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VW gibt Dieselmotoren für Öko-Kraftstoffe frei: Massive CO2-Einsparungen möglich

VW gibt Dieselmotoren für Öko-Kraftstoffe frei Massive CO2-Einsparungen möglich

VW gibt seine neusten Dieselmotoren für den Einsatz von aus Reststoffen gewonnenem Diesel frei. Das verbessert die CO2-Bilanz.

Modelle, die mit dem neuesten Vierzylinder-Diesel ausgerüstet sind, gibt VW jetzt für den Einsatz von sogenannten Paraffinischen Kraftstoffen frei. Diese neu entwickelten Kraftstoffe enthalten einen hohen Anteil an Bio-Komponenten, weshalb bei ihrer Verbrennung im Vergleich zu herkömmlichem Diesel zwischen 70 und 90 Prozent CO₂-Einsparungen möglich sind. Die Freigabe gilt für alle VW-Vierzylinder-TDI-Modelle, die der Konzern seit Ende Juni 2021 ausgeliefert hat. Der verwendete Paraffinischen Kraftstoff muss der Norm EN 15940 entsprechen.

Bevorzugt aus Abfall und Reststoffen

Inzwischen haben die Hersteller verschiedene Öko-Diesel-Kraftstoffe entwickelt. So gibt es Kraftstoffe, deren Basis biologische Rest- und Abfallstoffe sind. Dazu zählt beispielsweise HVO (Hydrotreated Vegetable Oil = Hydrierte Pflanzenöle). Durch eine Reaktion mit Wasserstoff erfolgt eine Umwandlung der pflanzlichen Öle in Kohlenwasserstoffe, die wiederum in einem beliebigen Verhältnis mit herkömmlichem Diesel mischbar sind. Auch die Nutzung von 100 prozentigem HVO ist möglich. Pflanzenöle, wie beispielsweise Rapsöl, können auch als Basis für HVO dienen – eine maximal positive Wirkung für die Umwelt ist aber erst beim Einsatz von Rest- und Abfallstoffen möglich. Hier hat die Industrie zum Beispiel Alt-Speiseöl im Fokus – salopp gesagt: Sprit aus Frittenfett.

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Bosch, EDi Hohenlohe, Shell, Volkswagen
Diesel R33 ist bereits an einigen Tankstellen verfügbar.

Massive Steigerungen erwartet

VW geht davon aus, dass sich in den kommenden zehn Jahren der Anteil von Öko-Kraftstoffen wie HVO auf 20 bis 30 Prozent des Energiemarktes für den Straßenverkehr steigern lässt.

Aktuell nicht leicht zu bekommen

Paraffinische Kraftstoffe gibt es unter den Bezeichnungen C.A.R.E-Diesel, NEXTBTL und HVO. Ein Problem ist bislang die geringe Marktverfügbarkeit – viele Tankstellen führen den Öko-Diesel noch nicht. Wer im Internet nach C.A.R.E-Diesel sucht, findet aber Angebote von Kraftstoffhändlern, die den Diesel liefern. Der Preis ist allerdings mit 2,72 Euro pro Liter recht hoch. Zum Vergleich: Ein Liter Diesel kostet aktuell 1,49 Euro (Kraftstoff-Preis vom 16. Dezember 2021 auf unserem Partner-Portal mehr-tanken.de).

Mischungen auch für ältere Diesel

Bereits deutlich stärker verbreitet sind Diesel-Kraftstoffe, die der Norm EN 590 entsprechen. Hier enthält klassischer Diesel einen signifikanten Anteil HVO. Diese Dieselsorten können auch ältere Motoren verbrennen. Bekannte Sorten sind Diesel R33, V-Power Diesel, OMV MaxMotion und Aral Ultimate Diesel. Der Einsatz von Diesel R33 soll beispielsweise den CO₂-Ausstoß um zirka 20 Prozent verringern.

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Nein, Krafstoff ist schon teuer genug - da müssen erst die auf Kraftstoff anfallenden Steuern runter.

Fazit

Neue Dieselmotoren mit Paraffinischem Kraftstoff wie HVA zu betreiben, spart 70 bis 90 Prozent des für das Klima schädlichen Gases CO₂. Deshalb ist VWs Freigabe dieser Kraftstoffe für seine neuen Vierzylinder-Diesel ein riesiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Schließlich ist der Dieselmotor nach wie vor für viele Langstreckenfahrer ein wichtiger Antrieb – zumindest, bis reine Elektroautos bei Reichweite und Ladezeit sowie Ladeinfrastruktur mithalten können. Jetzt muss nur noch die Verfügbarkeit der Paraffinischen Kraftstoffe besser werden – mit einer größeren Verbreitung dürfte dann auch ihr Preis sinken.

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