Apex.AI: Auf dem Weg zum Software-basierten Auto

Jan Becker und Serkan Arslan im Interview Im Silicon Valley sind Spaltmaße egal

Jan Becker und Serkan Arslan von Apex.AI erklären im Interview, was Automobilhersteller künftig brauchen, um wettbewerbsfähig zu sein.

Die meisten von Ihnen kennen das Spiel: Man konfiguriert sich ein Auto, bestellt es beim Händler und bekommt nach einiger Zeit den ersehnten Schlüssel. Dieser Neuwagen, der fortan die Einfahrt ziert, ist ein fertiges Auto. Also wortwörtlich – das Fahrzeug ist so, wie Sie es konfiguriert haben und falls Sie nicht beim örtlichen Tuner vorstellig werden, ändert sich daran auch nichts. Das ist es, was man bei Apex.AI als "hardwarebasiertes Auto" versteht – und das ist es auch, wovon die Hersteller künftig ablassen sollen, wenn es nach den Software-Experten aus dem Silicon Valley geht.

Moove-Podcast Jan Becker, Serkan Arslan, Apex AI
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Funktionalität und Aktualität

Ein "hardwarebasiertes Auto" definiert sich durch seine Ausstattung. Verfügt es beispielsweise über einen adaptiven Abstandstempomaten oder nicht? Wer das Extra gebucht hat, in dessen Auto verbaut der Hersteller auch die notwendige Sensorik und hinterlegt die Funktionalität im System. Wären jedoch alle Autos mit den gleichen baulichen Voraussetzungen unterwegs, ließen sich derartige Funktionen einfach über ein Software-Update implementieren. Einige Hersteller wie Tesla sind bereits bei diesem Prinzip angelangt und spielen ihren Kunden regelmäßig per Over-The-Air-Updates neue Funktionen in die Fahrzeuge. Allein beim Model 3 sind in den letzten Monaten mehr als 70 neue oder aktualisierte Funktionen dazugekommen. "Im Silicon Valley ist es genau das, was die Leute interessiert: Hast du das neue Feature schon, oder nicht? Spaltmaße sind dort egal, es geht um Funktionalität und Aktualität", erklärt Serkan Arsland, bei Apex.AI zuständig für Sales und Business Developement.

Die Tech-Firma hat ein Mobilitäts-Betriebssystem, Apex.OS, entwickelt, mit dem Automobilhersteller in der Lage sind, die Implementierung neuer Funktionen so einfach und agil wie möglich vorzunehmen. In etwa vergleichbar mit der Programmierung von Apps für ein Smartphone. "Der allgemeine Begriff wäre 'Meta-Betriebssystem'. In der Praxis sind das Software-Bibliotheken und eine Entwicklungsumgebung, die es Entwicklern von Software für Fahrzeuge und Mobilitätsanwendungen leicht macht, ihre Arbeit schnell und am Ende zertifizierbar an den Start zu bringen", fasst es CEO Jan Becker zusammen. Worauf sich Automobilhersteller künftig einlassen müssen und weitere Details zur Funktionalität der Lösung von Apex.AI erfahren Sie in unserem Video-Interview, oben im Artikel.

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Ja, damit bekomme ich mehr Funktionen und die Steuerungen sind immer auf dem neuesten Stand.
Nein, ich sehe doch an meinem Smartphone, wie schlecht das funktioniert - bei meinem Auto könnte ich Bugs noch viel weniger gebrauchen.

Fazit

Wer gedacht hat, dass es im Mobilitätssektor aktuell ausschließlich um den Wandel vom Verbrenner hin zum Stromer geht, der denkt zu kurz. Dass sich der Wandel von Automobilen auf noch viel breiterer Ebene vollzieht, zeigen gerade innovative Firmen wie Apex.AI mit ihren Entwicklungen.