Neue Designentwürfe bei VW: Könnte das der nächste Scirocco sein?

Neue Designentwürfe bei VW
Könnte das der nächste Scirocco sein?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.07.2026
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Der Entwurf, der unter dem internen Namen ID.DIN T14 firmiert, zeigt einen langen Radstand und kurze Karosserieüberhänge. Der Aufbau wirkt fugenlos, wie aus einem Guss. Die Front, Seitenschweller und der Heckdiffusor heben sich optisch durch einen dunkleren Farbton von der übrigen Karosserie ab.

Besonders markant ist das weit nach vorn gezogene, kanzelförmige Cockpit, dessen kuppelartige Verglasung an Le-Mans-Prototypen oder den hauseigenen Rekordjäger VW ID.R erinnert. Am Heck dominiert der massive Diffusor, der direkt aus der Karosseriestruktur herauszuwachsen scheint. Vollverkleidete Aero-Felgen und vertikale LED-Lichtbalken an Front und Heck unterstreichen den technischen, funktionalen Charakter des Designs. Dass Designchef Mindt diese Bilder persönlich teilt, verleiht dem Projekt besonderes Gewicht.

Was einen Scirocco wirklich ausmacht

Der Name Scirocco weckt bei vielen Fans der Marke Volkswagen sofort Emotionen und die Hoffnung auf eine Neuauflage. Historisch betrachtet, war der Scirocco stets das sportlich-emotionale Aushängeschild im Kompaktsegment. Die erste Generation, 1974 von Giorgio Giugiaro gezeichnet, nutzte die technische Basis des Golf I, verpackte sie aber in eine Keilform und etablierte das Konzept des erschwinglichen Sportcoupés für VW. Auch die von 2008 bis 2017 gebaute dritte Generation folgte diesem Prinzip.

Die Produktion endete 2017 ohne direkten Nachfolger, da das Marktsegment für dreitürige Kompakt-Coupés zugunsten von SUVs stark geschrumpft war und eine Neuentwicklung für Volkswagen nicht mehr wirtschaftlich gewesen wäre. Der Look der neuen Studie mit der langen Front und der kurzen Kabine erinnert durchaus an einen futuristischen Scirocco.

Der Boden der Tatsachen

An genau diesem Punkt endet die Gemeinsamkeit zwischen dem Erbe des Scirocco und der neuen Studie. Auf Nachfrage holt Volkswagen die aufkeimenden Träume zurück in die Realität. Bei dem Entwurf handle es sich um eine "freie Design-Exploration", die im Rahmen eines Praktikantenprojekts aus der Feder von Fabian Reitz entstand und eben nicht um die Vorschau auf ein Serienmodell.

"Freie Designstudien wie diese sind sehr wertvoll, weil sie Raum für neue Perspektiven schaffen. Sie sind nicht an ein bestimmtes Serienprogramm gebunden, aber sie helfen uns, Ideen rund um Proportionen, Stand, Aerodynamik, Lichtgrafiken, digitale Oberflächen und die Integration zukünftiger Technologien zu diskutieren”, so VW-Chefdesigner Mindt gegenüber auto motor und sport.

"Ob und wie einzelne Ideen aus solchen Projekten später unsere Designarbeit beeinflussen, lässt sich nicht direkt übertragen. Aber Studien wie diese regen Diskussionen im Team an – zum Beispiel über neue Proportionen, neue Interpretationen von sportlichem Charakter, digitale Oberflächen oder die Integration von Sensoren." Gleichzeitig bieten solche Projekte eine Chance und Sichtbarkeit für Nachwuchskräfte, wie Mindt ergänzt: "Eine unserer zentralen Aufgaben ist es, jungen Talenten eine Bühne zu geben und sie in ihrer kreativen Arbeit zu fördern. Unsere Social-Media-Kanäle sind eine hervorragende Plattform, um diese Perspektiven zu zeigen."

Fazit