Nissan erweitert sein SUV-Programm um den neuen Tekton. Der kompakte Zwilling des Dacia Duster basiert auf der Renault-Nissan-Allianz-Plattform CMF-B und soll mit modernem Infotainment, umfangreichen Assistenzsystemen sowie zwei aufgeladenen Benzinmotoren vor allem in stark wachsenden Märkten neue Kunden ansprechen. Optisch orientiert sich das Modell am großen Patrol und übernimmt dessen markante Frontgestaltung. Die Proportionen stammen allerdings deutlich erkennbar vom Dacia Duster.
Zwei Turbo-Benziner zur Wahl
Mit dem Tekton setzt Nissan auf ein selbstbewusstes SUV-Design mit breitem Kühlergrill, C-förmigen LED-Leuchten und kräftig ausgeformten Radhäusern. Die Technik stammt von der CMF-B-Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz, die bereits bei mehreren Kompaktmodellen zum Einsatz kommt. Produziert wird der Tekton im Renault-Werk im indischen Chennai.
Zum Marktstart stehen ausschließlich aufgeladene Ottomotoren bereit. Den Einstieg bildet ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner (T160), darüber rangiert ein 1,3-Liter-Vierzylinder (T280) mit bis zu 163 PS und 280 Nm Drehmoment. Je nach Variante ist der Motor mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe mit Nasskupplung kombiniert. Nissan setzt bei beiden Triebwerken auf die aus dem GT-R bekannte Mirror-Bore-Coating-Beschichtung der Zylinderlaufbahnen. Sie soll die Reibung reduzieren und damit Effizienz sowie Haltbarkeit verbessern.
Digitales Cockpit mit Google-Diensten
Im Innenraum dominieren zwei Bildschirme: Ein 10,1 Zoll großes Infotainmentsystem und ein 10,25 Zoll großes digitales Kombiinstrument. Das Infotainment verfügt über Google Built-in mit Google Maps, Google Assistant und Google Play, wodurch zahlreiche Apps direkt im Fahrzeug genutzt werden können. Ergänzt wird das Angebot durch Online-Dienste über die MyNissan-App.
Zur Ausstattung zählen außerdem ein Panorama-Glasdach, belüftete Vordersitze, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, induktives Laden mit aktiver Kühlung sowie ein 3D-Surround-Soundsystem von Arkamys.
Umfangreiche Sicherheitsausstattung
Serienmäßig verfügt der Tekton über sechs Airbags und eine Karosseriestruktur mit hohem Anteil hochfester Stähle. Hinzu kommen zahlreiche Fahrerassistenzsysteme. Dazu gehören unter anderem ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, autonomer Notbremsassistent, Spurhalte- und Spurverlassenswarnung, Totwinkelwarner, Verkehrszeichenerkennung sowie ein 360-Grad-Kamerasystem. Ein Blick auf die Preisliste zeigt, dass der günstigste Nissan Tekton mit 9.610 Euro sogar billiger als das rumänische Original ist.
Der Nissan Tekton feierte seine Weltpremiere in Indien und wird ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie "Re:Nissan". Neben dem heimischen Markt soll das Modell vom ostindischen Chennai aus in rund 50 Länder des Nahen Ostens und Afrikas exportiert werden. Damit übernimmt Indien für Nissan künftig nicht nur die Rolle eines Absatzmarktes, sondern entwickelt sich zugleich zu einem wichtigen Produktions- und Exportstandort für globale SUV-Modelle. Bis nach Europa oder gar Deutschland wird es der Nissan Tekton aber wohl nicht schaffen.





