Schon vor der Markteinführung des kantigen Grande Panda war klar, dass der kleine Bär nicht lange allein bleibt. Fiat hatte 2024 angekündigt, weitere Modelle als Geschwister des Grande Panda zu präsentieren. Unter den damals gezeigten Studien waren ein Fünftürer-SUV und ein SUV-Coupé. Diese stehen nun offenbar in den Startlöchern. Italienische Medien haben auch bereits einen Namen angekündigt. Demnach soll der neue Dacia Bigster-Konkurrent als Grizzly die Bären-Familie ergänzen. Darauf sollen kurze Teaser von Fiat in Social-Media-Kanälen hindeuten.
Bis zu sieben Sitze
Der Grizzly bietet je nach Konfiguration Platz für bis zu sieben Personen und kommt sowohl mit elektrifizierten als auch konventionellen Antrieben. Der neue SUV basiert wie der Panda auf der Smart-Car-Plattform, die Verbrennungs-, Hybrid- und Elektroantriebe unterstützt. Mit einer Länge von etwa 4,4 bis 4,5 Metern positioniert sich das Modell zwischen klassischen Kompakt-SUVs und größeren Familienfahrzeugen. Die Plattform ermöglicht verschiedene Innenraumkonfigurationen, darunter eine Variante mit drei Sitzreihen.
Das Design des neuen Modells orientiert sich an jüngeren Entwicklungen der Marke. Der aktuelle Grande Panda dient als Styling-Vorbild mit klaren Linien und geometrischen Flächen. Auch die markanten Pixel-LED-Leuchten des Panda finden hier eine neue Heimat. Einen weiteren Ausblick auf den neuen Familien-SUV hatte Fiat zuletzt mit dem Dolce Camper gegeben.
SUV-Coupé auch für Europa?
Fiat plant neben der klassischen SUV-Variante eine Fastback-Version mit abfallender Dachlinie und coupéartigem Heck. Fiat bezeichnete den Grizzly Fastback bei einer früheren Ankündigung als Limousine und will damit offenbar die Modelle Fastback (Brasilien) und Tipo (Naher Osten, Afrika) beerben. Allerdings hat das SUV-Coupé möglicherweise auch Chancen in Europa und könnte damit ebenfalls bei uns auf den Markt kommen.
Bei den Antrieben setzt Fiat auf eine breite Palette. Die zentrale Rolle spielt ein Hybridantrieb. Dieser Benziner arbeitet mit einem Elektromotor zusammen, der in das Sechsgang-Automatikgetriebe integriert ist. Stellantis hat passend dazu jüngst die neue FireFly-Motorenfamilie mit Drei- und Vierzylindern vorgestellt. Ergänzend ist ein Einstiegs-Benziner mit Schaltgetriebe vorgesehen. Dazu passend hat Stellantis gerade erst einen passenden Motor (Turbo 100) bei Peugeot eingeführt, der auch unter der Haube des Grizzly landen dürfte. Außerdem plant der Hersteller elektrische Varianten in mehreren Leistungsstufen. Eine Allradversion mit einer zweiten E-Maschine ist denkbar, momentan aber noch Spekulation.
Produktion wahrscheinlich in Marokko
Um die Kosten zu begrenzen und einen vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis zu ermöglichen, sind aktuell mehrere Fertigungsstandorte außerhalb der EU im Gespräch. Möglich wäre eine Produktion in der Türkei, wahrscheinlicher ist aber das Stellantis-Werk in Kenitra, Marokko. In Kenitra laufen aktuell der Peugeot 208 sowie die Elektro-Drillinge Opel Rocks-E/Citroën Ami/Fiat Topolino vom Band.
Weitere technische Details, wie Batteriekapazität und Reichweite der Elektroversionen, sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Auch der endgültige Modellname könnte erst mit der offiziellen Präsentation bestätigt werden. Bis der Preis feststeht, wird es noch etwas länger dauern. Aber dass Fiat mit dem Grizzly den Dacia Bigster (ab 24.000 Euro) ins Visier nimmt, ist kein Geheimnis.





