Nach der Produktionseinstellung der Limousine Chrysler 300 ist die Marke Chrysler auf dem US-Markt nur noch mit den betagten Minivan-Zwillingen Voyager und Pacifica auf dem US-Markt vertreten. Der Mutterkonzern Stellantis will das US-Label aber wieder durchbluten. Dazu werden allerdings dringend neue Modelle benötigt.
Aus Grizzly wird Arrow
Zwei davon scheinen direkt aus dem Fiat-Modellprogramm zu kommen. Wie US-Medien berichten, sollen die eben erst vorgestellten Fiat Grizzly-Modelle künftig auch unter dem Chrysler-Label vermarktet werden. Entsprechend gelabelte Versionen sollen US-Händlern bereits im Rahmen des "Stellantis Capital Markets Day" am 21. Mai in Michigan hinter verschlossenen Türen präsentiert worden sein. Aus dem Fiat Grizzly Fastback soll offensichtlich der Chrysler Arrow werden, der Fiat Grizzly mutiert zum Chrysler Arrow Cross. Die beiden Fiat-Modelle wurden ebenfalls erst auf dem Stellantis Investor Day offiziell vorgestellt, nachdem beide Modelle im Vorfeld analog zum "Grande Panda" als "Giga Panda" gehandelt wurden.
Günstiger Chrysler-Einstieg
Beide Modelle basieren auf der konzernweiten Smart-Car-Plattform von Stellantis, die bereits Autos wie den Citroën C3 Aircross, den Opel Frontera und auch den Fiat Grande Panda trägt. Die Plattform ist von Grund auf für unterschiedliche Antriebskonzepte ausgelegt und kann sowohl konventionelle Verbrenner als auch reine Elektroantriebe aufnehmen. Beim Design dürften die Chrysler-Varianten geringfügig angepasst werden. Welche Ausstattungen und welche Motorisierungen es auf den US-Markt schaffen bleibt noch offen.
Mit einer Länge von rund 4,50 Meter und einem Grundpreis von unter 30.000 Dollar (umgerechnet rund 26.000 Euro) sollen die neuen Arrow-Modelle die Einstiegsmodelle im Chrysler-Modellprogramm werden, um neue, junge Kunden an die Marke heranzuführen.
Die Produktion der Fiat Grizzly-Modelle für Europa soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen. Wann die entsprechenden Chrysler-Pendants starten ist bislang nicht bekannt.





