Der BMW M5 F10, produziert von 2011 bis 2016, war der erste M5 mit einem V8-Biturbo-Motor. Mit 560 PS in der Basisversion und bis zu 600 PS in der Competition-Variante setzte er neue Maßstäbe. Der Nachfolger, der F90, brachte ab 2017 erstmals Allradantrieb (M xDrive) in die M5-Reihe. Dies sorgt für bessere Traktion und ein sichereres Fahrverhalten, insbesondere bei Nässe. Zudem ist der F90 mit 600 bis 625 PS nochmals leistungsstärker und bietet modernere Technik wie ein überarbeitetes Infotainmentsystem.
Typische Schwachstellen des F10
Beim F10 berichten Besitzer häufig von Problemen mit der Kurbelgehäuseentlüftung, die zu Öl im Ansaugtrakt führen kann. Auch undichte Turbo-Ansaugschläuche und defekte Xenon-Brenner sind bekannte Schwachstellen. Das Lenkgetriebe und das iDrive-System können ebenfalls Probleme bereiten. Käufer sollten zudem auf den Zustand der Bremsen achten, da diese bei intensiver Nutzung schnell verschleißen können. Ein weiterer Punkt ist der hohe Ölverbrauch, der bei einigen Fahrzeugen auftritt. Hier sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob der Motor regelmäßig gewartet wurde und ob es Hinweise auf Reparaturen gibt.
Schwachstellen des F90
Der F90 gilt als zuverlässiger, doch auch hier gibt es typische Mängel. Kühlwasserverlust und Probleme mit den Displays sind keine Seltenheit. Zudem berichten einige Besitzer von Abplatzungen an den Keramikbremsen. Ein weiterer Punkt ist der hohe Verschleiß der Reifen, insbesondere bei sportlicher Fahrweise. Käufer sollten darauf achten, dass die Wartungshistorie lückenlos ist und alle Rückrufe durchgeführt wurden. Besonders bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung ist es wichtig, die Funktion des Allradantriebs zu überprüfen, da Reparaturen hier sehr teuer werden können.
Kosten und Marktpreise
Die Preise für gebrauchte F10-Modelle beginnen bei etwa 27.000 Euro, während gut erhaltene Exemplare mit niedriger Laufleistung bis zu 60.000 Euro kosten können. Der F90 ist deutlich teurer: Hier starten die Preise bei rund 70.000 Euro und können je nach Ausstattung und Zustand über 100.000 Euro liegen. Käufer sollten bedenken, dass die Unterhaltskosten für beide Modelle hoch sind, insbesondere für Reifen, Bremsen und Inspektionen. Ein Satz Reifen für den F90 kann schnell über 1.500 Euro kosten, während die Wartungskosten für die Keramikbremsen ebenfalls im vierstelligen Bereich liegen können. Auch der Kraftstoffverbrauch ist nicht zu unterschätzen: Beide Modelle verbrauchen bei sportlicher Fahrweise deutlich über 12 Liter pro 100 Kilometer.
Ausstattung und Technik
Der F10 bietet bereits eine umfangreiche Serienausstattung, darunter Ledersitze, ein hochwertiges Soundsystem und das iDrive-Infotainmentsystem. Optional waren Features wie ein Head-up-Display, adaptive LED-Scheinwerfer und eine Keramik-Bremsanlage erhältlich. Der F90 hebt die Ausstattung auf ein neues Level: Neben einem weiterentwickelten Infotainmentsystem bietet er Assistenzsysteme wie einen Spurhalteassistenten, einen adaptiven Tempomaten und eine 360-Grad-Kamera. Käufer sollten darauf achten, welche Extras das jeweilige Fahrzeug bietet, da diese den Wiederverkaufswert erheblich beeinflussen können.












