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So funktioniert die Miet-E-Scooter-Logistik

Juicer, Charger und Ranger sorgen für volle Akkus

Wer lädt eigentlich die ganzen Miet-E-Scooter auf? Juicer heißen die Nebenjobber beispielsweise, die die elektrischen Leih-Tretroller einsammeln, aufladen und wieder verteilen.

Die E-Scooter haben eine Reichweite von zehn bis circa 25 Kilometer und werden als Mietfahrzeuge von unterschiedlichsten Sharing-Anbietern in deutschen Städten angeboten. Per App wird der E-Tretroller an- beziehungsweise abgemietet und am Ende der Nutzung an erlaubten Stellen einfach wieder abgestellt.

Und wer übernimmt von da an, wer lädt die Dinger wieder auf? Juicer werden die Menschen beispielsweise beim Anbieter Lime genannt, die sich per App anzeigen lassen, wo leere E-Scooter stehen. Sie fahren dann abends mit ihren privaten Fahrzeugen los, sammeln die Miet-Tretroller ein, laden sie über Nacht bei sich auf und verteilen sie am nächsten Morgen voll aufgeladen dort, wo die App es ihnen vorgibt. Auf Anfrage gab uns Lime folgende Auskunft:

Das Laden und Aufstellen der Elektroroller erfolgt über ein dezentrales Netzwerk von Juicern. Dieses Netzwerk wächst mit der Grösse der betrieblichen E-Scooter-Flotte.
Alle Juicer arbeiten selbständig. Die Berechnung der Vergütung der Juicer erfolgt nach der Anzahl der aufgeladenen Scooter und dem Ladezustand des jeweiligen Fahrzeugs. Juicer wissen im Voraus, was sie mit einem Scooter, den sie zum Aufladen ausgewählt haben, verdienen. Die Bezahlung erfolgt täglich.

Álvaro Salvat, Lime-Chef in Spanien sagt, dass man die Arbeit als „Juicer“ nicht als Hauptjob sehen sollte, sondern als Nebentätigkeit.

Flottenjäger, Scooter Ranger, Charger

Der Leih-Scooter-Anbieter Voi nennt die Nebenjobber „Flottenjäger“ (hunter fleet), die von einem Voi-Mitarbeiter zentral betreut werden. Der Sharing-Anbieter Tier stellt hierfür Werksstudenten als „Scooter Ranger“ auf 450-Euro-Basis an, die ebenfalls ein taugliches Privatfahrzeug für’s Einsammeln der E-Scooter benötigen. Der Anbieter Bird nennt sie „Charger“ und bezahlt die Helfer täglich – jeden Morgen nach geleisteter Ladung und Wiederbereitstellung. Der Sharing-Anbieter Circ (Flash) gibt an, dass alle Kollegen, die sich bei ihm um die Instandhaltung und Ladung der E-Tretroller kümmern, festangestellte Mitarbeiter sind. In der Stellenausschreibung für den „Flottenunterstützer“ (Fleet Support) ist als Voraussetzung außerdem die Rede vom Führerschein der Klasse B, nicht aber vom eigenen Auto oder gar Lieferwagen.

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Kann ich als Nutzer die E-Scooter selbst laden?

In der Regel nicht, denn hierfür werden die passenden Ladegeräte benötigt, die nur die zertifizierten Helfer, Lader, Juicer, etc. haben. Wenn ein E-Scooter, mit dem Sie unterwegs sind, keinen Saft mehr hat, parken Sie ihn in einem zugänglichen Bereich so, dass er keine Gehsteige, öffentlichen Straßen oder Garagen blockiert. Wenn ein anderer Tretroller in der Nähe ist, können Sie diesen Anmieten und damit Ihre Fahrt fortsetzen.

Wie leihe ich einen E-Scooter überhaupt?

Laden Sie die App des jeweiligen Sharing-Anbieters auf ihr Smartphone und registrieren Sie sich. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Dann hinterlegen Sie per App beim Anbieter Ihre Kreditkarten- oder Bankkontodaten, über die das Sharing-Unternehmen dann die anfallenden Mietgebühren abbucht. Die App zeigt Ihnen an, wo freie Scooter stehen. Die Fahrzeuge sind alle mit einem QR-Code versehen, den Sie mit Ihrem Handy und der App scannen – ab da läuft die Miete, bis sie den Roller per App wieder abmieten. Viele Anbieter stellen per App auch die Funktion „parken“ oder „Parkmodus“ für 30 Minuten zur Verfügung. In der Zeit kann der E-Scooter nicht von einem anderen Nutzer angemietet werden.

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