Mit dem neuen Gravite erweitert Nissan sein Angebot in Indien um einen siebensitzigen Kompaktvan im unteren Preissegment. Produziert wird das Modell im Renault-Nissan-Werk in Chennai, wo bereits der Renault Triber vom Band läuft. Auf diesem basiert der neue Nissan Gravite. Technische Basis ist die modulare CMF-A+-Architektur des Konzerns. Diese Plattform wurde ursprünglich für kostengünstige Kleinwagen entwickelt und bildet unter anderem die Grundlage für den in Europa angebotenen Dacia Spring. Im Fall des Gravite trägt sie eine knapp vier Meter lange Karosserie mit erhöhter Bodenfreiheit und typisch Van-mäßig variablem Innenraum. Die Außenmaße orientieren sich am Schwestermodell Triber: 3,99 Meter Länge, 1,74 Meter Breite und 1,64 Meter Höhe. Das Leergewicht liegt bei rund 950 Kilogramm.
Renault-Basis
Optisch unterscheidet sich der Gravite vom Triber (siehe Video unten) über eine eigenständig geformte Frontpartie mit C-förmigen Leuchtelementen, schwarzem Kühlergrill und modifizierter Schürze. LED-Scheinwerfer mit integrierten Tagfahrleuchten sowie LED-Rückleuchten sind verfügbar.
Der Innenraum ist auf maximale Variabilität ausgelegt. Die Sitzkonfiguration lässt sich von zwei bis sieben Plätzen anpassen. Die dritte Sitzreihe ist herausnehmbar, wodurch sich das Kofferraumvolumen entsprechend vergrößert. In Fünfsitzer-Konfiguration stehen bis zu 625 Liter Ladevolumen zur Verfügung, bei sechs Sitzen sind es 320 Liter, mit sieben Insassen verbleiben 84 Liter Stauraum. Die leistungsstarke Klimaanlage ist für tropisches Klima ausgelegt und verfügt über Ausströmer bis in die dritte Reihe. Mehrere Ablagen, ein gekühltes Handschuhfach sowie zusätzliche Staufächer im Armaturenträger bringen zusätzlichen Komfort.
Richtig gut ausgestattet
Im Zentrum des Cockpits steht ein freistehender Acht-Zoll-Touchscreen mit kabelloser Smartphone-Integration für Android Auto und Apple CarPlay. Ergänzt wird das System durch ein sieben Zoll großes digitales Kombiinstrument. Zur Ausstattung zählen unter anderem eine induktive Ladeschale, automatische Türverriegelung, Annäherungs-Entriegelung, LED-Lichtautomatik sowie Parksensoren vorn und hinten.
Im Bereich Sicherheit nennt Nissan mehr als 30 serienmäßige Funktionen. Dazu gehören sechs Airbags, ein elektronisches Stabilitätsprogramm, Traktionskontrolle, Berganfahrhilfe, Bremsassistent sowie ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung. Gurtwarner sind für alle Sitzplätze vorgesehen. Damit könnte der Gravite auch in Europa antreten.
Wenig Leistung für wenig Geld
Heldentaten auf der Autobahn wird es mit dem Gravite allerdings keine geben, die Motorisierung ist sehr bodenständig. Als Antrieb dient ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Saugbenziner. Das Aggregat leistet 72 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 96 Newtonmetern. Angeboten werden ein manuelles und ein automatisiertes Fünfganggetriebe. Auch einen Verbrauchswert gibt es bereits, der soll bei 5,1 Liter liegen.
Preislich positioniert sich der Gravite im unteren Bereich des indischen Marktes. Die Einstiegsversion kostet 565.000 indische Rupien, umgerechnet rund 6.200 Euro. Darüber rangieren die Varianten Acenta mit umgerechnet rund 7.200 Euro, N-Connecta mit rund 7.900 Euro und Tekna mit circa 8.700 Euro.












