VW Multivan und California: Aufwertung für die Bullis

VW Multivan und California
Aufwertung für die Bullis

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.06.2026
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VW verpasst dem Multivan und dem davon abgeleiteten Reisemobil California zum Sommer 2026 ein Facelift. Die Evolution des im Volksmund T7 genannten Bulli bringt eine neue Frontpartie, eine neu gestaltetes Cockpit sowie aktualisierte Assistenzsysteme mit.

Bekannte Motoren

Starten wir aber mit dem, was bleibt. Der Multivan ist weiter in zwei Karosserielängen zu haben, der California kommt weiter immer in der Langversion.

Unverändert bleibt auch das Motorenangebot, das einen Turbodiesel mit 150 PS, einen Turbobenziner mit 204 PS sowie den PHEV-Allradler mit 245 PS umfasst.

Neues Gesicht und neue Farben

Neu hingegen ist das Gesicht, mit dem der Bulli in die Welt blickt. Geprägt wird das durch neu gestaltete LED-Scheinwerfer, die nicht nur größer geworden sind, sondern auch das Tagfahrlicht als LED-Streifen oben tragen und eine verbesserte Lichtausbeute bieten sollen. Verbunden werden die neuen Leuchten mit einer gläsernen Querspanne, die in höheren Ausstattungsvarianten zudem illuminiert ist. Die Belüftungsöffnungen für Klima und Motor wandern nach unten in den neu gezeichneten Stoßfänger. Hinzu kommen zwei horizontale Lufteinlässe und neue vertikale Air-Curtains ganz außen.

Nachgelegt hat VW auch beim Farbangebot. Neu sind drei Bicolor-Optionen sowie eine graue Mattlackierung. Zudem wurden sechs der 16 Farbkombinationen neu abgemischt. Neu designt hat VW ebenfalls fünf der 17-, 18- und 19-Zoll-Leichtmetallräder. Das Basisrad ist nun eine neue 17-Zoll-Stahlfelge; die 16-Zoll-Räder entfallen.

Cockpit neu gestaltet

Der renovierte Bulli glänzt aber auch mit inneren Werten. Im Cockpit wurde die Schalttafel neu gestaltet, das Touchdisplay des Infotainmentsystems ist jetzt freistehend angeordnet und auf 12,9 Zoll gewachsen. Unterhalb des Infotainmentsystems integriert sind beleuchtete Touchslider für die Audio- und Klimafunktionen. Wie im ID. Buzz, wird die Getriebeautomatik jetzt über einen Lenkstockschalter rechts an der Lenksäule bedient. Auf dem neuen Stand der Technik upgedated präsentieren sich das Digital Cockpit und das Infotainmentsystem.

Die Mittelkonsole des Multivan und California wurde ebenfalls neu gegliedert. Die Bedienung der optional elektrischen Schiebetüren und der Parkbremse erfolgt nun über Taster in der Mittelkonsole. Die induktive Ladeschale für Smartphones wird größer und mit nun 25 statt bisher 5 Watt deutlich leistungsstärker. Von 45 auf 60 Watt pro Stecker angehoben wurde die Ladeleistung der USB-C-Schnittstellen. Neben zwei vorderen USB-Anschlüssen finden sich serienmäßig weitere USB-C-Schnittstellen im Fond. Eine weiterentwickelte Ambientebeleuchtung inklusive beleuchteter Getränkehalter sorgt an Bord für eine besonders ansprechende Lichtstimmung. Die aktualisierte Standklimatisierung kann nun acht Stunden am Stück betrieben werden. Neu ist die optionale Memory- und Massage-Funktion für den Beifahrersitz.

Vis-à-Vis-Sitzkonfiguration

Zu den aufgewerteten Assistenzsystemen zählt der weiterentwickelte "Travel Assist", der unter anderem eine Ampelerkennung und auf der Autobahn einen assistierten Spurwechsel ermöglicht. Integriert ist zudem ein Notstopp-Assistent, der den Bulli bei Bedarf selbständig von der Fahrbahn lenkt und zum Stehen bringt.

Freuen dürfte Bulli-Fans die neue Sitzkonfigurations-Option. Erstmals gibt es für die achtsitzige Variante eine Vis-à-Vis-Version, bei der sich im Fond jeweils zwei mal drei Personen gegenübersitzen können. Multivan Life und Style sind in der zweiten Sitzreihe künftig mit zwei Armlehnen auf beiden Seiten anstatt nur auf einer Seite ausgestattet (Ausnahme: 8-Sitzer). Darüber hinaus ziehen neue Farben in den Innenraum des Multivans ein. Neu ist auch der Haltegriff auf der Beifahrerseite.

Preise steigen spürbar

Bestellt werden können die neuen Bulli-Versionen ab sofort. Der Multivan Trend startet bei 48.290 Euro netto (57.465 Euro brutto), der California Beach ist ab 55.535 Euro netto (66.087 Euro brutto) zu haben. Mit dem Facelift legen die Grundpreise also um rund 1.400 Euro respektive 3.300 Euro zu.

Fazit