Mercedes-Maybach setzt sein Neuheiten-Feuerwerk fort. Kurz nach der Vorstellung der gelifteten S-Klasse steht nun das SUV-Pendant GLS im Fokus. Dessen Facelift beschert dem Luxus-SUV einige optische Neuerungen. Vorn trägt er einen neu gestalteten Kühlergrill mit beleuchteter Kontur und Maybach-Schriftzug. Die vertikalen Streben des Kühlergrills werden im unteren Stoßfänger weitergeführt. Die teils optischen Lüftungsgitter links und rechts setzen auf ein Maybach-Pattern. Hier wurde beim Maybach im Vergleich zum Mercedes GLS mehr Wert auf Ausdrucksstärke gelegt.
Das "Digital Light", wie Mercedes die LED-Scheinwerfer nennt, wurde grundlegend überarbeitet und verfügt jetzt über eine größere Reichweite sowie bessere Auflösung. Der Maybach setzt zudem auf roségoldene Akzente und Maybach-Emblemen als Inlays. Die sternenförmigen Leuchten zieren nicht nur die Front, sondern auch das Heck. Die Rückleuchten zeigen dreidimensionale Sternmotive; ein neues Panel verbindet die Leuchten optisch und betont die Breite.
Bei den Lacken erweitert Mercedes die Palette um "Dark Petrol uni" sowie "Manufaktur Patagonienrot metallic". Neu ist zudem eine Maybach-Zweifarbenlackierung in Dark Petrol uni/Verdesilber metallic.
Im Detail: Mercedes-Maybach GLS 680 Facelift
23-Zoll-Felgen mit "stehendem" Stern
Bei den Rädern reicht das Angebot künftig von einem neuen 22-Zoll-Leichtmetallrad im 20-Loch-Design bis zu 23-Zoll-Schmiederädern. Je nach Felge sitzt der Mercedes-Stern auf einem Kugellager so, dass er sich während der Fahrt selbst aufrecht ausrichtet.
Öffnet man die Tür des GLS Maybach, fährt binnen kürzester Zeit eine Trittleiste mit 300 Kilogramm Traglast für einen komfortableren Einstieg aus.
Neue Leder- und Dekoroptionen
Im Interieur ergänzt Mercedes eine neue Nappa-Leder-Kombination (Beech Brown/Macchiatobeige) sowie zwei neue Zierelemente: offenporiges Nussbaumholz im Fishbone-Muster und ein Metall-Mischgewebe in Silber/Schwarz glänzend. Mit den Individualisierungsoptionen namens "Made to Measure" wurde zudem das Manufaktur-Programm erweitert. Kunden stehen so kaum noch Wünsche offen, wenn es um Lackfarben, Lederfarben oder Bestickungen geht.

Leslie Schraut hat sich den neuen Mercedes-Maybach GLS 680 bereits aus der Nähe angeschaut.
Bei den Multikontursitzen erweitert Mercedes-Maybach die Massagefunktionen. Vorn kommt eine neue Vibrationsmassage in den Sitzkissen hinzu. Im Fond erhalten die Executive-Sitze zusätzlich eine Wadenmassage. Eine Besonderheit des Maybach ist zudem, dass er auf Wunsch als Vier- statt Fünfsitzer erhältlich ist. Im Fond wurden die zwei 11,6-Zoll-Full-HD-Displays neu gestaltet. Neben integrierten Kameras für Videoanrufe während der Fahrt gibt es auch neue Fernbedienungen im Smartphone-Format.
MB.OS und neuer MBUX Superscreen
Softwareseitig zieht das Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) ein – inklusive Over-the-Air-Updates, um stets aktuell zu bleiben. Im Cockpit arbeitet die aktuelle MBUX-Generation mit "Superscreen" (drei 12,3-Zoll-Displays unter einer Glasfläche). Der neue Maybach-Modus setzt auf roségoldene Grafiken. Der Sprachassistent nutzt generative KI, unter anderem mit Technologien von Microsoft und Google. Die Bedienung erfolgt nicht ausschließlich über die Displays. In der Mittelkonsole finden sich noch altbekannte Walzen, Tasten sowie das Touchpad zur Bedienung.
Komfort und Leistung satt
Angetrieben wird der Mercedes-Maybach GLS 680 von der neuesten Ausbaustufe des elektrifizierten V8-Biturbos (M 177 Evo) mit 48-Volt-ISG (integrierter Startergenerator, zweite Generation). Mercedes nennt folgende technische Daten: 450 kW (612 PS) Gesamtleistung sowie 17 kW (23 PS) Boost und maximal 850 Nm Drehmoment. Funktionen wie Segeln, Rekuperation und eine nahezu unmerkliche Start-Stopp-Funktion gehören zum Mildhybrid-Paket. Zwei zusätzliche Lanchester-Ausgleichswellen sollen Vibrationen reduzieren. Zusätzlich wurden für einen besseren Geräuschkomfort Dämmmaterialien an Stirnwand und Getriebetunnel sowie eine spezielle Schwerfolie auf der Motorabdeckung verbaut.
Die Lenkung erhält eine direktere Übersetzung. Bei der Luftfederung setzt Mercedes auf ein neues Airmatic-System mit cloudbasierter, vorausschauender Dämpfung: Car-to-X-Daten sollen Informationen zur Fahrbahn liefern, um die Dämpfung vorab anzupassen. Mit Schwerpunkt auf Komfort im Fond wurde der neue Maybach-Fahrmodus ausgelegt. Optional erhältlich ist die "E‑Active Body Control". Das System analysiert die Fahrsituation laut Mercedes 1.000-mal pro Sekunde, kann Wank- und Nickbewegungen reduzieren und im "Curve"-Modus die Karosserie bis zu drei Grad in die Kurve neigen.





