Westfield Sportscars aus Großbritannien baut seit 1983 kleine, leichte Sportwagen im Stil des legendären Lotus Super Seven. Seitdem konnten die Briten rund 16.000 Fahrzeuge, die als Konkurrenten zu den Caterham Seven-Modellen gelten, absetzen. 2022 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, wurde dann umfirmiert.
Track-Day-Veranstalter kauft Sportwagenbauer
Im April 2026 hatte der Autobauer allerdings ein Verfahren zur Liquidation des Unternehmens einleiten müssen. Die Geschäftsführung bemühte sich darum, einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Der scheint jetzt gefunden zu sein. Neuer Eigentümer von Westfield Sportscars ist Driving-Fun.com – ein deutsch-niederländischer Veranstalter von Trackdays und Betreiber des Circuit Meppen, einer Renn- und Teststrecke in der Nähe von Meppen in Niedersachsen auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Meppen-Hüntel.
Driving-Fun ist nach eigenen Angaben jetzt Eigentümer des Namens, der Marke, der geistigen Eigentumsrechte (IP), der AutoCAD-Zeichnungen sowie aller mit Westfield Sportscars verbundenen Teile.
Hinter Driving-Fun steht der Niederländer Peter Tunissen. Dessen Unternehmen veranstaltet jährlich mehr als 100 Track Days und besitzt neben dem Circuit Meppen noch zwei Hotels am Nürburgring.
Produktion in Meppen
Mit der Übernahme hat der Sportwagenbauer eine Zukunft, allerdings bringt die auch einige Veränderungen mit sich. Aktuell verbleibt die Produktion der Westfield-Modelle am Standort in Bicester (Oxfordshire). Künftig soll die Fertigung aber an den Standort Meppen verlegt werden, wo in bestehenden Räumlichkeiten eine neue Produktionsstätte entstehen soll. Von hier aus soll dann auch die Ersatzteilversorgung für ganz Europa sichergestellt werden.
Neue Modelle angekündigt
Das künftige Produktportfolio soll die klassischen Westfield-Modelle im Seven-Stil weiterführen. Darüber hinaus will der neue Eigentümer eine Reihe neuer Modelle für den Straßen- und Rennstreckeneinsatz auflegen. Dabei könnte Tunissen auf Entwicklungen zurückgreifen, die Westfield bereits in der Vergangenheit geleistet hat. Allerdings haben es die Briten nicht geschafft, die neuen Modelle tatsächlich auch auf die Straße zu bringen.





