Der Nissan Gravite basiert auf der modularen CMF-A+-Plattform, die speziell für kostengünstige Fahrzeuge in Schwellenländern entwickelt wurde. Diese Plattform ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Fahrzeugentwicklung und senkt gleichzeitig die Produktionskosten. Mit einer Länge von 3,99 Metern, einer Breite von 1,74 Metern und einer Höhe von 1,64 Metern ist der Gravite kompakt, bietet aber dennoch Platz für bis zu sieben Personen. Das Leergewicht von nur 950 Kilogramm trägt zur Effizienz des Fahrzeugs bei.
Variabler Innenraum und Ausstattung
Der Innenraum des Gravite ist auf maximale Variabilität ausgelegt. Die Sitzkonfiguration kann von zwei bis sieben Plätzen angepasst werden, wobei die dritte Sitzreihe herausnehmbar ist. In der Fünfsitzer-Konfiguration bietet der Kofferraum ein Volumen von bis zu 625 Litern. Zur Ausstattung gehören ein Acht-Zoll-Touchscreen mit kabelloser Smartphone-Integration, ein digitales Kombiinstrument und zahlreiche Komfortfeatures wie eine leistungsstarke Klimaanlage und ein gekühltes Handschuhfach.
Sicherheit und Motorisierung
Nissan hat den Gravite mit über 30 Sicherheitsfunktionen ausgestattet, darunter sechs Airbags, ein elektronisches Stabilitätsprogramm und Traktionskontrolle. Der Antrieb erfolgt über einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Saugbenziner mit 72 PS, der wahlweise mit einem manuellen oder automatisierten Fünfganggetriebe kombiniert werden kann. Der Verbrauch liegt bei sparsamen 5,1 Litern pro 100 Kilometer.
Preis-Leistungs-Verhältnis und Marktchancen
Mit einem Einstiegspreis von rund 6.200 Euro ist der Gravite eines der günstigsten Fahrzeuge seiner Klasse. Die höheren Ausstattungslinien kosten bis zu 8.700 Euro. Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis macht den Gravite besonders attraktiv für Märkte mit hohem Preisdruck. In Europa könnte der Gravite theoretisch als Alternative zu Modellen wie dem Dacia Jogger positioniert werden.
Herausforderungen für den Europa-Start
Trotz seiner attraktiven Eigenschaften gibt es Herausforderungen für einen möglichen Europa-Start. Die strengeren Emissions- und Sicherheitsstandards als in Indien würden Anpassungen erfordern, für die die Plattform nicht vorbereitet ist. Hohe Entwicklungskosten und eine teurere Produktion wären die Folge. Deshalb ist es nicht wahrscheinlich, dass Nissan den Gravite auch in Europa anbieten wird.












