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VW in China: Erfolgreiche Stufenheck-Limousinen

Erfolgreiche Limousinen von VW in China 1,6 Millionen Jetta, Santana und Co.

An die Namen Jetta und Santana erinnert man sich in Deutschland noch. Sagiar, Lamando und Lavida klingen aber fremd. In China verkauft VW Stufenheckmodelle mit diesen Bezeichnungen in großen Stückzahlen.

Bei uns in Europa ist die Marke VW seit den 1970er-Jahren untrennbar mit dem Bestseller Golf verbunden. Ihn gab es auch als Stufenheckmodell namens Jetta. Während der Golf seiner Identität in bislang acht Modellgenerationen stets treu blieb, versuchten die Nachfolger des Jetta mit verschiedenen Namen ihr Glück. Nach zwei Generationen folgte der Vento auf Basis des Golf II, dann der Bora (Golf IV), bevor auch hier wieder der Name Jetta verwendet wurde. Das kompakte Stufenheckmodell ist aber mittlerweile aus dem Angebot verschwunden.

Anders in den USA und vor allem in China. Während der VW Jetta in Nordamerika zu den meistverkauften Importautos zählt gibt es in China einen großen Strauß unterschiedlicher Stufenheckmodell von VW.

Es begann 1983 mit dem Santana

Über 1,6 Millionen Limousinen setzte der Konzern mit seinen Joint-Venture-Partnern SAIC und FAW allein im Jahr 2019 in China ab. Eine Zahl, die deutlich über der weltweiten Produktion aller Baureihen von kleineren und mittelgroßen Herstellern wie Subaru liegt.

1983 begann die Produktion des VW Santana bei Shanghai Volkswagen, mittlerweile SAIC Volkswagen. Auch diese Modellbezeichnung gab es einst in Deutschland, aber nur kurz von 1981 bis 1984 für die Stufenheckversion des Passat.

1991 ging mit FAW Volkswagen das zweite Joint Venture an den Start, das erste Modell war der Jetta. Die Modelle beider Hersteller tragen das VW-Logo, werden jedoch von separaten Händlernetzen, mit jeweils regionalem Fokus, vertrieben.

Jetta als eigene Marke

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Der Jetta VA3 soll seit 2019 mit günstigen Preisen bei jüngeren Kunden punkten.

Jetta ging im Jahr 2019 als eigenständige Marke von FAW Volkswagen an den Start, hiermit sollen preissensible Kunden angesprochen werden. Das kompakte Stufenheckmodell heißt Jetta VA3. Die Baureihe hat mit dem amerikanischen Jetta keine technischen Gemeinsamkeiten, sie basiert auf dem Skoda Rapid und der letzten Generation des Seat Toledo. 4,50 Meter misst der Jetta VA3 in der Länge, unter der Motorhaube steckt ein 1,5 Liter großer Saugbenziner mit 112 PS.

Auf der aktuellen MQB-Architektur (Modularer Querbaukasten), die mit dem VW Golf VII eingeführt wurde, steht der Sagitar von FAW-Volkswagen. Auch die Motoren des Sagitar, von dem 2019 fast 310.000 Exemplare verkauft wurden, sind bekannt. Kunden haben die Wahl zwischen einem 1.2 TSI mit 115 PS oder dem 1.4 TSI mit 150 PS.

MQB-Modelle auch mit Elektroantrieb

VW Teramont Facelift 2021
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Ebenfalls auf MQB-Basis baut der Bora vom gleichen Hersteller auf. Er führt den Namen des bei uns 1998 vorgestellten Modells fort, ist ansonsten aber eigenständig und moderner. Die 4,66 Meter lange Limousine gibt es nicht nur als Benziner mit 1,5 Liter-Sauger (113 PS) und 1.4 TSI (150 PS), sondern auch als e-Bora mit Elektroantrieb.

Auf den Namen Lamando hört das mit 4,60 Metern leicht kürzere MQB-Modell von SAIC Volkswagen, das mit einer Höhe von 1,42 Metern als viertürige Coupé-Limousine positioniert ist. Den VW Lamando gibt es als 1.4 TSI mit 130 PS und 150 PS sowie als GTS mit einem 220 PS starken 2.0 TSI. Mit über 100.000 Exemplaren im Jahr 2019 erreichte auch der Lamando eine sechsstellige Verkaufszahl.

2018 brachte SAIC Volkswagen den Lavida in dritter Generation auf den Markt. Fast 500.000 Autos wurden im letzten Jahr von der 4,67 Meter langen Mittelklasselimousine auf Basis des MQB verkauft. Auch ihn gibt es wahlweise als Sauger mit 1,5 Liter-Motor und 115 PS oder als 1.4 TSI mit 150 PS, außerdem als e-Lavida mit dem Antriebsstrang des e-Golf.

SAIC Volkswagen führt außerdem den Namen fort, mit dem alles begannt. Der VW Santana ist eng mit dem Jetta VA3 verwandt. 245.000 Exemplare des VW Santana wurden 2019 in China abgesetzt.

Fazit

Auf dem größten Einzelmarkt für den Konzern offeriert VW mit seinen lokalen Partnern ein breites Modellangebot. Auch viele SUV-Modelle gehören dazu. Im Gegensatz zu Europa spielt die klassische Stufenhecklimousine im Reich der Mitte aber weiterhin eine große Rolle, was die Verkaufszahlen und die Vielfalt der Baureihen beweisen.

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