Polizei stellt Audi RS3-Fahrer: So schnell war noch keiner in Frankreich

Polizei stellt Audi RS3-Fahrer
So schnell war noch keiner in Frankreich

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.05.2026
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Audi RS3 Frankreich Raser
Foto: Gendarmerie de la Haute-Savoi

Nach Angaben der Behörden wurde ein Audi RS3 in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai mit 287 km/h gemessen. Nach Toleranzabzug sind offiziell 272 km/h angesetzt worden. Selbst dieser Wert liegt jedoch mehr als doppelt so hoch wie das Tempolimit auf der Strecke. Ein zweiter Fahrer soll mit 232 km/h unterwegs gewesen sein. Die Strecke gilt bereits seit längerer Zeit als Schwerpunkt für schwere Tempoverstöße.

Die Kontrollen fanden auf der A40 in Richtung Chamonix statt. Die Autobahn verbindet unter anderem die Region mit der Schweiz und Italien. Nach Angaben der Behörden wurden beide Fahrer nicht unmittelbar gestoppt, sondern erst später ermittelt und vorgeladen. Gemeinsam mit der Motorradstaffel Bonneville hätten die Ermittler sofort nach den Fahrern gesucht.

Innerhalb von weniger als 24 Stunden seien beide Fahrer identifiziert worden. Die Beschuldigten hätten die Vorwürfe eingeräumt. Anschließend wurden die Fahrzeuge sichergestellt und die Führerscheine eingezogen. Weitere juristische Schritte stehen noch aus.

"Bei solchen Geschwindigkeiten handelt es sich nicht mehr nur um einen Verkehrsverstoß. Es ist eine bewusste Gefährdung anderer", erklärten die französische Gendarmerie. Zudem betonten die Einsatzkräfte, die Straße sei "keine Rennstrecke".

Ist das ein offizieller Rekord?

Mehrere französische Medien gehen davon aus, dass es sich bei den gemessenen 287 km/h um einen der höchsten jemals offiziell dokumentierten Geschwindigkeitsverstöße in Frankreich handeln könnte. Hintergrund ist, dass frühere Fälle mit noch höheren Angaben teilweise nur durch Videos oder Aussagen bekannt wurden, nicht jedoch durch eine direkte offizielle Lasermessung der Polizei.

Für die Fahrer könnte der Fall deutlich schwerwiegender werden als noch vor wenigen Jahren. Hintergrund ist eine Gesetzesänderung in Frankreich. Seit Ende Dezember 2025 gelten besonders hohe Geschwindigkeitsüberschreitungen dort nicht mehr lediglich als Ordnungswidrigkeit, sondern bereits beim ersten Verstoß als Straftat, sofern die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um mindestens 50 km/h überschritten wird.

Nach französischem Recht drohen nun Geldstrafen von bis zu 3.750 Euro. Zusätzlich sind bis zu drei Monate Freiheitsstrafe möglich. Auch eine dauerhafte Beschlagnahmung des Fahrzeugs kann angeordnet werden. Außerdem wird der Verstoß künftig im Strafregister eingetragen.

A40 gilt seit Jahren als Schwerpunktstrecke

Die A40 in Haute-Savoie steht bereits seit längerer Zeit im Fokus der Behörden. Nach offiziellen Zahlen wurden auf einem Baustellenradar entlang der Strecke im Jahr 2024 insgesamt 16.820 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Darunter befanden sich auch zahlreiche besonders schwere Tempoverstöße.

Immer wieder werden dort Fahrzeuge mit extrem hohen Geschwindigkeiten gemessen. In den vergangenen Monaten registrierten die Behörden unter anderem Fahrten mit mehr als 200 km/h auf Abschnitten mit deutlich niedrigeren Tempolimits. Die A40 gilt deshalb als eine der besonders überwachten Strecken in Frankreich.

So schnell darf man in Frankreich fahren

Frankreich gehört bei Tempolimits zu den strengeren Ländern Europas. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit hängt dabei unter anderem vom Straßentyp und den Wetterbedingungen ab.

Fazit