BMW-M-Chef stellt klar: Kein Hybrid im M3

BMW-M-Chef stellt klar
Kein Hybrid im M3

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.06.2026
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Franciscus van Meel
Foto: BMW

BMW-M-Chef Franciscus van Meel macht die Ansage offiziell: Der kommende M3 mit Verbrenner bekommt keinen Plug-in-Hybrid. Gegenüber Pistonheads sagt van Meel: "It won’t be hybrid, as we’re sticking with the perfect combustion principle. Here we will go to the extremes, not the in-between." (Er wird kein Hybrid, denn wir halten am Prinzip der perfekten Verbrennung fest. Hier gehen wir an die Extreme – nicht ins Dazwischen.) Damit setzt BMW M bei der nächsten M3-Generation auf eine harte Trennung: entweder komplett elektrisch oder klassisch mit Benziner.

S58 bleibt – Euro 7 zwingt BMW M zur Technik-Offensive

BMW M hält am S58-Reihensechser fest und rüstet ihn für Euro 7. Die Bayern entwickeln dafür "M Ignite" als Zünd- und Verbrennungskonzept weiter und halten den Motor damit im Programm. Für den M3 bedeutet das: maximaler Fokus auf den Verbrenner als eigenständige, schlüssige Lösung – statt ihn über eine schwere Plug-in-Hybrid-Architektur in Richtung Kompromiss zu drücken.

M5 zeigt, warum der Hybrid-M3 politisch leicht, technisch aber schwer wird

Der M5 liefert die wichtigste Begründung gleich mit: Plug-in-Hybridtechnik bringt Gewicht. Der aktuelle M5 legt gegenüber dem Vorgänger fast 500 Kilogramm zu, 267 Kilogramm davon gehen allein auf die Plug-in-Komponenten. Diese Rechnung passt nicht zum M3, der seit Jahrzehnten über Handlichkeit, Präzision und ein leichtfüßiges Vorderwagengefühl punktet. BMW M spart sich beim M3 deshalb die Batterie-Masse, zusätzliche Kühl- und Packaging-Themen und den Aufwand, zwei Antriebswelten auf engstem Raum zu verheiraten.

Zwei M3 – zwei Charaktere: Benziner bleibt, EV wird das Technik-Statement

BMW M bringt den nächsten M3 als Doppelpack: einen reinen Verbrenner-M3 und einen reinen Elektro-M3. Van Meel kündigt für die E-Version einen Viermotor-Antrieb an und zielt damit auf maximale Regel- und Verteilmöglichkeiten beim Drehmoment. BMW M legt die Entwicklung laut van Meel stark auf Fahrdynamik aus, nicht nur auf Beschleunigungswerte. Damit positioniert BMW den Elektro-M3 als Hightech-Werkzeug für die Rennstrecke, während der S58-M3 die klassische M3-Idee mit mechanischer Nähe und Verbrenner-Charakter weiterträgt.

Handschalter? BMW M hält die Tür offen

Van Meel signalisiert weiter Interesse am Handschalter, vor allem wegen der Nachfrage in Märkten wie den USA. BMW M kämpft dabei weniger gegen den eigenen Willen als gegen die Realität bei Zulieferern, die Komponenten für manuelle Getriebe zunehmend ausdünnen. Trotzdem: BMW M will das Thema nicht kampflos aufgeben, weil das Pedal-Trio für viele Fans weiterhin den Kern der M3-DNA trifft.

BMW M3 CS Handschalter Sondermodell USA
BMW

Was das für Käufer heißt: klare Entscheidung statt Mischform

BMW M erspart Interessenten das "ein bisschen elektrisch, ein bisschen Verbrenner"-Paket im M3. Wer den Reihensechser will, bekommt ihn ohne Plug-in-Aufschlag bei Masse und Komplexität. Wer maximale Regelbarkeit, Rekuperation und eine neue Art von Performance sucht, bekommt sie im Elektro-M3. BMW M setzt damit nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern auf zwei konsequent zu Ende gedachte Konzepte.

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