Aus dem italienischen Motor-Valley rollt ein neues Spaßmobil an, das sich an einem ganz alten Rezept bedient. Brado Cars bringt mit dem Brado Carbon Buggy das Strandbuggy-Konzept zurück, das Anfang der 1960er-Jahre Bruce Meyers auf VW Käfer-Basis entwickelt hatte.
Chassiswanne aus Carbon
Die typische wannenartige Karosserie formt Brado ganz modern aus Carbon. Die skulpturalen Formen orientieren sich stark am Ur-Buggy. Über einen ebenfalls aus Kohlefaserlaminat geformten Überrollbügel spannt sich ein minimalistisches Stoffverdeck. Türen und Fenster – abgesehen von der umlegbaren Frontscheibe – gibt es nicht. Die Räder stehen typisch Buggy weitestgehend frei. Mit einer Länge von 3,31 Meter, einer Breite von 1,81 Meter ist der Brado Carbon Buggy noch kompakter als ein Fiat Panda.
Die Kabinenwanne bietet vorn zwei Schalensitze und hinten eine durchgehende Bank. Stauräume sind in dem Spaßkonzept nicht vorgesehen. Die Oberflächen setzen auf Leder und wetterfeste Stoffe. Dirigiert wird der Buggy über ein Dreispeichenlenkrad mit Holzkranz. Eine Carbon-Platine nimmt ein zentrales, analoges Rundinstrument auf. Darum herum drapieren sich wenige echte Schalter. Aus der Mittelkonsole ragt ein klassischer Schalthebel heraus.
Luftgekühlt und mit Doppelvergasern
Der deutet den Weg zum Antriebskonzept an. Im Heck sitzt, wie schon bei den Ur-Modellen aus den 1960er-Jahren, ein luftgekühlter Vierzylinder-Boxer, der von zwei Doppelvergasern – ja, sowas gibt es noch – mit Gemisch versorgt wird. Angedacht sind zwei Varianten. Das Basistriebwerk schöpft aus 1,8 Liter Hubraum 85 PS, in der Zweiliter-Version soll der Boxer 110 PS abgeben.
Zum weiteren Technikpaket gehören Scheibenbremsen rundum und voll einstellbare Federelemente. Bei der Bereifung kann der Kunde zwischen Straßenpneus oder grobstolligen Offroad-Gummies wählen.
Überhaupt bekommt der Kunde sehr viel Mitspracherecht bei der Gestaltung. Jedes Exemplar wird maßgeschneidert auf seinen künftigen Besitzer. Davon wird es allerdings nicht viele geben, denn die Auflage soll extrem limitiert werden. Zahlen nennt Brado Cars nicht. Das gilt auch für die Preise.





