Jetzt ist es offiziell: Mitsubishi arbeitet an einem neuen Pajero Geländewagen

Neuer Mitsubishi Pajero
Mitsubishi bestätigt offiziell neuen Pajero

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.05.2026
Als Favorit speichern
Mitsubihsi Pajero Teaser
Foto: Mitsubishi

Nach Monaten voller Gerüchte, Erlkönigbilder und Markenanmeldungen hat der japanische Hersteller die Rückkehr seines traditionsreichen Geländewagens nun offiziell bestätigt. Der neue Pajero (beziehungsweise Montero) soll 2026 als globales Flaggschiff-SUV starten und erneut gegen etablierte Offroad-Modelle wie den Toyota Land Cruiser antreten. Einen ersten Teaser haben die Japaner bereits auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

Mitsubishi verwendet je nach Markt weiterhin zwei verschiedene Namen. Während der Geländewagen in vielen Regionen als Pajero angeboten wird, trägt er in spanischsprachigen Ländern erneut die Bezeichnung Montero. In der spanischen Sprache (besonders in Lateinamerika) ist Pajero nämlich ein vulgärer Slangbegriff (etwa "Wichser"). Aus diesem Grund wurde das Auto in fast allen spanischsprachigen Ländern und in den USA unter dem Namen Mitsubishi Montero verkauft.

Leiterrahmen statt SUV-Plattform

Technisch kehrt Mitsubishi beim neuen Pajero zu klassischen Offroad-Tugenden zurück. Anders als die letzten beiden Generationen setzt das neue Modell offenbar wieder auf eine robuste Leiterrahmen-Konstruktion. Basis ist die Plattform des Mitsubishi Triton Pick-ups, der in vielen Märkten auch als L200 bekannt ist.

Damit positioniert Mitsubishi den Pajero klar als echten Geländewagen mit hoher Anhängelast und ausgeprägten Offroad-Fähigkeiten. Erlkönigbilder zeigen bereits eine große Bodenfreiheit, massive Trittbretter und vor allem eine hintere Starrachse. Sollte sich dies bestätigen, wäre es der erste Pajero seit der zweiten Generation mit dieser klassischen Offroad-Konstruktion. Produziert werden soll das Modell hauptsächlich in Thailand. Hinweise darauf liefern unter anderem Fahrgestellnummern aus australischen Zulassungsunterlagen. Die enge technische Verwandtschaft zum dort gebauten Triton gilt damit als praktisch sicher.

Diesel, Benziner und möglicherweise Hybridantrieb

Für viele Märkte dürfte Mitsubishi weiterhin auf Dieselantriebe setzen. Im Gespräch ist vor allem der bekannte 2,4-Liter-Twin-Turbo-Diesel aus dem Triton mit 201 PS und 470 Newtonmetern Drehmoment. Damit würde der neue Pajero leistungsmäßig direkt gegen den aktuellen Toyota Land Cruiser antreten.

Mitsubihsi Pajero Teaser
Mitsubishi

Je nach Region könnten jedoch auch Benzinmotoren angeboten werden, etwa im Mittleren Osten oder in Teilen Lateinamerikas. Zudem prüft Mitsubishi offenbar eine elektrifizierte Variante. Medienberichten zufolge könnte ein Plug-in-Hybrid-System aus dem Outlander PHEV adaptiert werden. Die Kombination aus 2,4-Liter-Benziner und zwei Elektromotoren leistet dort 248 PS und liefert 450 Newtonmeter Drehmoment. Welche Antriebe tatsächlich in Europa angeboten werden könnten, ist bislang allerdings offen.

Moderne Technik aus dem Triton

Auch bei der Technik profitiert der neue Pajero vom aktuellen Triton. Erwartet wird unter anderem das Super-Select-4WD-II-System, das Allradbetrieb auch auf befestigten Straßen ermöglicht. Hinzu kommt ein Fahrmodus-System für unterschiedliche Untergründe wie Sand, Schlamm oder Geröll. Selbstverständlich sollen auch moderne Assistenzsysteme an Bord sein, darunter adaptive Tempomaten, Spurhalteassistenten und umfangreiche Sicherheitsfunktionen.

Optisch erinnert der neue Pajero stark an den 2025 vorgestellten Mitsubishi Destinator. Trotz Tarnung sind bei den Testfahrzeugen bereits zahlreiche Gemeinsamkeiten erkennbar. Dazu gehören die hohe Motorhaube, schmale Scheinwerfer, breite Dachsäulen und ein markanter Heckabschluss mit Dachspoiler. Allerdings unterscheidet sich die Technik grundlegend. Während der Destinator als frontgetriebener SUV mit selbsttragender Karosserie ausgelegt ist, bleibt der Pajero ein klassischer Geländewagen mit Leiterrahmen und echter Offroad-Technik.

Kommt der Pajero auch nach Europa?

Ob Mitsubishi den neuen Pajero erneut in Europa anbieten wird, ist derzeit noch unklar. Der Markt für große Geländewagen ist zwar kleiner geworden, gleichzeitig erzielen Modelle wie der Toyota Land Cruiser inzwischen Preise auf Oberklasse-Niveau. Genau darin könnte Mitsubishi jedoch eine Chance sehen.

Wahrscheinlicher erscheint zunächst ein Marktstart in klassischen Offroad-Regionen wie Australien, Südostasien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Europa könnte später folgen – sofern die Emissionsvorgaben und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen passen.

Pajero-Aus endete 2021

Die "alte" Pajero-Baureihe wurde schrittweise aus Europa zurückgezogen. Hauptgrund waren strengere CO₂- und Abgasvorschriften. Die vierte Generation basierte technisch zuletzt noch weitgehend auf einer Plattform aus den frühen 2000er-Jahren und erhielt nur noch kleinere Modellpflegen. 2021 endete schließlich auch die Produktion für den japanischen Heimatmarkt. Gleichzeitig schloss Mitsubishi das traditionsreiche Pajero-Werk in Gifu.

Fazit