12/2020, Acura MDX Modelljahr 2022 Acura North America
12/2020, Acura MDX Modelljahr 2022
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SUV

Acura MDX Modelljahr 2022: SUV-Schönheit mit 294 PS

Acura MDX Modelljahr 2022 SUV-Schönheit mit 294 Saugmotor-PS

Hondas Luxusmarke Acura schickt im Februar die vierte MDX-Generation an den Start. Der SUV definiert sich über Design, Fahrdynamik und seinen Hightech-V6-Sauger. Eine sportliche Type-S-Version ist bereits angekündigt.

Am 2. Februar 2021 trifft der neue Acura MDX bei den nordamerikanischen Händlern ein, und zwar bereits als Vertreter des 2022er Modelljahres. 20 Jahre nach der Premiere der Baureihe führt der neue MDX eine völlig neue Plattform ins Portfolio der Honda-Edelmarke ein, was ihn vor allem fahrdynamisch voranbringen soll.

Neues 5,04 Meter langes Acura-Flaggschiff

Die Acura-Designer verpassen dem neuen MDX einen aufrecht stehenden Kühlergrill, dessen Diamant-Pentagon-Einsatz mit integriertem Markenlogo einen 3D-Effekt hervorrufen soll. Es schließt sich eine auffallend waagerechte Schulterlinie an. Über den Schwellern zieht eine Zierleiste samt Sicke die Blicke auf sich. Die Seitenfenster tragen je nach Ausstattung eine Umrandung aus Chrom oder glanzschwarz lackiertem Metall und werden am Dach von einer sich Richtung Heck nach unten schwingenden Charakterlinie komplementiert.

Die schmalen LED-Leuchten ziehen sich vorne und hinten weit in die Flanken hinein. Das schnörkellos gestaltete Hinterteil wird optisch von einem Dachspoiler, wahlweise zwei eckigen oder vier runden Auspuff-Endrohren und einem angedeuteten Diffusor geprägt. Die aufpreisfrei 19 und auf Wunsch 20 Zoll großen Räder lassen die üppigen Dimensionen des neuen Acura MDX einigermaßen erahnen. Das neue Flaggschiff der Marke ist 5,04 Meter lang, 2,00 Meter breit sowie 1,70 Meter hoch und verfügt über einen Radstand von 2,89 Meter.

Neues "Precision Cockpit" im Acura MDX

Zu diesem Status passen die edlen Innenraum-Materialien: hier kommen offenporiges Holz, poliertes Aluminium und weiches Milano-Leder zum Einsatz. Acura rüstet den neuen MDX mit einem hoch aufragenden Armaturenbrett und belederten Sportsitzen (in der ersten Reihe optional mit 16-facher elektrischer Verstellung und Massagefunktion) aus, die in allen drei Reihen eine rautenförmige Steppung tragen. Ein Panorama-Sonnendach lässt Licht ins Interieur des Siebensitzers; bei Dunkelheit verbreiten 27 verschiedene Lichtstimmungen Wohlfühl-Ambiente. MDX-Kunden können eine aus sechs Inneraum-Farben wählen.

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Das Cockpit des neuen Acura MDX trägt zwei jeweils 12,3 Zoll große Monitore.

Mit dem MDX führt Acura sein neues "Precision Cockpit" ein, deren Herzstücke zwei 12,3 Zoll große Monitore sind: Einer sitzt als konfigurierbare digitale Instrumentierung hinter dem Lenkrad; ein weiterer Full-HD-Touchscreen befindet sich als Kommandozentrale über der Mittelkonsole. Als deren zentrales Steuerelement dient ein Touchpad. Hinzu kommt ein 10,5 Zoll großes Head-up-Display. Apple Carplay ist ebenso integriert wie Android Auto. Sprachbefehle nimmt Amazon Alexa entgegen, Software-Updates sind "over the air" möglich. USB-Anschlüsse gibt es sogar für die Passagiere der dritten Sitzreihe. Ist diese aufgerichtet, verfügt der Acura MDX über einen 459 Liter großen Kofferraum. Mit zweireihiger Bestuhlung sind es 1.107 Liter; als Maximum sind 2.022 Liter möglich.

Zwei V6-Motoren für den neuen MDX

Ungewöhnliche Wege beschreitet Acura beim Antrieb: Beim 3,5-Liter-V6 des MDX handelt es sich um einen Saugmotor, der jedoch mit allerlei Hightech daherkommt. Zur Honda-typischen variablen Ventilsteuerung gesellt sich ein variables Zylinder-Management. Der Ansaugkrümmer besteht aus Magnesium, innen zeigt sich der Motor reibungsminimiert und aktive Lufteinlässe regeln die Frischluftversorgung des 294 PS starken Triebwerks. Das maximale Drehmoment von 362 Newtonmetern überträgt eine Zehngang-Automatik, die bei Bedarf per Schaltwippen kommandiert werden kann, beim Basismodell auf die vorderen Räder.

Die für Spätsommer 2021 angekündigte Sportversion Type S erhält dagegen einen Dreilter-V6-Turbobenziner, für den die Marke 360 PS und ein Drehmoment-Maximum von 480 Newtonmetern in Aussicht stellt. Der Type S vertraut grundsätzlich auf jenen hecklastig ausgelegten Allradantrieb mit dynamischem Torque Vectoring, der für den Standard-MDX optional erhältlich ist. Die Dynamik-Variante rollt auf 21-Zoll-Rädern, hinter denen eine Brembo-Bremsanlage mit Vierkolben-Sätteln arbeitet, und erhält zudem ein etwas expressiveres Styling.

Acura MDX als seriennaher Prototyp

Acura MDX Prototyp
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Acura MDX Prototyp Acura MDX Prototyp Acura MDX Prototyp Acura MDX Prototyp 18 Bilder

Aus Amerika für Amerika

Fahrdynamisch sollen alle MDX-Varianten von einer besonders steifen Karosserie, einem neuen Fahrwerk mit Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung und der variabel abgestimmten elektrischen Servolenkung profitieren. In der Fahrdynamik-Regelung IDS, die auf Fahrverhalten, Handling, Lenkung, Aufhängung und Antriebsstrang einwirkt, sind mehrere Voreinstellungen hinterlegt, die dem neuen Acura MDX unterschiedliche Charaktere verleihen sollen. Im Zentrum des Fahrassistenz-Pakets stehen ein Warnsystem beim Verlassen der Fahrbahn, ein Stauassistent und ein bei niedrigen Geschwindigkeiten eingreifender Notbremsassistent.

Der neue Acura MDX wurde komplett in den USA gestaltet und entwickelt. Auch die Produktion findet ausschließlich in den Vereinigten Staaten statt: Das Getriebe entsteht in Tallapoosa, Georgia, die Motoren kommen aus Anna in Ohio und zusammengesetzt wird das Auto in East Liberty, Ohio. Der neue MDX kostet in der günstigsten Frontantriebs-Variante mindestens 46.900 Dollar (knapp 39.000 Euro). Mit Allradantrieb ist der SUV ab 48.900 Dollar (fast 40.400 Euro) erhältlich. Die Preise der Type S-Version stehen noch nicht fest.

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Wäre der Acura MDX interessant für Sie, falls es ihn in Europa gäbe?
Ja. Die Kombination aus Styling, Dynamik und Premium-Anspruch gibt es nicht oft.
Nein, das bisherige Angebot reicht. Es gibt nun wirklich genug SUV auf dem Markt.

Fazit

Mit dem neuen MDX stellt Acura einen hübsch gestylten, allem Anschein nach hochwertig eingerichteten und sportlich orientierten SUV vor. Das Problem: Das Modell ist ausschließlich für den nordamerikanischen Markt gedacht. Aber wer weiß: Vielleicht gibt sich der Mutterkonzern Honda ja irgendwann einen Ruck und bringt den MDX auch nach Europa.