Die Marke Osca (Osca steht für Officine Specializzate Costruzione Automobili) wurde 1947 von den Maserati-Brüdern Ettore, Ernesto und Bindo Maserati gegründet, nachdem diese das Unternehmen, das ihren eigenen Namen trug, verkauft hatten. 1967 endete dann allerdings die Autoproduktion in Bologna. Jetzt feiert die Marke der Maserati-Brüder ein Comeback. Hinter diesem steht erneut DR Automobiles mit Unternehmensgründer Massimo Di Risso, der zuletzt den Neustart der Marke Itala vorangetrieben hat.
Changan mit italienischem Design
Das erste Modell unter dem neuen Osca-Label ist der SUV MT6. Dieser ist allerdings keine Eigenentwicklung der Italiener. Wie schon bei den anderen Marken aus der DR-Gruppe greift Di Risso auch hier auf eine chinesische Basis zurück. In diesem Fall wird der Changan Uni-T genutzt. Das für den Osca angepasste Design stammt aus italienischer Feder – Italdesign soll hier mitgearbeitet haben – und weist deutliche Maserati-Anleihen auf.
Das SUV Coupé kommt auf eine Länge von 4,52 Meter, ist 1,87 Meter breit und 1,57 Meter hoch. Der Radstand wird mit 2,71 Meter angegeben. Während die Seitenlinie vom Changan übernommen wird, zeigt sich der Osca MT6 besonders an der Front deutlich dynamischer gezeichnet. Das riesige Kühlermaul mit Carbon-Akzenten erinnert stark an Maserati. Dazu gibt es neue, schlitzförmige LED-Scheinwerfer sowie eine neue Schürze mit großen seitlichen Lufteinlässen. In die Radhäuser packen die Italiener 20 oder 21 Zoll große Leichtmetallfelgen. Am Heck entfällt der Dachkantenspoiler, dafür gibt es einen großen Osca-Schriftzug und einen neuen Schürzenansatz mit neuen, trapezförmigen Auspuffendrohrblenden.
Im Innenraum werden lediglich die Marken-Label umgestellt. Erhalten bleibt das Digital-Cockpit, das das Kombiinstrument und den Infotainment-Bildschirm unter einer Glasfläche bündelt. Für einen edlen Look sorgen Lederoberflächen, Alcantara-Einsätze und Applikationen in Aluminium-Optik. Die Sitze liefert Recaro.
Nur mit klassischem Benziner
Auf der Antriebsseite bleibt der Osca MT6 ganz klassisch. Unter der Motorhaube sitzt ein 1,5-Liter-Turbobenziner der es auf rund 180 PS und 300 Nm Drehmoment bringt und seine Leistung über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe nur an die Vorderräder abgibt. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 190 km/h liegen. Fahrwerk und Bremsanlage will Osca an europäische Bedürfnisse angepasst haben.
Zu haben sein soll der Osca MT6 ab September 2026 zu Preisen ab rund 49.000 Euro, wobei Osca eine Vollausstattung verspricht. Wählbar ist nur noch die Außenfarbe. Märkte außerhalb Italiens werden vorerst nicht bedient.
Weitere Modelle geplant
Über den MT6 hinaus hat Di Risso aber schon weitere Modelle für die neue Marke angekündigt. Mit dem MT8 soll ein größeres Crossover-Modell kommen, das mit einem rund 230 PS starken Turbobenziner und wahlweise mit Front- oder Allradantrieb zu haben sein soll. Besonders spannend klingt das angekündigte Sportwagenprojekt. Kommen soll ein Zweisitzer mit V6-Antriebstechnik. Auch hier kommt wieder ein Partner ins Spiel. Italienische Medien sprechen von Lotus.





