Acura ARX-06 - Hondas LMDh-Prototyp (2023) Acura
Acura ARX-06 - Hondas LMDh-Prototyp (2023)
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Acura ARX-06: Hondas US-amerikanischer LMDh

Acura ARX-06 LMDh (2023) Alien-Design und 10.000 Umdrehungen

Nach ersten Teasern und Testaufnahmen hat Hondas US-amerikanische Sport- und Nobelmarke Acura ihren neuen Renn-Prototyp nun offiziell präsentiert. Der ARX-06 vereint Know-how aus der Formel 1 und der IndyCar und tritt in Amerika unter anderem gegen BMW und Porsche an. Aber darf er auch nach Le Mans?

Honda dominiert aktuell nicht nur in der Formel 1. Auch in der nordamerikanischen IMSA-Sportwagenmeisterschaft lehrte man der Konkurrenz in dieser Saison reichlich das Fürchten. Mit den 24 Stunden von Daytona Ende Januar gewann das Partnerteam Meyer Shank Racing direkt den Saisonhöhepunkt. Es folgten unter anderem Siege in Laguna Seca, Watkins Glen und auf der Road America. Mit dem nun in Monterey, Kalifornien, vorgestellten ARX-06 will man diese Erfolgsgeschichte fortführen – allerdings steigt die Konkurrenz durch die Einführung des LMDh-Reglements im kommenden Jahr dramatisch an.

So haben bereits BMW, Cadillac und Porsche Konkurrenzprogramme im Testbetrieb. Darüber hinaus sind auch die Hypercar-Projekte (LMH) aus der Sportwagen-WM WEC mit dem Beginn des Rennjahres 2023 im IMSA-Topchampionat sportlich willkommen. Noch hat aus den Reihen von Ferrari, Peugeot und Toyota zwar noch keiner gezuckt, spätestens 2024 werden aber erste Doppelprogramme erwartet. Dann stoßen auch die LMDh-Renner von Alpine und Lamborghini zur boomenden Prototypen-Szene hinzu.

Gene aus der Formel 1 und IndyCar

Der ARX-06 mit seiner markanten Boomerang-Front reiht sich in die illustre Renn-Prototyp-Historie der US-Amerikaner ein. Seit 2007 ist Honda Performance Development (HPD) – die US-Rennabteilung – mit offenen und geschlossen LM-Maschinen in den Vereinigten Staaten am Start. In der American Le Mans Series, dem Vorgänger der IMSA-Serie, sammelte man dabei zahlreiche Erfolge. Angesichts des bei der LMDh vorgeschriebenen Einheits-Hybrids mit bis zu 50 kW Leistung gehört der ARX-06 zu den anspruchsvollsten Neuentwicklungen.

Pierre Descamps, Leiter des Motorendesign-Teams, blickt zurück: "Es ist immer noch ein für Honda typischer V6, aber wir haben bei der Teilewahl darauf geachtet, dass sie das Beste aus der einheitlichen elektrischen MGU und dem einheitlichen Batterie-Paket holen können. Unser neuer Antrieb dreht bis 10.000/min und liegt damit an der oberen Grenze des Reglements, damit ist auch der Klang wundervoll."

Im Detail handelt es sich beim Acura AR24e genannten Motor um einen 2,4-Liter-90°-V6 mit doppelter Turbo-Aufladung. Im Vergleich zu den V8-Brummern der Konkurrenz und seinem eigenen Vorgänger hat der ARX-06 einen deutlich geringeren Hubraum. HPD gibt sich trotzdem zuversichtlich, dass der abweichende Ansatz gut in das von der Balance of Peformance (BoP) gesteuerte Gefüge passt. Wie die Rivalen verfügt er über maximale 500 kW (680 PS) an der Hinterachse. David Salters, HPD-Präsident und früherer Honda-F1-Motorenmann, erklärt: "Der ARX-06 hat siegreiche Technik aus der IndyCar, der Formel 1 und den 24 Stunden von Daytona verbaut." Ein handfestes Beispiel ist ein Steuergerät auf F1-Basis.

Acura ARX-06 - Hondas LMDh-Prototyp (2023)
Acura
Beim Antrieb handelt es sich um einen neuen 2,4-Liter-90°-V6 mit doppelter Turbo-Aufladung. Er soll strukturelle Gemeinsamkeiten mit dem kommenden IndyCar-Motor haben.

Einheitschassis mit eigenem Design

Während der Motor eine US-amerikanische Eigenentwicklung ist, setzte man beim Chassis auf eine Kooperation mit dem französischen Spezialisten Oreca. Die Manufaktur gehört neben Dallara, Ligier und Multimatic zu den vier von der FIA abgesegneten Monocoque-Anbietern. Acura arbeitete bereits beim nach dieser Saison auslaufenden DPi-Reglement mit den Frauen und Männern aus Signes zusammen. Im Vergleich zum aktuellen Regelwerk bekamen die Hersteller zusätzliche Design-Möglichkeiten. Die Acura-DNA erkennt man unter anderem an der aus der DPi-Zeit übernommenen Front mit den langen LED-Streifen und den hochgezogenen hinteren Radkästen.

Wie in der Serienentwicklung wurden Designer von Acura bei den äußeren Linienführungen involviert, die dann im Ideen-Ping-Pong mit dem Aero-Department den Alien-Look herausgearbeitet haben. Darüber hinaus wurden die Teams und ihre Fahrer um Unterstützung gebeten. Beispielsweise ergaben Versuche mit VR-Brillen in einem simulierten Cockpit, dass eine neue Positionierung der Spiegel einen besseren Kompromiss aus Sicherheit und Aero-Effizienz ermöglicht.

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Das Chassis stammt aus Südfrankreich: Oreca stellt wie im auslaufenden DPi-Reglement die Basis des Autos. Beim Design halfen die Straßen-Stilisten.

Teams stehen fest, Le Mans bleibt offen

Auch in der nächsten Saison bringen Wayne Taylor Racing (WTR) und Meyer Shank Racing (MSR) die Acura in der höchsten IMSA-Klasse GTP an den Start. Beide Einsatzteams bekommen jeweils ein Auto geliefert. Während WTR sich rein auf die Langstrecke konzentriert, tritt MSR auch in der IndyCar-Serie an. Dort will Honda 2024 einen Hybrid-Motor nutzen, der dieselben technischen Grundvoraussetzungen wie der AR24e besitzt. Es gilt als offenes Geheimnis, dass die Antriebe nicht nur auf dem Papier ähnlich sind.

Ob das wilde 10.000/min-Geschreie auch in Le Mans und in der WEC zu hören sein wird, bleibt unklar. Acura und HPD haben zwar in Nordamerika den sportlichen Hut auf, auf der weltweiten Ebene muss jedoch die Konzernzentrale entscheiden. Dass die japanische Marke mit reichlich Rennsport-Erfolg ausgerechnet in Le Mans kaum vertreten war, macht die Situation zu einer schwierigen Angelegenheit.

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