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Mazda Design: Mehr als nur Form

Mazda Design Mehr als nur Form

Design ist mehr als Form: Es ist auch Ausdruck der Technik und der Leidenschaft für Schönheit. Das gilt bei Mazda schon seit Jahrzehnten.

Nein, mit heutigen Augen gesehen kann das allererste Auto von Mazda nicht als Schönheit gelten. Das R 360 Coupé von 1960 war als winziges Kei-Car konzipiert. Aber das rundliche Design mit dem lichten Glashaus machte den Zweisitzer unverwechselbar, und die optionale Zweistufenautomatik samt Drehmomentwandler deutete bereits das ingeniöse Denken seiner Entwickler an.

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Mazda Cosmo Sport 110 S Das Coupé war das erste Serienauto mit einem Zweischeiben-Drehkolbenmotor.

Die glückliche Verbindung von Design und Technologie, die sich immer wieder gegenseitig antreiben, zieht sich als roter Faden durch die Geschichte von Mazda. Am hellsten scheint sie in den Modellen mit Kreiskolbenmotor auf. Der Cosmo Sport 110 S, mit dem die neue Technologie 1967 in die Großserie kam, war ein Coupé-Traum auf wenig mehr als vier Metern Länge; seine futuristisch gerundete Karosserie mit der Panorama-Heckscheibe bestand aus Aluminium.

Große neue Freiheit

Ein Kreiskolbenmotor ist nur etwa halb so groß wie ein vergleichbarer "Schüttelhuber" (O-Ton Felix Wankel). Damit schenkt er den Fahrzeugentwicklern große Freiheiten beim Packaging und den Designern neue Spielräume. Mazda nutzte sie beim Cosmo schon ähnlich geschickt wie später beim RX-7 von 1978 und beim RX-8, der 2003 folgte.

Jo Stenuit
Mazda Motor Europe, European R&D
Mazda RX-8 2+2-sitziges Serien-Coupé, Front-Mittelmotor.

Sportlichkeit geht auch mit vier konventionellen Zylindern, das bewies der MX-5. Besonders die erste Generation des Roadsters ist zur lebenden Legende gereift. Die schnörkellose Linienführung, an britische Vorbilder angelehnt, war 1989 ebenso unverwechselbar wie heute. Im neuen Jahrtausend übertrug sich der Schwung ins Limousinen-Segment – mit Modellen wie Mazda 6 und Mazda 3 unter dem Claim "Zoom-Zoom".

Jo Stenuit
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Jo Stenuit Mazda MX-5 RF Road Trip Spain Jo Stenuit Mazda MX-5 RF Road Trip Spain 7 Bilder

2010 begann mit der Studie Shinari die Kodo-Ära, in der Mazda sein Profil vereinheitlichte und schärfte. In ihrer ersten Phase besaß die neue Philosophie einen gewissen Hang zur Dramatik, der dann einer aufs Essenzielle reduzierten Designsprache wich. Stilprägend war hier das Showcar RX-Vision aus dem Jahr 2015. Seine spektakuläre Architektur mit der weit nach hinten versetzten Kabine wies es zweifelsfrei als Power-Sportwagen aus, doch sie war in einen puristischen, weichen Linienfluss gekleidet.

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Suitcase Car Den Koffer aufklappen, den Zwei-takter starten, und los geht’s.

Schon vor dem RX-Vision hatten Showcars von Mazda starke Ausrufezeichen gesetzt. Eines von ihnen war der MX-81, den das italienische Studio Bertone 1981 auf die Bodengruppe des damaligen Mazda 323 stellte. Mit der großzügigen Verglasung und den langen, über die C-Säulen laufenden Rücklichtern war der kompakte Keil seiner Zeit weit voraus.

Jo Stenuit
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Mazda MX-81 Der kompakte Keil verband japanische Technik mit italienischem Avantgarde-Design von Bertone.

Und dann gab es noch das Suitcase Car, das um 1990 herum aus einem firmeninternen Ideenwettbewerb entstand. In einem Koffer von 75 Zentimetern Länge, 57 Zentimetern Breite und 27 Zentimetern Höhe befanden sich ein Sitz und ein Zweitaktmotor mit 1,7 PS. Die Spitze: 30 km/h.

Kodo – Seele der Bewegung

Ein flacher, sehniger Körper, eine Raubkatze, die zum Sprung ansetzt – dies ist die emotionale Essenz des Kodo-Designs von Mazda. Kein anderes Auto verkörpert sie so perfekt wie die Studie Vision Coupé aus dem Jahr 2017. Sie steht schon für die zweite Phase der Kodo-Designsprache – für drastisch reduzierte Formen, konturierte Schultern und weich gewölbte Flächen, auf denen das Licht zum Gestalter wird. Das Design ist minimalistisch und ruht zugleich in spannungsvollem Gleichgewicht mit der Sinnlichkeit der Dynamik. Mazda spricht von "Yohaku" und "Ma", von der Schönheit des leeren Raums.

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Hans-Dieter Seufert
Fünf Meter lang, zwei Meter breit, aber nur 1,33 Meter hoch: Das viertürige Coupé Mazda Vision Concept hat extreme Gran-Turismo-Proportionen.

Der Kern der Kodo-Designsprache ist die japanische Kultur der Handwerkskunst. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff "Herzschlag"; Mazda interpretiert ihn als "Soul of Motion" und meint damit die Schönheit natürlicher Bewegung in einem stehenden Objekt. Zugleich umfasst Kodo auch jene Seele, die den Autos von ihren Designern, Entwicklern und Erbauern verliehen worden ist.

Wurzeln im Jahr 2010

Die mit vielen Preisen ausgezeichnete Kodo-Designlinie startete 2010 mit dem Showcar Shinari; ihre zweite Phase läuteten der RX-Vision (2015) und das Vision Coupé ein. Beide wurden zum "schönsten Concept Car des Jahres" gekürt. Der Mazda MX-5 der vierten Generation und der Mazda 3 gewannen 2016 beziehungsweise 2020 den World Car Design Award, der MX-30 und der CX-30 holten 2020 in der Kategorie "Produktdesign" den Red Dot Award.

"Wir arbeiten fast wie Künstler”

Jo Stenuit, Design Director bei Mazda Europa, spricht über Kodo Phase 3, über gescheiterte Regelwerke und kreative Freiräume und über ehrliche Materialien im Innenraum.

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Mazda Motor Europe GmbH, Europea
Jo Stenuit arbeitet seit 24 Jahren für die Marke. 2018 wurde er Design Director bei Mazda Europa.
Herr Stenuit, worin unterscheidet sich die zweite Phase des Kodo-Designs von der ersten?

Ich glaube, dass wir in der zweiten Phase weniger verspielt und dadurch deutlich erwachsener geworden sind. Unsere Vision war es, von den japanischen Handwerkern zu lernen. Bei ihnen sieht das Resultat der Arbeit auf den ersten Blick leicht aus, aber tatsächlich steht ein extrem hoher Anspruch dahinter: nie zufrieden sein, sich jeden Tag verbessern und immer wieder weitere Schritte gehen.

Was bedeutet das konkret für Ihre Arbeit?

Beim Startschuss für die zweite Kodo-Phase hat unser weltweiter Chefdesigner Ikuo Maeda allen drei Studios – in Japan, den USA und Deutschland – gesagt: Entwickelt ein Design, das noch niemand gemacht hat und das niemand kopieren kann! Das war gar nicht einfach. Wir haben mehrere Monate lang am Tonmodell für den RX-Vision gearbeitet, der Studie für die Tokyo Motor Show 2015. Als es dann fertig und lackiert war, haben wir selbst gestaunt, wie stark das Ergebnis war.

Das Kodo-Design der Phase 2 kam 2019 mit dem Mazda 3 auf die Straße. Wann wird es wieder abgelöst?

Wir haben jetzt begonnen, an der Phase 3 zu arbeiten. Diesmal bekamen die Studios den Auftrag, Ideen zu entwickeln, aus denen dann die neue Vision entstehen soll. Getreu der Kodo-Philosophie wollen wir noch mal besser werden, unseren Autos einen deutlicheren Premium-Charakter mitgeben.

Und wo führt die Reise hin?

Das wissen wir noch nicht ganz genau. Das Spannende an der Designphilosophie Kodo ist, dass man mit ihr in viele Richtungen gehen kann. Wir haben einmal versucht, ein Regelwerk mit einem verbindlichen Formenkanon zu formulieren, aber das hat nicht funktioniert.

Jo Stenuit
Mazda Motor Europe, European R&D
„Als das Tonmodell des RX-Vision fertig war, haben wir selbst über dessen Stärke gestaunt”, schwärmt Jo Stenuit.
Wie arbeiten Sie dann?

Wir arbeiten sehr viel mit Ton, oft auch experimentell. Unser Konzept ist es, viele Modelle herzustellen, um etwas zu finden, was uns selbst überrascht. Wir sind fast wie Künstler unterwegs – diese Arbeitsweise von Mazda ist einzigartig.

In der Autowelt gibt es zwei Megatrends: SUV und E-Modelle. Was bedeutet das für das künftige Mazda-Design?

Die dritte Kodo-Phase hängt auch mit unserer künftigen Elektro-Plattform zusammen, die in drei Jahren starten wird. Ich würde gern ein Showcar aufbauen, um ein Statement zu setzen. Aber wir werden sicher keine Revolution anzetteln, die unsere Kunden irritiert oder gar abschreckt. Vielmehr lassen wir uns weiterhin vom Gedanken "Soul of Motion" leiten. Mazda ist keine Marke, die immer wieder völlig neue Designs auf den Markt wirft. Wir entwickeln unsere Identität langsam und behutsam. In den vergangenen Jahren haben wir viel Sicherheit und Selbstbewusstsein gewonnen, ohne arrogant oder überheblich zu werden.

Das Interieurdesign von Mazda ist auf angenehme Weise traditionell. Passt das zu Kodo?

Ja, sehr gut sogar. Natürlich könnten wir große Bildschirme vor die Instrumententafel bauen, das würde dann sehr clean und reduziert aussehen. Aber die Funktion wäre nicht mehr dieselbe. Einfachheit bedeutet für uns nicht Verzicht, sondern etwas ganz anderes: dass die Kunden die Bedienung auf Anhieb verstehen.

Wo treffen sich im Innenraum Kodo und Jinba Ittai?

Beispielsweise in den physischen Tasten und Reglern oder in der optimalen Sitzposition. Oder in den Head-up-Displays. Die einfache, intuitive Bedienung ist für mich sehr wichtig; immerhin bin ich gelernter Produktdesigner.

Neben der guten Ergonomie haben die Mazda-Interieurs eine zweite Stärke: hohe Wertigkeit. Welche Rolle spielt sie für Sie?

Der Umgang mit den Materialien ist eine weitere Kompetenz, die wir über mehr als zehn Jahre hinweg aufgebaut haben. Wir legen Wert auf schöne Kombinationen, beispielsweise mit echtem Holz ...

... oder auch mit dem ungewöhnlichen Material Kork.

Im MX-30 setzen wir Kork in einigen Bereichen ein, in denen man sonst weichen Kunststoff verwendet. Für mich ist Mazda immer eine authentische, ehrliche Marke gewesen. Wir liefern das, was wir versprechen. Und wir gehen zu den Wurzeln des Unternehmens zurück – Mazda hat ja 1920 als Korkproduzent begonnen.

Wie wichtig sind nachhaltige Materialien für Sie?

Wir haben bereits Türverkleidungen aus Fasern, die aus recycelten Plastikflaschen entstehen. Und wir forschen an weiteren Themen wie pflanzlichen Alternativen zu Leder. Unsere Kunden in Europa nehmen das Thema sehr ernst; deswegen diskutieren wir es intensiv mit der Zentrale in Japan.

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