Wiking Sattelzug White (Typ 1) Berlin-Buer, lackiert Auktionshaus Saure
Wiking Sattelzug White (Typ 1) Berlin-Buer, lackiert
Wiking Sattelzug White (Typ 1) Berlin-Buer, lackiert
Wiking Sattelzug White (Typ 1) Berlin-Buer, lackiert
Wiking Sattelzug White (Typ 1) Berlin-Buer, lackiert 25 Bilder

Rekordpreis bei Wiking-Modellauto-Auktion

Wiking Modellauto-Auktion Juni 2022 Rekordpreis für Mini-Sattelzug

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Kleiner Maßstab, großer Preis: Teure Raritäten bei Wiking-Auktion. Ein Sattelzug bringt den Rekordpreis von 15.000 Euro.

So teuer ist noch nie ein Wiking-Modell versteigert worden: Am Sonntag, 12. Juni, hat das Auktionshaus Saure in Köln einen Sattelzug im Maßstab 1:90 versteigert. Bieter trieben den Preis weit über den im Katalog angegebenen Schätzwert von 3.000 Euro.

Rekordpreis: 15.000 Euro

Wiking Sattelzug White (Typ 1) Berlin-Buer, lackiert
Auktionshaus Saure
Neu kostete der Laster 2,50 D-Mark.

Nach einem dreiminütigen "Bietergefecht zwischen mehreren Livebietern und einigen Vorgeboten" blieben zwei Bieter übrig, erklärt das Auktionshaus Saure. Den Zuschlag erhielt gegen ein Gebot von 15.000 Euro ein Sammler aus Westdeutschland. Das sind fast 3.000 Euro mehr, als im Dezember 2020 für einen Thyssen-Tanklaster bezahlt wurden. Inklusive Aufgeld kostet der Modelllaster sogar 18.373,50 Euro.

Neu kostete der Laster 2,50 Mark

Warum bezahlt jemand einen fünfstelligen Preis für ein Modell, das kaum größer ist als ein Tacker? Drei Faktoren spielen eine Rolle: Der Erhaltungszustand: Der Lack und die Abziehbilder mit dem Schriftzug "Berlin-Buer" sind laut Beschreibung zu fast 100 Prozent intakt. Laut Carsten Saure haben Modelle der ersten Produktionsjahre "in den vergangenen Jahren enorme Wertsteigerungen erfahren". Der Berlin-Buer-Laster stammt aus dem zweiten Nachkriegs-Produktionsjahr 1949 und wurde für 2,50 D-Mark verkauft. Bei dem 12 Zentimeter langen Sattelschlepper-Modell handelt es sich um eine seltene Ausführung aus Serienproduktion in "außergewöhnlich gut erhaltenem Zustand".

Thyssen-Tanklastzug Mercedes-Benz L 5000
Auktionshaus Saure
Neuwertig und mit Schachtel: Thyssen-Tanklaster für 12.200 Euro.

Den bisherigen Rekordhalter, den Tanklastzug von Thyssen, gab es nie zu kaufen und die Stückzahl ist zwar unbekannt, aber sehr gering. Auktionator Saure schätzt, dass Wiking "ein paar 100" der Werbemodelle im Modelleisenbahnmaßstab H0 für Thyssen produziert hat. Verkauft wurde der Sattelzug im Maßstab 1:87 nie, sondern an Kinder verschenkt. Weil Wiking das Fahrzeug 1961 in einer Werbeanzeige abbildete, die in einem Fachmagazin für den Spielzeughandel erschien, kannten Sammler den Tanklaster. Es war als einziges der 15 abgebildeten Modelle nicht im Handel – eine "Top-Rarität", erklärt Saure.

Nicht der erste Rekordpreis

Thyssen - Tanksattelzug Mercedes 5000 (1961)
Auktionshaus Saure
Ein Sammler bot 10.100 Euro für einen Thyssen-Tanklaster.

Exakt 10.100 Euro brachte ein Thyssen-Tanklastzug von Wiking schon 2006. Damals hat das Auktionshaus Saure in Köln das seltenen Werbemodell zum ersten Mal versteigert. "Seitdem hat sich der Preis offenbar im Gedächtnis festgesetzt", sagt Carsten Saure. Am 7. Dezember 2019 fiel der Hammer bei derselben Summe. Seither hatte Saure vier oder fünf Tanklastwagen versteigert, doch erst Ende 2019 wurde der Preis von 2006 wieder erreicht.

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Tankwagen für 3.400 Euro versteigert

Ende September hat das Auktionshaus Saure in Köln einen Fiat Tankwagen online versteigert. Der Tankwagen in misch-braun/misch-transparent war mit einem Startpreis von 150 Euro und einem Schätzwert von 750 Euro im Katalog notiert. Der Zustand war als "sehr gut bis neuwertig" beschrieben. Am Heck klebt ein Abziehbild mit Esso-Logo. Der Preis kletterte während der Online-Auktion auf 3.400 Euro.

VW Bus T1 cremeweiß Originalkarton Wiking
Auktionshaus Saure
Brachte 1.600 Euro: VW T1 mit Figuren und Originalkorton.

Es war nicht das einzige Modell, das während dieser Auktion seinen Schätzwert übertraf. Auch ein VW Bus T1 mit Figuren, Hund und Gepäck ging sehr gut weg: 1.600 statt angepeilter 1.200 Euro brachte das beige Modell im Originalkarton. Auch ein froschgrüner Käfer ohne Kunststoffverglasung und ein früher Leiterwagen übertrafen ihre Schätzwerte: Der Typ 1 ging für 1.300 statt 250 Euro weg und das Feuerwehrauto brachte 1.400 statt 600 Euro.

Mehr als 1.000 Euro für ein Wiking-Modell? Kommt öfter vor

Jaguar XK (Typ 1), grünmetallic
Auktionshaus Saure
Metallic kostet Aufpreis: Nur drei Jaguar XK1 (Typ 1) lackierte Wiking in diesem Farbton.

Dass Sammler 1.000 Euro oder mehr für ein Wiking-Modell im Maßstab 1.87 bezahlen, kommt bei praktisch jeder Auktion rund ein Dutzend Mal vor. "Dann muss es sich jedoch schon um extrem seltene Farbvarianten, Werbemodelle oder Fahrzeuge aus der Anfangszeit um 1948/49 handeln", erklärt der Auktionator. Hoffnungen, dass nun in jeder Modellbahnautokiste auf dem Dachboden Schätze schlummern, zerstreut er damit. Denn solche Modelle sind tatsächlich selten. So kann es vorkommen, dass zum Beispiel das Modell eines Jaguar XK einem Bieter 7.700 Euro wert ist, weil es eines von drei Stück ist, die in Grünmetallic lackiert wurden. Ein Jaguar KX in signalblau oder schwarz kostet zwar auch schon einige Hundert Euro, ist aber keine Rarität, für deren Gegenwert man einen gebrauchten Jaguar XJ bekäme – in 1:1 statt 1:87.

Fazit

Achtung, Suchtgefahr: Wer sich durch die Bilder alter Wiking-Modellautos klickt, könnte selbst in Versuchung kommen und sich eines der Traum-Modelle der Kindheit wieder zulegen wollen. Wer als Kind mit den filigranen Kunststoff-Fahrzeugen im Maßstab 1:87 gespielt hat, ist akut rückfallgefährdet. Wollten die Kinder oder der Neffe nicht zu Weihnachten unbedingt eine Modelleisenbahn? Doch zum Spielen sind die raren Sammlermodelle selbstverständlich zu teuer.

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