Viele moderne Supersportwagen setzen auf Hybrid- oder Elektroantriebstechnik. Völlig gegen den Trend stellt sich der MN-40 Tributo, der jetzt vom italienischen Sportwagen-Start-up Silvestri Automobili vorgestellt wurde. Zum eher klassischen Konzept zählen ein potenter V12-Saugmotor sowie eine manuelle Schaltung und reiner Hinterradantrieb.
Alu-Chassis und Carbon-Karosse
Dieser klassische Ansatz der Truppe aus Sant’Agata Bolognese hängt auch klar mit der Projekt-Intention zusammen. Der MN-40 soll nämlich die Verdienste von Nicola Materazzi würdigen, einen 2022 verstorbenen Entwicklungsingenieur der unter anderem Modelle wie den Ferrari 288 GTO, den Bugatti EB110 oder den Ferrari F40 zu verantworten hatte. Entsprechend setzt sich die Typbezeichnung MN-40 aus den Initialen von Nicola Materazzi und der Ziffer vom F40 zusammen.
Das Rückgrat des Supersportlers bildet ein Monocoque aus Aluminium. Die darüber gestülpte Karosserie wird aus Kohlefaserlaminat geformt. Für das Design, das typischen Mittelmotorsportwagen-Linien folgt, zeichnet Francesco Rocco verantwortlich. Als direktes Zitat des F40 darf er hohe Heckflügel gelten, der über eine Längsfinne an das Dach angebunden ist. Markant sind das durchgehende Lichtband sowie die drei Auspuffendrohre am Heck.
Analoges Erlebnis mit 900 PS
Die hängen an einem 6,8 Liter großen V12-Saugmotor eines nicht genannten italienischen Herstellers. Die Leistung wird mit 900 PS und 800 Nm angegeben. Drehen darf der Zwölfender bis zu 9.500 Touren. Für den Kraftfluss an die Hinterräder spannen die Italiener eine Siebengang-Handschaltung vom Spezialisten CIMA sowie ein Sperrdifferenzial ein. Falls der Kunde es wünscht, kann auch eine automatisierte Schaltung mit Paddels am Lenkrad angeboten werden.
Elektronisch gesteuerte Dämpfer optimieren den Fahrbahnkontakt, Bremspower liefern Carbon-Keramik-Stopper mit Zehnkolben-Zangen vorn und Sechskolben-Zangen an der Hinterachse. In den Radläufen stecken 20-Zoll-Felgen vorn und 21-Zöller hinten. Auf Fahrdynamikregel- und Assistenzsysteme verzichtet der MN-40 weitestgehend – man will ein analoges Fahrerlebnis bieten.
Limitierte Auflage
Gefertigt werden sollen vom MN-40 Tributo in den kommenden drei bis fünf Jahren nur 15 Exemplare – alle weitestgehend in Handarbeit. 13 davon gehen in den Verkauf, zwei sollen beim Hersteller verbleiben. Auch wenn der MN-40 aktuell nur als nicht fahrfähiger Prototyp existiert, sind die Auftragsbücher bereits geöffnet. Preise nennt Silvestri Automobili aktuell noch nicht. Günstig dürfte ein MN-40 aber nicht werden.





