So langsam wird es spannend – für BMW- und vor allem Alpina-Fans. Denn die traditionsreiche Edelmarke gehört längst zum Münchener Mutterkonzern, hat seither aber noch kein eigenes Modell präsentiert. Das wird sich bald ändern. Am 15. Mai wird das Tuch vom Showcar "Vision BMW Alpina" auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2026 am Comer See in Italien gezogen – und siehe da: Der erste Alpina unter dem BMW-Dach wird kein 7er werden.
Silhouette zeigt großes Coupé
Statt einer luxuriösen Limousine deutet das erste offizielle Teaserbild vielmehr auf ein großes, elegantes Coupé hin. Trotz der verpixelten und dunkel gehaltenen Aufnahme lassen sich bereits einige markante Proportionen erkennen: lange Haube, flache Dachlinie, breiter Stand und eine klassische Grand-Tourer-Silhouette. Alles wirkt deutlich näher an einem luxuriösen 8er Coupé als an einem kleineren 4er. Den 8er hat BMW allerdings seit 2025 nicht mehr im Programm.
Der Zusatz "Vision" im Namen macht klar, dass es sich zunächst um eine Designstudie handelt. Die Präsentation des Showcars bedeutet also nicht automatisch, dass BMW auch mit diesem Modell in die neue Alpina-Ära startet. Spekulationen über einen Alpina-7er noch im Jahr 2026 wirken da schon realistischer. Allerdings haben die jüngsten Concept-Cars von BMW gezeigt, dass solche Fahrzeuge längst nicht mehr nur reine Fingerübungen sind. Der spektakuläre Skytop wird inzwischen in Kleinserie gebaut, und auch der Speedtop Shooting Brake soll Realität werden. Beide basieren auf dem mittlerweile eingestellten M8 Coupé – was durchaus ein Hinweis darauf sein könnte, wohin die Reise auch bei Alpina geht.
Verbrenner oder Elektro?
Noch ist offen, welche technische Basis unter dem Vision BMW Alpina steckt. Ein komplett eigenständiges Fahrzeug erscheint angesichts geringer Stückzahlen eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher wäre ein exklusiv veredeltes Luxus-Coupé auf einer bestehenden BMW-Architektur. Klar scheint dagegen bereits die neue Positionierung der Marke. Alpina soll künftig zwischen klassischen BMW-Topmodellen und Rolls-Royce angesiedelt werden. BMW spricht intern von den "discerning few" – also den "anspruchsvollen Wenigen". Übersetzt heißt das: viel Handarbeit, hohe Exklusivität und streng limitierte Stückzahlen. Auch die jüngsten Veröffentlichungen auf dem hauseigenen Instagram-Kanal lassen darauf schließen.
Und noch etwas dürfte Puristen freuen: Unter der langen Haube der Studie arbeitet mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Elektromotor allein. Zwar wird langfristig auch ein elektrischer Alpina kommen, doch aktuelle Hinweise sprechen klar für einen klassischen Verbrenner. Auf Social Media zeigte Alpina zuletzt bereits die typische elliptische Vierrohr-Abgasanlage – ein ziemlich deutlicher Fingerzeig Richtung V8.
Optisch ganz in der Tradition
Auch optisch bleibt sich die Marke offenbar treu. Erwartet werden das ikonische 20-Speichen-Raddesign, traditionelle Seitenstreifen und ein klassisches blaues Lackkleid mit Retro-Charme. Die berühmten Dekorlinien sollen künftig sogar von Hand lackiert werden. Innen dürfte feinstes Leder auf moderne BMW-Technik treffen.





