Wenn Ihnen der Zusammenprall mit einem herannahenden Objekt droht, zucken Sie in der Regel ganz automatisch zurück. Den gleichen Automatismus möchte Ford seinen Autos beibringen. Beschrieben wird so ein Szenario in einem am 5. Mai 2026 unter dem Titel "System zur Erkennung beweglicher Objekte" beim US-Patentamt mit der Nummer US-12617393-B2 veröffentlichten Patent von Ford.
Auto weicht zurück
Die bereits im Dezember 2023 angemeldete Patentschrift skizziert, wie ein geparktes Auto herannahende Gefahren erkennt und sich dann selbstständig aus der Gefahrenzone bewegt. Erkannt werden sollen solche Objekte durch rund um das Auto platzierte Sensoren und Kameras. Die detektieren potenzielle Gefahren und deren Bewegung im Raum und ermitteln ein sogenanntes Gefahrenpotenzial. Wird das als so hoch eingestuft, dass ein Ausweichmanöver notwendig wird, so fährt das Fahrzeug völlig autonom aus der Gefahrenzone. Eingeleitet wird das Ausweichmanöver allerdings nur, wenn ausreichend Platz dafür vorhanden ist. Fehlt der, so wird das herannahende Objekt zur Beweissicherung aufgezeichnet. Bevor sich das geparkte Fahrzeug aber tatsächlich bewegt, warnt es das sich nähernde Objekt durch Blinken und/oder Hupen.
So würden beispielsweise flüchtige Einkaufswagen auf Supermarktparkplätzen ihren Schrecken verlieren. Andererseits könnte man so auch gezielt Fahrzeuge von einem selbst benötigten Parkplatz verdrängen.
Offen bleiben in der Patentschrift auch alle rechtlichen Aspekte. Darf ein Auto selbstständig in den Verkehrsraum zurückweichen? Wer legt fest, wie groß die Ausweichfläche sein muss, bevor das Auto sie nutzt? Wer haftet für potenzielle Schäden?
Man kennt zwar den Spruch "der Klügere gibt nach", ob aber in so einem Szenario das Auto wirklich der Klügere ist oder alles doch eher nach Science Fiction klingt, wird die Zeit zeigen.





