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IAA 2021
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SUV

Mercedes EQB (2022): Alle Infos zum Elektro-GLB

Mercedes EQB auf der IAA (2021) Elektro-GLB kommt mit Allrad und fast 300 PS

IAA 2021

Mercedes bringt noch in diesem Jahr den EQB, die Elektroversion des GLB Kompakt-SUV auf Basis der neuen Elektro-Plattform EVA II. Jetzt feierte die Europa-Version Premiere auf der IAA.

Im April hatte Mercedes auf der Auto Show im chinesischen Shanghai die Weltpremiere des EQB gefeiert. Das Kompakt-SUV kommt in China aus dortiger Produktion zunächst als Fronttriebler auf den Markt. Zur IAA 2021 in München haben die Stuttgarter nun die Europa-Variante des elektrifizierten GLB vorgestellt, die bei uns zur Markteinführung zunächst mit zwei Allrad-Varianten beginnen wird, dem EGB 300 und EQB 350 jeweils als 4Matic.

Die Abmessungen

Mit dem EQB schließt Mercedes die Lücke zwischen den beiden weiteren E-SUV EQA und EQC. Und wie bereits bei diesen Modellen nutzt auch der EQB einen großen Teil der Verbrenner-Basis. Entsprechend gibt es weder bei der Karosserieform noch bei den Abmessungen Überraschungen. Lediglich bei der Länge unterscheidet sich der EQB durch unterschiedliche Anbauteile um fünf Zentimeter vom GLB (4.684 mm). Breite (1.834 mm), Höhe (1.667 mm) und Radstand (2.829 mm) sind identisch.

Dasselbe gilt entsprechend für den Innenraum, wo auch der neue EQB die Siebensitzer-Option bietet. Die Zusatzreihe eignet sich aufgrund der eingeschränkten Kopffreiheit für Passagiere bis zu 1,65 Meter Größe. Der Fünfsitzer kommt auf ein Laderaumvolumen von maximal 1.710 Liter, optional lässt sich eine Verschiebefunktion für die Rücksitzbank (Verstellbereich 140 mm) bestellen.

Der Antrieb

Der neue Mercedes EQB nutzt die bereits vom EQA bekannte Antriebstechnik. Das bedeutet: Basis ist der Fronttriebler mit 140 kW Asynchronmotor (ASM). Der kommt zunächst aber nur in China. Die im ungarischen Werk Kecskemét für den europäischen Markt produzierten Versionen setzen dagegen zunächst auf Allradantrieb mit einer Kombination eines vorderen ASM und einem neu entwickelten Permanenterregten Synchronmotor (PSM) an der Hinterachse. Je nach Variante kommen dabei 168 kW oder 215 kW an maximaler Systemleistung heraus, das maximale Drehmoment liegt bei 390 Nm (EQB 300 4-Matic) beziehungsweise 520 Nm (EQB 350 4-Matic).

Die Karosserie

Der geschlossene Kühlergrill, im Mercedes-Sprech "Black-Panel-Grill mit Zentralstern" bezeichnet, ist neben der speziellen Leuchtentechnik ein einfaches Erkennungsmerkmal der Elektroversion des GLB. Wie beim EQA sind auch hier die Tagfahrleuchten und die LED-Rückleuchten über ein LED-Lichtband miteinander verbunden.

Mercedes EQB Premiere 2021
Mercedes
Geschlossener Kühlergrill, Leuchtband zwischen den Scheinwerfern, das Erkennungszeichen der EQ-Modelle.

Wegen des Leuchtenbands am Heck ist beim EQB im Vergleich zum GLB die Kennzeichenhalterung nach unten in die Schürze versetzt worden. Für den EQB bietet Mercedes eigens designte Leichtmetallräder mit bis zu 20 Zoll an, die mit zwei- oder dreifarbigem Aufbau glänzen – Roségold und Blau setzen hier die Akzente, die vermutlich vor allem in China gut ankommen werden. Ungewöhnlich für ein E-Auto, wo üblicherweise penibel am cW-Wert gefeilt wird: Die Dachreling des GLB bleibt auch beim EQB serienmäßig.

Der Innenraum

Überraschungsfrei ist die Gestaltung des Cockpits, die dem GLB entspricht. Das volldigitale Widescreen-Cockpit mit der aktuellen MBUX-Technik ist entsprechend um elektroautospezifische Anzeigen ergänzt. Als Ausweis der E-Technik gibt es jedoch – ausstattungsabhängig – mehrfarbige Dekorelemente an Lüftungsdüsen, Sitzen und dem Fahrzeugschlüssel, die das Felgen-Farbkonzept (roségold und blau) aufnehmen.

Mercedes EQB Premiere 2021
Mercedes
Auf Wunsch mit Roségold-Akzenten: Das formal aus dem GLB bekannte Cockpit.

Das Navigationssystem ist beim Mercedes EQB serienmäßig und erhält zusätzlich die Electric Intelligence-Funktion. Damit wird die Zielführung unter Einbindung eventuell notwendiger Ladestopps berechnet, wobei eine kontinuierliche Reichweitensimulation auch zusätzliche Faktoren wie das aktuelle Wetter oder die Topografie berücksichtigt. Im Rahmen der Navigation wird dabei auch bei nötigen Zwischenstopps zum Nachladen die Batterie vorkonditioniert, um sie auf die optimale Ladetemperatur zu bringen.

Reichweite und Laden

Die Batteriekapazität der Europamodelle gibt Mercedes mit 66,5 kWh (nutzbar) an, sowohl EQB 300 4-Matic als auch EQB 350 4Matic setzen laut Datenblatt auf die identische Lade- und Speichertechnik, unterscheiden sich auch nicht in den Verbrauchsangaben. Die Reichweite für beide Modelle gibt Mercedes mit maximal 419 km nach WLTP an. An Gleichstrom-Schnellladern kann bei optimalen Bedingungen mit maximal 100 kW nachgetankt werden. Vergleichsweise rasch lässt sich auch an öffentlichen Ladesäulen und privaten Wallboxen Strom bunkern, die Wechselstromladung ist dreiphasig mit maximal 11 kW möglich.

Im Kauf inbegriffen ist eine einjährige Mitgliedschaft im Mercedes Me Charge Programm, mit dem man Zugriff auf das Ladenetz von über 400 Betreibern in Europa mit insgesamt über 200.000 Ladepunkten hat. Ebenfalls inbegriffen ist während des ersten Jahres der Zugriff auf die Ladesäulen des Ionity-Schnellladenetzwerks zu einem Vorzugspreis von 29 Cent/kWh.

Mercedes EQB Premiere 2021
Mercedes
In Deutschland kommt der EQB Ende des Jahres 2021 auf den Markt.

Produktion, Preis, Verkaufsstart

Zur Präsentation des EQB gab es noch keine Informationen hinsichtlich der Preise. Auf Basis der GLA- und GLB-Preisdifferenz sowie der Kostenstruktur des Mercedes EQA wird man sich auf einen Basispreis von rund 56.000 Euro für den Mercedes EQB 300 4-Matic einstellen dürfen. Damit käme er nicht in den Genuss der vollen, sondern lediglich der reduzierten Förderprämie für E-Autos.

Einen genauen Verkaufsstart hat Mercedes ebenfalls noch nicht kommuniziert. Es könnte aber noch in diesem Jahr zu den ersten Auslieferungen kommen. Die Produktion im ungarischen Werk Kecskemét soll im Oktober 2021 hochgefahren werden. Die Batterien werden in den Daimler-Werken in Kamenz (Deutschland) und Jawor (Polen) gefertigt.

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Fazit

Im Gegensatz zum revolutionären neuen EQS bleibt der neue elektrische Kompakt-SUV von Mercedes vergleichsweise unspektakulär. Die weitgehend vom GLB übernommene Karosserie wie auch das von dort stammende Interieur überraschen kaum. Zumal ja bereits mit dem EQA vorgemacht wurde, wie Mercedes die Elektrifizierung von Verbrenner-Modellen handhabt. An die bereits beim EQA präsentierten Sonderräder in Smartphone-Farben werden sich konservative Mercedes-Kunden vermutlich erst gewöhnen müssen.

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