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M1 des toten Filmstars geht für 500.000 Dollar weg

BMW M1 AHG des toten Filmstars versteigert Ex-Paul-Walker-M1 geht zum Schnäppchenpreis weg

Die Internetseite Bring a Trailer hat am 1. Februar 2021 einen BMW M1 AHG versteigert. Nur rund zehn Stück gibt es davon weltweit. Dieses Exemplar besaß noch dazu einst der Schauspieler Paul Walker. Jetzt sicherte sich ein Münchner Autosammler den Wagen zum vergleichsweise günstigen Preis.

Es ist schon ein ganz besonderes Auto, das da bei der US-amerikanischen Auktions-Plattform Bring a Trailer auftauchte: ein BMW M1 AHG Studie – top erhalten und mit nur 6.800 Kilometern auf der Uhr. Geht's noch seltener? Ja, geht. Denn nach Informationen der Internetseite gehörte dieser Wagen zwischenzeitlich dem verstorbenen Schauspieler Paul Walker.

Never Back Down Premiere Paul Walker 3 4 2008 Cinerama Dome Hollywood CA Summit Entertainmen
imago stock&people
Er besaß den BMW M1 AHG Studie einst: der verstorbene Schauspieler und Fast-and-Furious-Star Paul Walker.

In der Rolle des Brian O'Conner wurde Walker mit der Film-Reihe Fast and Furious weltberühmt, galt nicht nur in seinen Hollywood-Streifen, sondern auch im echten Leben als autobegeisterter PS-Freak. Am 30. November 2013 dann der Schock für Familie, Freunde und Fans: Gemeinsam mit Profi-Rennfahrer Roger Rodas verunglückt Walker im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall tödlich. Sein damaliges Vermächtnis: actionreiche Blockbuster und eine ebenso spektakuläre Autosammlung samt des M1 AHG Studie.

Paul Walker Memorial

Geschätzt nur zehn Exemplare

Bereits der normale BMW M1 (E26) passierte – vom italienischen Designer Giorgetto Giugiaro entworfen – zwischen 1978 und 1981 lediglich 453 mal die Werkstore. Es war der erste Mittelmotor-Sportwagen von BMW überhaupt. Zudem fast der einzige, denn später folgte nur noch der i8. 399 M1-Exempare erhielten Straßenzulassung, die restlichen Modelle des zweisitzigen Sportwagens ließ der Hersteller bei der Rennserie BMW Procar M1 Championship fliegen.

Nur einzelne der 453 Derivate modifizierte der BMW-Händler AHG im Rahmen einer Studie – als Kleinserie der Kleinserie quasi. Wie klein? Weiß man nicht. Um die zehn Stück plante der damalige AHG-Geschäftsführer Peter Gartemann ein, als ihm die Idee eines straßenzugelassenen M1-Procars kam. Wie viele Studien es wirklich auf die Straße schafften, ist nicht genau bekannt. Anders als die Tatsache, dass eine davon – genauer gesagt, die mit der M1-Chassis-Nummer 090 – dem Fast-and-Furious-Star gehörte. Exakt dieses Auto wechselt jetzt zum finalen Auktionspreis von 500.000 US-Dollar (rund 416.000 Euro) den Besitzer.

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Bring a Trailer
Diesen Schriftzug sieht man an der Frontschürze eines BMW M1 nur ganz selten. Denn AHG modifizierte gerade mal circa zehn Exemplare.

Ein Münchner kauft den M1 zum Schnäppchenpreis

Eine halbe Million Dollar – das kling erstmal nach Unsumme. Und doch liegt der Preis im Rahmen oder gar darunter. Laut der Internetseite Classic Analytics werden gepflegte M1-Modelle zwischen 357.000 und 487.000 Euro gehandelt – ohne AHG-Package. Und vor allem ohne derart berühmten Vorbesitzer. Bereits im Jahr 2014 war Walkers Ex-M1 bei RM Sotheby's als Auktionsobjekt erschienen. Damals lag die Preiserwartung zwischen 600.000 und 800.000 Dollar, die Auktion scheiterte allerdings. Vor zwei Jahren tauchte bei MotorGT laut Informationen der Internetseite Motor1 ein anderes Exemplar auf – mit 930.000 Dollar auf dem Etikett. Und wer aktuell bei ClassicDigest nachschaut, der findet einen M1 AHG Studie für 725.000 Euro, also rund 871.000 Dollar. Dagegen fast schon ein Preisknüller: das 500.000-Dollar Höchstgebot für den Paul-Walker-M1.

Abgegeben hat es ein deutscher Autosammler aus dem Raum München. "Good morning. Ex M1 of Paul Walker joined the Collection Last Night. Epic", informierte er die 162.000 Abonnenten seines Instagram-Accounts muc.collector gestern darüber, dass sein spektakulärer Fuhrpark um ein Schmuckstück reicher ist.

Mehr Power im BMW M1 AHG Studie

Für den M1 hatte BMW-Ingenieur Paul Rosche seinerzeit einen 3,5-Liter-Reihensechszylinder-Motor (M88) entwickelt. Das Aggregat verfügt über eine Kugelfischer-Einspritzanlage und sechs einzelne Drosselklappen. Mit 277 PS und 330 Newtonmetern meistert die Serienversion den Standardsprint in 5,6 Sekunden, Schluss ist erst bei 262 km/h. Doch AHG setzte noch einen drauf, stopfte den M1 durch eine Rennkupplung sowie Veränderungen an Motor und Abgasanlage mit feistem Tuning voll.

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AHG tunte den serienmäßigen 3,5-Liter-Reihensechszylinder-Mittelmotor des M1 (M88) von 277 auf 350 PS.

Resultat: ein 350 PS starkes Supersportcoupé, das seine Power wie die Serienversion über ein manuelles ZF-Fünfgang-Schaltgetriebe mit Sperrdifferential auf die Hinterräder wirft. Diese hängen an Doppelquerlenkern mit einstellbaren Schraubenfedern und gasgefüllten Bilstein-Dämpfern. Für die Verzögerung sorgen rundum belüftete Bremsscheiben.

Procar-Optik für die AHG-Version

In Sachen Aerodynamik ließ sich AHG von den Bodykits der M1-Procar-Serie inspirieren und schärfte seine Studie mit Spoilerlippe, Seitenschweller und Heckspoiler. Verbreiterte Kotflügel schaffen Platz für die dreiteiligen 16-Zoll-BBS-Felgen (Breite: acht Zoll vorne, neun Zoll hinten). Während die Standardmodelle bei BMW in Weiß, Orange, Rot, Blau, Grau, Schwarz oder Silber vom Band rollten, bekamen die Kunden der Studie individuelle Karosseriefarben je nach Wunsch. Dafür beauftragte AHG den Lackierer Herman Altmik. Unter dem linken Rücklicht hat er sich mit seinem Schriftzug "altmiks lackdesign" verewigt.

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Unter dem linken Rücklicht zu erkennen: der Schriftzug von Lackierer Herman Altmik, der die Modelle der BMW M1 AHG Studie je nach Kundenwunsch gestaltete.

Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Soundsystem brachte der M1 serienmäßig mit. Um die Belederung der Sitze, der Konsole und des Armaturenbretts kümmerte sich AHG.

Inspektionsstau? Fehlanzeige

Obwohl das Auto mit seinen 6.800 Kilometern Laufleistung nicht viel Straße gesehen hat, wurde der Wagen nach Angabe des Eigentümers kontinuierlich gewartet. So ersetzte er im Jahr 2014 die Kühlmittel-Überlaufleitung, wenig später auch die Wasserpumpe. Im August 2018 durchgeführt: Ölwechsel, Kühlmittel-Spülung und Spülung des Bremssystems. Darüber hinaus gönnte er dem automobilen Schatz eine neue Batterie, ließ eine der äußeren Spurstangen tauschen, zudem den Ventildeckel und die vordere Stoßstange neu lackieren. Seit 2020 steht der Wagen auf neuen Yokohama Advan Reifen (Größe: 225/50 vorne, 245/45 hinten).

Über mehrere Sammler zum Fast-and-Furious-Star

Das Exemplar, das auf Bring a Trailer versteigert wurde, hatte AHG im August 1979 an BMW Schneider in Bielefeld ausgeliefert. Später folgte der Export in die USA, wo das Auto die Garagen diverser privater Sammler zierte. Erst im Anschluss ging die Rarität in den Besitz der Werkstatt AE Performance (Valencia, US-Bundesstaat Kalifornien) über, die Walker und der Rennfahrer Roger Rodas gemeinsam bis zu ihrem tödlichen Unfall leiteten. Ein Jahr nach dem Unglück übernahm der aktuelle Verkäufer das Sportcoupé. Jetzt heißt es für den M1: Back to the roots und ab nach Deutschland in die Sammlergarage des Münchners.

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Absolut rar und Paul Walker als Vorbesitzer – würden Sie den BMW M1 AHG Studie abgeben?
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Niemals, dieses Auto ist viel zu besonders!

Fazit

Rar ist der BMW M1 schon an sich, als AHG Studie sowieso. Dass der Wagen einst Paul Walker gehörte, macht das Ganze noch exklusiver. Da erscheinen die 500.000 Dollar, die der Münchner Autosammler hinblättert, sogar günstig. Erfahrungsgemäß werden die seltenen AHG-Exemplare auch ohne Promi-Bonus deutlich teurer gehandelt.

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