1968er Shelby GT500 EFI Prototype Barrett-Jackson Auctions
1968er Shelby GT500 EFI Prototype
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1968er Shelby GT500 EFI Prototype 18 Bilder

Shelby GT500 EFI Prototype: Der einzige Einspritzer

Shelby GT500 EFI Fastback versteigert Mustang-Prototyp mit 7,0-Liter-Einspritzer-V8

Spezialisten mussten diesen Mustang Shelby GT500 wieder aufbauen – jetzt ist der einzige Fastback-Prototyp mit Einspritzanlage versteigert worden.

Seit den 1980er-Jahren ist die elektronische Kraftstoffeinspritzung bei Pkw und Lkw weit verbreitet. Erste Fahrzeuge mit diesem System gab es allerdings schon Jahrzehnte vorher: So setzte Daimler bereits ab 1958 eine mechanische Saugrohreinspritzung beim 220 SE ein. In den 1960er-Jahren kamen dann die ersten elektronisch geregelten Kraftstoffeinspritzungen auf – Bosch stellte beispielsweise 1967 sein D-Jetronic genanntes System vor. Und auch Ford experimentierte mit elektronischen Kraftstoffeinspritzungen und rüstete damit zwei Mustang-Prototypen aus – schließlich gerieten Muscle und Pony Cars wegen ihres hohen Verbrauchs zunehmend in die Kritik.

1968er Shelby GT500 EFI Prototype
Barrett-Jackson Auctions
Für die Rekonstruktion der Conelec-Einspritzung standen zum Glück originale Unterlagen aus Ende der 1960er-Jahre zur Verfügung.

Shelby-Chefingenieur wollte Einspritzung

Einer der Prototypen war der 1968er Shelby EXP 500 'The Green Hornet' Stufenheck, der andere ist der jetzt bei Barrett Jackson zum Verkauf stehende 1968 Shelby GT500 EFI Prototype Fastback (EFI: Electronic Fuel Injection) mit der Losnummer 1397. Shelby probierte Einspritzsysteme von Bosch und Conelec aus. Letzteres sitzt im zu versteigernden Prototyp. Der Ingenieur David Long hatte Conelec (Consolidated Electric) in New York gegründet und der damalige Shelby-Chefingenieur Fred Goodell war ein Fan von Longs Arbeit. Auf Bitten Goodells passte Long sein Conelec-Kraftstoffeinspritzsystem an den Ford-Ansaugkrümmer an und montierte das Drosselklappengehäuse dort, wo bei dem Shelby normalerweise der Vergaser sitzt.

1968er Shelby GT500 EFI Prototype
Barrett-Jackson Auctions
Die silberfarbene Baugruppe links vorn im Bild ist die Klimaanlage - Shelby hat seinen Prototyp-Fahrern Komfort gegönnt.

Interieur ebenfalls mit Prototyp-Ausstattung

Die Farbe des Prototyps heißt Sunlit Gold, das Interieur des Autos ist schwarz. Die Mittelkonsole und die Rücklichter sind Vorproduktions-Teile und die Klimaanlage war schon ab Werk mit drin. Bei der Fronthaube mit der doppelten Luftöffnung könnte es sein, dass sie hier erstmalig zum Einsatz kam – kurze Zeit später deckte sie beim serienmäßigen 1968er Shelby Cobra GT 500 KR den Motorraum ab. Für den Antrieb ist ein 7,0-Liter-V8-Cobra-Jet-Motor zuständig, der in seiner Vergaser-Variante 340 PS leistet. Die Krafteinteilung übernimmt eine Ford-C6-Dreigang-Automatik. Warum die Einspritz-Version nie in Serie ging, ist nicht bekannt – entweder war die Spritersparnis gemessen am Aufwand nicht groß genug oder die Leistung litt.

1968er Shelby GT500 EFI Prototype
Barrett-Jackson Auctions
Schwarze Ledersitze und Holz-Armaturenbrett: Der Prototyp ist luxuriös ausgestattet.

Fünfjährige Restauration

Shelby-Experte Pete Disher restaurierte den Prototyp über einen Zeitraum von fünf Jahren, wobei er eng mit Chris, dem Sohn des verstorbenen David Long, zusammenarbeitete. Chris fertigte viele Teile für die Restauration der Einspritzanlage selber an. Longs Tochter Meredith hatte zum Glück das Archiv ihres Vaters aufbewahrt, so dass Disher bei der Restauration auf wertvolle Original-Unterlagen zurückgreifen konnte.

1968er Shelby GT500 EFI Prototype
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Der 1968er Shelby GT500 EFI Prototype könnte auch das erste Auto mit der Motorhaube sein, die vorn zwei markante Luftöffnungen trägt.

Keine Serienproduktion

An der Karosserie angebrachte kleine Conelec-Embleme weisen auf die besondere Technik dieses Shelby 500GT Fastback hin, die den Wagen zum Einzelstück macht. In der Auktion erzielte er jetzt einen Preis in Höhe von 396.000 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 337.695 Euro).

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Fazit

Einen Shelby 500GT Fastback von 1968 mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung gibt es nur einmal. Allein die fünfjährige Restaurationsarbeit muss ein kompliziertes Unterfangen gewesen sein – anscheinend war von der Einspritzanlage nicht mehr viel übrig. Dass es gelungen ist, die Technik originalgetreu wieder aufzubauen, ist sensationell.

Der Shelby Prototyp ist fahrbereit und stand beim Auktionshaus Barrett Jackson zum Verkauf – für technikaffine Sammler ist das Fahrzeug ein extrem interessantes Exemplar. Dementsprechend hoch ist der Preis von fast 400.000 Dollar.

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