Der französische Autobauer Peugeot hat das anstehende 14-Stunden-Langstreckenrennen in Le Mans als Rahmen für die Präsentation seines jüngsten Elektrosportlers genutzt. Die Franzosen sind vor 100 Jahren zum ersten Mal beim Langstreckenklassiker angetreten.
Über 280 PS stark
Der E-208 GTi ist aber kein Blick zurück, sondern ein Vorstoß in die elektrische Zukunft, die auch bei den Sportmodellen unter Strom steht. Im E-208 GTi sorgt ein an der Vorderachse verbauter E-Motor mit 207 kW (281 PS) und einem maximalen Drehmoment von 345 Nm für Fahrspaß und ordentliche Fahrleistungen. Von null auf 100 km/h spurtet der 1,55 Tonnen schwere Elektroflitzer in 5,5 Sekunden. Hinzu kommen eine Beschleunigung von 0 auf 1.000 m in 25,8 Sekunden und eine Beschleunigung von 80 auf 120 km/h in 3,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt.
Energie liefert eine 54 kWh brutto (51 kWh netto) große Batterie. Die Reichweite des GTi hängt stark von den montierten Pneus ab. Mit den serienmäßigen Michelin Pilot Sport 4S-Hochleistungsreifen liegt die Maximal-Reichweite bei 350 Kilometern. Mit den optionalen Hankook Ventus S1 Evo3-Reifen lassen sich aus dem Paket bis zu 374 Kilometer herauspressen. Wieder startbereit ist der GTi nach 4 Stunden und 40 Minuten, wenn er an der 7,4-kW-Wallbox zapft. Flotter geht es am Schnelllader mit bis zu 100 kW. Hier geht es in 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent. Über die App lässt sich die Batterie thermisch vorkonditionieren sowie der Ladehalt vorplanen. Der GTi kann aber auch praktisch: Per V2L können externe Verbraucher mit Strom versorgt werden.
Fahrwerk sportlich optimiert
Damit der E-208 als GTi auch sportlich rüberkommt, haben die Ingenieure das Fahrwerk des E-208 um 25 Millimeter tiefergelegt und mit neuen Federn und Dämpfern straffer abgestimmt sowie die Spur an der Vorderachse um 56 Millimeter und an der Hinterachse um 28 Millimeter verbreitert. Ein zusätzlicher Stabi an der Hinterachse reduziert die Seitenneigung. Für ordentlichen Fahrbahnkontakt sorgen 215/40er-Pneus auf 18 Zoll großen Leichtmetallfelgen. Deren Traktion optimiert ein in das Untersetzungsgetriebe integriertes mechanisches Sperrdifferenzial.
Weil es nicht immer nur forsch vorangehen kann, hat Peugeot die Bremsanlage an der Vorderachse verstärkt. Vierkolbensättel beißen in 355er-Scheiben. Rote Farbe auf den Sätteln unterstreicht den Motorsportanspruch. Neu abgestimmt und mit einem zusätzlichen Sportmodus, der die Leine etwas länger lässt und die Rekuperation deaktiviert, veredelt wurde das ESP. Auch die Lenkung wurde direkter ausgelegt.
Eigenständige GTi-Optik
Optisch setzt sich der GTi mit verbreiterten Radläufen, neu gezeichneten Schürzen mit Spoiler vorn und Diffusor am Heck sowie jede Menge roten Akzenten und GTi-Schriftzügen in Szene. Rot setzt auch im Innenraum in Form von Ziernähten, Teppichen, Sitzmittelbahnen und Sicherheitsgurten Akzente. Hinzu kommen Integral-Sportsitze, ein Alcantara-Leder-Sportlenkrad, Alcantara-Oberflächen, Anzeigen mit rotem Design, eine rote Ambientebeleuchtung und ein neu abgestimmtes Motorsoundmodul.
Marktstart und Preis
Bestellt werden kann der Peugeot E-GTi ab sofort. Zur Wahl stehen sieben Außenfarben. Als Grundpreis rufen die Franzosen 44.900 Euro auf. Darin enthalten ist eine Garantie über 8 Jahre oder 160.000 Kilometer, die sich auch auf die Batterie erstreckt.












