Der CFCA-Motor, ein 2.0-Liter-BiTDI-Diesel, wurde vor allem in den VW-Bus-Generationen T5 und frühen T6-Modellen als Top-Diesel eingesetzt. Mit einer Leistung von 180 PS und einem Drehmoment von 400 Newtonmetern bietet er auf dem Papier eine ideale Kombination aus Kraft und Effizienz. Doch die Realität sieht oft manchmal aus: Einige dieser Motoren leiden unter technischen Problemen, die ihre Lebensdauer verkürzen können.
Ein zentrales Problem ist der Kühler der Abgasrückführung (AGR). Dieses Bauteil dient dazu, heiße Abgase zurück in den Ansaugtrakt zu leiten, um die Verbrennungstemperatur zu senken und die NOx-Emissionen zu reduzieren. Beim CFCA-Motor kann es jedoch zu Undichtigkeiten im AGR-Kühler kommen. Dadurch gelangen Öl und Schmutzpartikel in die Ansaugluft und schließlich in die Brennräume des Motors. Die Folge sind Hitzeschäden an Kolbenringen und Zylinderköpfen sowie ein erhöhter Ölverbrauch.
Zusätzlich tritt bei einigen Motoren ein Druckverlust im Ölkreislauf auf, was insbesondere die Lagerung der Ausgleichswelle betrifft. Diese Schäden treten oft schon bei Laufleistungen unter 100.000 Kilometern auf und führen nicht selten zum Totalausfall des Motors.
Präventive Maßnahmen zur Schadensvermeidung
Um das Risiko eines Motorschadens zu minimieren, gibt es einige präventive Maßnahmen, die sowohl aktuelle Besitzer als auch potenzielle Käufer beachten sollten. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist der Einbau eines verbesserten AGR-Kühlers. Volkswagen bietet hierfür ein optimiertes Ersatzteil an, das jedoch vom Fahrzeughalter selbst finanziert werden muss.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Ölwechselintervalle deutlich zu verkürzen – idealerweise auf 15.000 Kilometer statt der herstellerseitig angegebenen Intervalle. Auch sollte stets darauf geachtet werden, dass ausschließlich freigegebenes Motoröl verwendet wird, um chemische Reaktionen im Ölkreislauf zu vermeiden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regelmäßige Kontrolle des Partikelfilters (DPF). Dieser sollte nicht überlastet sein, da dies ebenfalls zu erhöhtem Abgasgegendruck und weiteren Schäden führen kann. Besonders bei Fahrzeugen mit vielen Kurzstreckenfahrten kann eine manuelle Regeneration des DPF notwendig sein.
Worauf Käufer beim Gebrauchtkauf achten sollten
Wer einen gebrauchten VW T5 oder T6 mit CFCA-Motor kaufen möchte, sollte besonders sorgfältig vorgehen. Eine ausführliche Prüfung des Fahrzeugs ist unerlässlich, um mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
Zu den wichtigsten Prüfpunkten gehört die Überprüfung der Ölverbrauchshistorie des Fahrzeugs. Ein erhöhter Ölverbrauch kann ein Indikator für bestehende oder bevorstehende Motorschäden sein. Ebenso sollten potenzielle Käufer nach Hinweisen auf Probleme mit dem AGR-Kühler suchen – beispielsweise durch eine Sichtprüfung auf Undichtigkeiten oder Rostspuren.
Eine Probefahrt kann ebenfalls Aufschluss geben: Unregelmäßigkeiten im Motorlauf oder ungewöhnliche Geräusche könnten auf Schäden hinweisen. Zudem sollte der Fehlerspeicher des Fahrzeugs ausgelesen werden, um versteckte Probleme aufzudecken.
Abschließend empfiehlt es sich, das Fahrzeug von einer unabhängigen Fachwerkstatt prüfen zu lassen – idealerweise von einer Werkstatt mit Erfahrung bei VW-Bussen dieser Generation.





