Teilnehmer der Sachsen Classic 2026: Vom Flügeltürer bis zum OSI-Ford

Fünf Fahrzeuge der Sachsen Classic 2026
Vom Flügeltürer bis zum OSI-Ford

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.08.2026
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Wenn Mitte August ein rollendes Museum aufbricht, ist wieder Zeit für die Sachsen Classic. Am 14. und 15. August 2026 führt die 23. Auflage die rund 160 Teilnehmer durch Sachsen und Tschechien. Der etwa 530 Kilometer lange Route verläuft durch die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge.

Für die Teams geht es dabei weniger um Geschwindigkeit, sondern um präzise Zusammenarbeit im Cockpit und bei den Wertungsprüfungen. Im Zentrum des bunten Treibens stehen auch in diesem Jahr die Fahrzeuge der rund 160 Teams. Wir haben uns fünf dieser Klassiker etwas genauer angesehen.

Jaguar XK120 SE OTS (1953)

Jaguar entwickelte den XK120 ursprünglich 1948 als Showcar für einen neuen Motor, doch das Modell avancierte schnell zu einem kommerziellen Erfolg. Sein Name verweist auf die angestrebte Höchstgeschwindigkeit von 120 Meilen pro Stunde (ca. 193 km/h), die den offenen Zweisitzer (OTS) zu einem der schnellsten Serienfahrzeuge seiner Zeit machte. Als Antrieb dient ein 3,4-Liter-Reihensechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC), eine für die damalige Serienproduktion fortschrittliche Konstruktion. Das bei der Rallye startende Modell ist eine SE-Version (Special Equipment), deren Motor 180 PS leistet. Zur Sonderausstattung gehören zudem ein strafferes Fahrwerk und Drahtspeichenräder. Stefan Hess und Tania Scheuermann steuern das Fahrzeug.

Mercedes-Benz 300 SL Coupé (1955)

Der Mercedes-Benz 300 SL W198 ist die Straßenversion des Rennwagens W194 und wahrscheinlich einer der markantesten Oldtimer überhaupt. Die Stuttgarter begannen die Serienfertigung im Jahr 1954. Dank des von Rudolf Uhlenhaut konstruierten Gitterrohrrahmens bekam das Fahrzeug seine berühmten Flügeltüren. Die hohen Seitenschweller machten den Einbau herkömmlicher Türen unmöglich.

Als Antrieb dient ein 3,0‑Liter‑Reihensechszylinder (M 198) mit Direkteinspritzung, der je nach Ausführung zwischen 200 und 215 PS leistet. Insgesamt entstanden 1.400 Coupés, bevor Mercedes-Benz 1957 auf den Roadster umstellte. Bei der Sachsen Classic steuern Hans‑Jürgen und Dr. Sabine Benze ein 300 SL Coupé aus dem Jahr 1955 mit 215 PS.

Ferrari 250 GTL (1964)

Ferrari brachte den 250 GT Lusso 1962 an den Start und positionierte ihn als straßenorientierten Gran Turismo der 250‑Familie. Pininfarina zeichnete die Karosserie, Ferrari kombinierte sie mit dem 3,0‑Liter‑V12 aus der 250‑Reihe. Der Lusso behielt den kurzen Radstand der späten 250‑Modelle und setzte stärker auf Reisekomfort als die betont sportlichen Berlinetta-Versionen. Bei der Sachsen Classic 2026 setzen Karsten Jantzen und Silke Stenzel einen 250 GTL von 1964 ein. Der V12 leistet in diesem Fahrzeug 240 PS.

Ford OSI 20M TS (1967)

Hinter dem Kürzel OSI steckt die italienische Officine Stampaggi Industriali, ein Karosseriebauer und Kleinserienhersteller, der in den 1960er-Jahren eigene Coupés auf Großserientechnik aufbaute. Für den Ford-OSI 20M TS nutzte das Unternehmen den Ford 20M als Basis und kombinierte ihn mit einer eigenständigen Karosserie, die Sergio Sartorelli 1965 in Turin zeichnete. OSI fertigte das Coupé nur 1967 und 1968, dann folgte die Insolvenz – entsprechend selten taucht das Modell heute auf. Bei der Sachsen Classic starten Andreas Gühmann und Marc Linder im 2,3‑Liter‑V6 mit 107 PS.

BMW E3 3,3 Li (1976)

Mit dem E3 stieg BMW 1968 nach einigen Jahren Pause wieder in die Oberklasse ein und positionierte die Baureihe als Alternative zu Mercedes S‑Klasse (W108/W109, später W116). Als Antrieb setzte BMW auf den Reihensechszylinder M30, den der Hersteller über viele Jahre weiterentwickelte und auch in anderen Modellen einsetzte. In der zweiten Hälfte der Bauzeit ergänzte BMW die Modellpalette um Langversionen (L) mit aufgewertetem Innenraum. Dazu kam der 3,3‑Liter als neue Hubraumstufe, später auch als 3,3 Li mit Einspritzung. Bei der Sachsen Classic startet der Schauspieler und Musiker Christoph Letkowski gemeinsam mit seinem Bruder Frank in einem BMW E3 3,3 Li von 1976 im Team Union Glashütte. Der 3,2‑Liter‑Reihensechszylinder leistet 200 PS.

Im Video sehen Sie die Sachsen Classic aus dem Jahr 2021.

Fazit