BMW-M-Chef Franciscus van Meel macht die Ansage offiziell: Der kommende M3 mit Verbrenner bekommt keinen Plug-in-Hybrid. Gegenüber Pistonheads sagt van Meel: "It won’t be hybrid, as we’re sticking with the perfect combustion principle. Here we will go to the extremes, not the in-between." (Er wird kein Hybrid, denn wir halten am Prinzip der perfekten Verbrennung fest. Hier gehen wir an die Extreme – nicht ins Dazwischen.) Damit setzt BMW M bei der nächsten M3-Generation auf eine harte Trennung: entweder komplett elektrisch oder klassisch mit Benziner.
S58 bleibt – Euro 7 zwingt BMW M zur Technik-Offensive
BMW M hält am S58-Reihensechser fest und rüstet ihn für Euro 7. Die Bayern entwickeln dafür "M Ignite" als Zünd- und Verbrennungskonzept weiter und halten den Motor damit im Programm. Für den M3 bedeutet das: maximaler Fokus auf den Verbrenner als eigenständige, schlüssige Lösung – statt ihn über eine schwere Plug-in-Hybrid-Architektur in Richtung Kompromiss zu drücken.
M5 zeigt, warum der Hybrid-M3 politisch leicht, technisch aber schwer wird
Der M5 liefert die wichtigste Begründung gleich mit: Plug-in-Hybridtechnik bringt Gewicht. Der aktuelle M5 legt gegenüber dem Vorgänger fast 500 Kilogramm zu, 267 Kilogramm davon gehen allein auf die Plug-in-Komponenten. Diese Rechnung passt nicht zum M3, der seit Jahrzehnten über Handlichkeit, Präzision und ein leichtfüßiges Vorderwagengefühl punktet. BMW M spart sich beim M3 deshalb die Batterie-Masse, zusätzliche Kühl- und Packaging-Themen und den Aufwand, zwei Antriebswelten auf engstem Raum zu verheiraten.
Zwei M3 – zwei Charaktere: Benziner bleibt, EV wird das Technik-Statement
BMW M bringt den nächsten M3 als Doppelpack: einen reinen Verbrenner-M3 und einen reinen Elektro-M3. Van Meel kündigt für die E-Version einen Viermotor-Antrieb an und zielt damit auf maximale Regel- und Verteilmöglichkeiten beim Drehmoment. BMW M legt die Entwicklung laut van Meel stark auf Fahrdynamik aus, nicht nur auf Beschleunigungswerte. Damit positioniert BMW den Elektro-M3 als Hightech-Werkzeug für die Rennstrecke, während der S58-M3 die klassische M3-Idee mit mechanischer Nähe und Verbrenner-Charakter weiterträgt.
Handschalter? BMW M hält die Tür offen
Van Meel signalisiert weiter Interesse am Handschalter, vor allem wegen der Nachfrage in Märkten wie den USA. BMW M kämpft dabei weniger gegen den eigenen Willen als gegen die Realität bei Zulieferern, die Komponenten für manuelle Getriebe zunehmend ausdünnen. Trotzdem: BMW M will das Thema nicht kampflos aufgeben, weil das Pedal-Trio für viele Fans weiterhin den Kern der M3-DNA trifft.

Den BMW M3 möchten die Bayern auch künftig nicht mit einem Hybridantrieb ausrüsten. Eine Handschaltung würden sie aber gern im Programm halten (im Bild der M3 CS mit Handschaltung als Sondermodell für den US-Markt).
Was das für Käufer heißt: klare Entscheidung statt Mischform
BMW M erspart Interessenten das "ein bisschen elektrisch, ein bisschen Verbrenner"-Paket im M3. Wer den Reihensechser will, bekommt ihn ohne Plug-in-Aufschlag bei Masse und Komplexität. Wer maximale Regelbarkeit, Rekuperation und eine neue Art von Performance sucht, bekommt sie im Elektro-M3. BMW M setzt damit nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern auf zwei konsequent zu Ende gedachte Konzepte.





