Selten hat der Start eines Formel-1-Stars bei einem Rennen außerhalb der Königsklasse für so viel Trubel gesorgt. Ex-Weltmeister Max Verstappen tritt am kommenden Wochenende (16.5. bis 17.5.) beim 24-Stunden-Klassiker auf dem Nürburgring an. Der Niederländer will mit einem Mercedes-AMG GT3 beim Debüt triumphieren. Mit seinen drei Teamkollegen Lucas Auer, Daniel Juncadella und Jules Gounon ist die Verstappen-Truppe auf Fahrerseite top aufgestellt.
Der Antritt des 28-Jährigen lockt unzählige Besucher in die Eifel. Der Veranstalter bittet deshalb die Fans, schon frühzeitig anzureisen, um ein Verkehrschaos rund um den Ring zu vermeiden. Dieses ist nämlich obligatorisch, wenn das größte Event des Jahres auf der Traditionsstrecke steigt.
Die Begeisterung, die Max Verstappen außerhalb der Formel 1 auslöst, bleibt in der Motorsport-Welt niemandem verborgen. Den Superstar zu anderen Großereignissen zu locken, wäre für die Veranstalter der Jackpot. Auch die Automobil-Hersteller haben ein Interesse daran, Verstappen in einem Fahrzeug ihrer Marke starten zu sehen. Für sein 24h-Debüt wählte der Ausnahmepilot den bereits erwähnten GT3-Renner von AMG.
Ford will Verstappen nach Le Mans holen
Das dürfte vor allem Ford nicht gefallen. Der Autoriese ist seit diesem Jahr offizieller Technik-Partner von Red Bull in der Formel 1. Die US-Amerikaner haben mit dem Mustang selbst ein GT3-Fahrzeug entwickelt, das letztes Jahr in den Händen den HRT-Teams beim 24h-Rennen debütiert hatte.
Die nächste Chance auf Verstappen in einem echten Ford-Renner wollen die Verantwortlichen deshalb nicht verstreichen lassen. Ab 2027 tritt die Marke erstmals bei den noch prestigeträchtigeren 24 Stunden von Le Mans in der Top-Klasse an. Ford baut nach LMDh-Konzept ein Hypercar auf. Das Chassis liefert Multimatic, während das Herz des Autos ein 5,4 Liter großer V8-Sauger auf Basis des Mustang ist.
"Wir haben regelmäßige Gespräche mit ihm über Optionen im Sportwagenbereich. Dazu zählen auch die Hypercars. Er möchte in Le Mans fahren und um den Gesamtsieg kämpfen", sagte Ford-Motorsportchef Mark Rushbrook gegenüber den Kollegen von "Motorsport.com". Mit einem wettbewerbsfähigen Paket möchte man Verstappen zum Klassiker an die Sarthe locken.

Max Verstappen startet 2026 erstmals bei einem 24h-Rennen.
Was hat Verstappen vor?
Der Pilot der Begierde darf schlussendlich selbst entscheiden, in welcher Serie er antritt. Solange der Red-Bull-Star seinem Team in der Formel 1 die Treue hält, hat er bei der Auswahl der Marken für seine Rennstarts außerhalb der Königsklasse wohl freie Hand.
Anders würde die Sache aussehen, wenn Max Verstappen in der F1 das Team wechseln würde. Seit rund zwei Jahren gibt es Gerüchte über einen möglichen Transfer zu Mercedes. Die Stuttgarter würden den Ausnahmekönner wohl nicht in einem anderen Auto bei Rennen außerhalb der Formel 1 antreten lassen, an denen sie selbst mit Werksteams teilnehmen.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat nie einen Hehl daraus gemacht, die Option Verstappen zu prüfen, falls diese auf den Markt kommen sollte. Schlussendlich hielt der viermalige Weltmeister aber Red Bull die Treue. Für 2027 soll Verstappen aber eine Klausel im Vertrag haben, dass er seinen Rennstall auf eigenen Wunsch verlassen kann. Laut verschiedenen Quellen kann Verstappen das Weite suchen, wenn er am 1. Juli dieses Jahres nicht auf Rang zwei der Fahrertabelle liegt.





