-V-Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz.

Erstmals kommt der Octavia als iV mit Plug-in-Hybridantrieb. Hier sorgen ein 1,4 Liter großer TSI-Benzinmotor mit 156 PS und ein 75 kW starker Elektromotor für eine Systemleistung von 204 PS. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe reicht die Kraft der zwei Herzen an die Vorderräder. Die rein elektrische Reichweite soll bei bis zu 55 Kilometern liegen.

Assistenzsysteme

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An der Fond-Konsole hat sich wenig geändert. Die Bedienelemente im Dachhimmel sind jetzt (Ausnahme Notruf-Knopf) per Touchfelder zu bedienen.

Der neue Octavia ist das erste Modell von Skoda, das ein Head-up-Display bietet. Es projiziert wichtige Informationen wie die Geschwindigkeit oder Navigationshinweise direkt auf die Windschutzscheibe ins unmittelbare Sichtfeld des Fahrers. Zu den bereits vorhandenen Assistenzsystemen (Anhängerrangierassistent, Adaptiver Abstandsassistent, Frontradarassistent inklusive City-Notbremsfunktion mit Personenerkennung, Spurhalte-, Spurwechsel-, Ein- und Aus- sowie Berganfahrassistent) kommen zahlreiche neue Systeme hinzu.

Der neue Ausweichassistent unterstützt den Fahrer mit einer aktiven Verstärkung des Lenkmoments bei einer drohenden Kollision mit einem Fußgänger, Radfahrer oder anderen Fahrzeug dabei, durch ein kontrolliertes Ausweichen den Unfall im Idealfall zu verhindern. Der Ausstiegswarner zeigt dem Fahrer vor dem Öffnen seiner Tür an, wenn sich von hinten ein anderes Fahrzeug oder ein Radfahrer nähert. Mit einer Handerkennung prüft das Fahrzeug, ob der Fahrer regelmäßig das Lenkrad berührt oder möglicherweise durch einen medizinischen Notfall keine Kontrolle mehr über das Fahrzeug hat. Tritt ein solcher Notfall ein, kann der Emergency Assist das Fahrzeug zum Anhalten bringen.

Fazit

Wer sich weder mit einem digitalen Tacho noch mit einer Vielzahl an berührungsempfindlichen Bedienelementen abfinden möchte, sollte jetzt noch zugreifen. Wem hingegen eine große Auswahl an Antriebsversionen oder gar eine Plug-in-Hybrid-Variante, neueste Scheinwerfertechnik, modernstes Infotainmentsystem und aktuellste Assistenzsysteme wichtig sind, der muss sich noch bis Ende März 2020 gedulden – denn dann kommt die vierte Generation des Skoda Octavia auf die Straße. Ob sich ein spontaner Wechsel auch finanziell lohnt, ist angesichts der Tatsache, dass es noch keine Preise für den neuen Octavia gibt, heute nicht zu bewerten.

Kompakt Fahrberichte Skoda Octavia Sperrfrist 11.11.2019 , 19 Uhr Skoda Octavia IV (2020) / Combi Erster Check im Mittelklasse-Tschechen

Der neue Octavia im ersten Inneraumcheck und auf Probefahrt.

Skoda Octavia
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