Porsche 911 Ojos Del Salado Bergfahrt Porsche
Porsche 911 Ojos Del Salado Bergfahrt
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Porsche 911 Ojos Del Salado Bergfahrt 28 Bilder

Porsche 911: Mit Portalachsen auf den Vulkan

Porsche 911 am Ojos Del Salado Mit Portalachsen auf den Vulkan

Porsche wollte mit einem Extrem-Elfer den Ojos Del Salado, den höchsten Vulkan der Welt, bezwingen. Erst auf 6.007 Metern Höhe wurde das Team von einer Eiswand gestoppt.

Mit dem Ojos Del Salado, dem höchstgelegenen Vulkan der Welt in Chile ist es beinahe so wie mit dem Watzmann aus dem gleichnamigen legendären Musik-Epos von Ambros/Tauchen/Prokopetz. "Aufi muass i ...Da Berg i muass eam unterkriag'n." Jeder möchte den Vulkan befahren und dabei möglichst noch einen neuen Höhenweltrekord aufstellen.

Jetzt war Porsche an der Reihe. Mit einem stark modifizierten Porsche 911 und in Zusammenarbeit mit dem Team RD Limited des dreifachen Le Mans-Siegers Romain Dumas brachen die Schwaben auf zu einer Expedition auf den Vulkan. Das Porsche-911-Konzept verfügt zwar bereits optional über einen Allradantrieb, hat sich auch in der Vergangenheit bei der Dakar siegreich geschlagen und bei zahlreichen Rallye-Einsätzen bewährt, für die Fahrt auf den Vulkan waren dann aber doch gravierende Eingriffe nötig.

Portalachsen und XXL-Räder

Aufgebaut wurden zwei Einsatzfahrzeuge auf Basis des Porsche 911 Carrera 4S. Neben einer Leistung von 450 PS bringt der bereits serienmäßig Allradantrieb mit. Die kurzen Überhänge bieten zudem gute Voraussetzungen für den Offroad-Einsatz. Der Dreiliter-Boxer blieb unverändert, das Siebengang-Schaltgetriebe bekam eine verkürzte Übersetzung verpasst. Modifiziert wurde auch in anderen Bereichen. Für die Sicherheit der Passagiere sorgen ein massiver Überrollkäfig sowie Schalensitze mit speziellen Sicherheitsgurten. Echt krass ist der Umbau auf Portalachsen, die dem Elfer eine Bodenfreiheit von 350 Millimetern bescheren. Für ausreichend Traktion sorgen BF Goodrich-Offroadreifen. Eine Unterbodenverkleidungen aus Aramidfasern schützt die empfindliche Antriebstechnik. Ein technisches Highlight ist der Porsche Warp-Connecter, der ursprünglich für den Einsatz im Motorsport entwickelt wurde. Dieser ermöglicht eine Verbindung zwischen allen vier Rädern, damit selbst bei extremer Verschränkung die Achslasten möglichst konstant bleiben und somit optimale Traktion gewährleistet wird. Darüber hinaus haben die Ingenieure manuelle Differenzialsperren sowie ein Steer-by-wire System verbaut.

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Die Karosserie der beiden 911er wurde deutlich modifiziert. Zum einen, um den 310 Millimeter breiten Offroad-Reifen ausreichend Freigang in den Radhäusern zu ermöglichen, zum anderen, um eine Seilwinde an der Front integrieren zu können. Die Kühler wurden aus dem Front- in den oberen Heckbereich verlegt, um sie im extremen Gelände vor Beschädigungen zu schützen. Eines der beiden Fahrzeuge ist im Look des Porsche 963 LMDh Rennwagens gestaltet. Die Optik des zweiten Fahrzeugs wurde vom Style Porsche Team in Weissach entworfen.

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Eisfelder bremsen 911

Zur Bergfahrt aufgebrochen war das Team am letzten Oktoberwochenende. Der 911 überquerte mit Romain Dumas am Steuer steile Hänge und Eisfelder, die Fahrzeug und Team sämtliche Fähigkeiten abverlangten. Die Temperaturen lagen bei bis zu minus 30 Grad Celsius, der Sauerstoffgehalt in der Luft war nur halb so hoch wie auf Meeresspiegel-Höhe. Gestoppt wurde die Fahrt auf einer Höhe von 6.007 Metern durch unpassierbare Wände aus Eis und Schnee. Ein neuer absoluter Höhenrekord war so für den 911 nicht drin, allerdings hat nie zuvor ein Porsche auf eigenen Rädern eine größere Höhe erreicht.

"Das war ein unvergesslicher und besonderer Moment an diesem Ort, der gleichermaßen atemberaubend schön wie unbarmherzig ist. Höher als wir waren heute wohl nur die Flugzeuge. Vom ersten Meter an hat sich der 911 robust und agil angefühlt. Wir haben uns nicht geschont und haben dem Auto alles abverlangt" sagt Porsche Werksfahrer Romain Dumas, der gleichzeitig als Teamchef von RD Limited fungierte. "Unser Respekt gebührt all denen, die es in der Vergangenheit noch weiter nach oben geschafft haben."

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Fazit

Porsche ist kurz davor eine 911 Dakar-Sonderserie zu präsentieren. Dazu passt der Versuch mit schwer umgebauten 911ern die höchsten Vulkan der Welt zu erklimmen. Bei 6.007 Metern war allerdings Schluss. Kein absoluter Rekord, aber ein Höhenrekord für Porsche.

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