Mercedes EQB Premiere 2021 Mercedes
Mercedes EQB Premiere 2021
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Mercedes EQB Premiere 2021 36 Bilder
SUV

Mercedes EQB (2022): Alle Infos zum Elektro-GLB

Mercedes EQB (2022) Endlich enthüllt: So kommt der Elektro-GLB

Mercedes bringt noch in diesem Jahr den EQB, die Elektroversion des GLB Kompakt-SUV auf Basis der neuen Elektro-Plattform EVA II. Jetzt feierte der neue E-Mercedes Premiere in Shanghai.

Nur wenige Tage nach der spektakulären Premiere des neuen E-Flaggschiffs Mercedes EQS zündet der Stuttgarter Konzern die nächste Stufe im Elektro-Programm. Auf der Messe Auto Shanghai 2021 in China, die im Gegensatz zu den europäischen Autoausstellungen nicht nur virtuell, sondern als Publikumsmesse stattfindet, wurde der neue Elektro-SUV enthüllt.

Die Abmessungen

Mit dem EQB schließt Mercedes die Lücke zwischen den beiden weiteren E-SUV EQA und EQC. Und wie bereits bei diesen Modellen nutzt auch der EQB einen großen Teil der Verbrenner-Basis. Entsprechend gibt es weder bei der Karosserieform noch bei den Abmessungen Überraschungen. Lediglich bei der Länge unterscheidet sich der EQB durch unterschiedliche Anbauteile um fünf Zentimeter vom GLB (4.684 mm). Breite (1.834 mm), Höhe (1.667 mm) und Radstand (2.829 mm) sind identisch.

Dasselbe gilt entsprechend für den Innenraum, wo auch der neue EQB die Siebensitzer-Option bietet. Die Zusatzreihe eignet sich aufgrund der eingeschränkten Kopffreiheit für Passagiere bis zu 1,65 Meter Größe. Der Fünfsitzer kommt auf ein Laderaumvolumen von maximal 1.710 Liter, optional lässt sich eine Verschiebefunktion für die Rücksitzbank (Verstellbereich 140 mm) bestellen.

Der Antrieb

Der neue Mercedes EQB nutzt die bereits vom EQA bekannte Antriebstechnik. Das bedeutet: Basis ist der Fronttriebler mit 140 kW Asynchronmotor. Weitere Varianten mit mehr Leistung und wahlweise Allradantrieb hat Mercedes zur Premiere in Shanghai bereits angekündigt, aber noch nicht technisch definiert. Klare Ansage ist jedoch, dass direkt zum Verkaufsstart verschiedene Varianten bestellbar sein werden. Der Mercedes EQA ist aktuell nur in der Variante EQA 250 konfigurierbar.

Topversion wird der Mercedes EQB 350 4Matic, der voraussichtlich mit einer Leistung von 215 kW/288 PS vorfährt. Mit dieser Leistungsangabe stellte Mercedes zumindest das Premierenmodell für den chinesischen Markt vor.

Die Karosserie

Der geschlossene Kühlergrill, im Mercedes-Sprech "Black-Panel-Grill mit Zentralstern" bezeichnet, ist neben der speziellen Leuchtentechnik ein einfaches Erkennungsmerkmal der Elektroversion des GLB. Wie beim EQA sind auch hier die Tagfahrleuchten und die LED-Rückleuchten über ein LED-Lichtband miteinander verbunden.

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Geschlossener Kühlergrill, Leuchtband zwischen den Scheinwerfern, das Erkennungszeichen der EQ-Modelle.

Wegen des Leuchtenbands am Heck ist beim EQB im Vergleich zum GLB die Kennzeichenhalterung nach unten in die Schürze versetzt worden. Für den EQB bietet Mercedes eigens designte Leichtmetallräder mit bis zu 20 Zoll an, die mit zwei- oder dreifarbigem Aufbau glänzen – Roségold und Blau setzen hier die Akzente, die vermutlich vor allem in China gut ankommen werden. Ungewöhnlich für ein E-Auto, wo üblicherweise penibel am cW-Wert gefeilt wird: Die Dachreling des GLB bleibt auch beim EQB serienmäßig.

Der Innenraum

Überraschungsfrei ist die Gestaltung des Cockpits, die dem GLB entspricht. Das volldigitale Widescreen-Cockpit mit der aktuellen MBUX-Technik ist entsprechend um elektroautospezifische Anzeigen ergänzt. Als Ausweis der E-Technik gibt es jedoch – ausstattungsabhängig – mehrfarbige Dekorelemente an Lüftungsdüsen, Sitzen und dem Fahrzeugschlüssel, die das Felgen-Farbkonzept (roségold und blau) aufnehmen.

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Auf Wunsch mit Roségold-Akzenten: Das formal aus dem GLB bekannte Cockpit.

Das Navigationssystem ist beim Mercedes EQB serienmäßig und erhält zusätzlich die Electric Intelligence-Funktion. Damit wird die Zielführung unter Einbindung eventuell notwendiger Ladestopps berechnet, wobei eine kontinuierliche Reichweitensimulation auch zusätzliche Faktoren wie das aktuelle Wetter oder die Topografie berücksichtigt. Im Rahmen der Navigation wird dabei auch bei nötigen Zwischenstopps zum Nachladen die Batterie vorkonditioniert, um sie auf die optimale Ladetemperatur zu bringen.

Reichweite und Laden

Die Batteriekapazität der Europamodelle gibt Mercedes mit 66,5 kWh (nutzbar) an, was beim EQB 350 4Matic eine WLTP-Reichweite von 419 Kilometer ermöglichen soll. Varianten mit größerer Batterie und entsprechend höherer Reichweite gelten aber als sicher. An Gleichstrom-Schnellladern kann bei optimalen Bedingungen mit maximal 100 kW nachgetankt werden. Vergleichsweise rasch lässt sich auch an öffentlichen Ladesäulen und privaten Wallboxen Strom bunkern, die Wechselstromladung ist dreiphasig mit maximal 11 kW möglich.

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In Deutschland kommt der EQB Ende des Jahres 2021 auf den Markt.

Produktion, Preis, Verkaufsstart

Zur Präsentation des EQB gab es noch keine Informationen hinsichtlich der Preise. Auf Basis der GLA- und GLB-Preisdifferenz sowie dem Basispreis des Mercedes EQA wird man sich auf einen Basispreis von rund 47.000 Euro für den Mercedes EQB 250 einstellen dürfen. Damit bliebe der EQB in Deutschland auch im Preisbereich für die volle Förderprämie.

Einen genauen Verkaufsstart hat Mercedes ebenfalls noch nicht kommuniziert und lediglich mitgeteilt, dass der Elektro-SUV zum Jahresende 2021 debütiert. Während für den chinesischen Markt direkt vor Ort in Peking produziert wird, kommen die EQB-Modelle für Europa und den Weltmarkt aus Ungarn: Aus dem Werk Kecskemét, wo künftig auch die PHEV-Version der A-Klasse gebaut wird. Die Batterien werden in den Daimler-Werken in Kamenz (Deutschland) und Jawor (Polen) gefertigt.

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Fazit

Im Gegensatz zum revolutionären neuen EQS bleibt der neue elektrische Kompakt-SUV von Mercedes vergleichsweise unspektakulär. Die weitgehend vom GLB übernommene Karosserie wie auch das von dort stammende Interieur überraschen kaum. Zumal ja bereits mit dem EQA vorgemacht wurde, wie Mercedes die Elektrifizierung von Verbrenner-Modellen handhabt. An die bereits beim EQA präsentierten Sonderräder in Smartphone-Farben werden sich konservative Mercedes-Kunden vermutlich erst gewöhnen müssen.

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