Neuer Starter-Defekt mit Brandgefahr: BMW-Rückruf Februar 2026

BMW-Rückruf Februar 2026
Erneut können defekte Anlasser Brände auslösen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.02.2026
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BMW X5 xDrive50e
Foto: Hans-Dieter Seufert

BMW hat einen Rückruf ausgerufen, der 28.582 Fahrzeuge in Deutschland und 87.394 Fahrzeuge in den USA betrifft. Der Rückruf bezieht sich auf einen defekten Starter, der überhitzen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen kann. Betroffen sind mehrere Modelle, die BMW zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert hat. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht den Rückruf in Deutschland, in den USA ist die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) für die Überwachung zuständig.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Der aktuelle Rückruf betrifft eine Vielzahl von weltweit ausgelieferten BMW-Modellen:

  • BMW 2er Coupé (G42)
  • BMW 3er Limousine (G20)
  • BMW 3er Touring (G21)
  • BMW 3er China-Langversion (G28)
  • BMW 4er Coupé (G22)
  • BMW 4er Cabrio (G23)
  • BMW 4er Gran Coupé (G26)
  • BMW 5er Limousine (G30)
  • BMW 5er Touring (G31)
  • BMW 6er Gran Tourismo (G32)
  • BMW 7er Limousine (G11, G12)
  • BMW X3 (G01)
  • BMW X4 (G02)
  • BMW X5 (G05)
  • BMW X6 (G06)
  • BMW Z4 (G29)

Betroffen sind nicht nur Fahrzeuge aus dem genannten Produktionszeitraum, sondern auch Modelle, bei denen nachträglich ein fehlerhafter Anlasser eingebaut wurde. Die genaue Zuordnung der betroffenen Fahrzeuge erfolgt über die Fahrgestellnummer (VIN).

Wie wurde der Fehler entdeckt?

Der Fehler wurde durch regelmäßige Produktkontrollen und Kundenbeanstandungen identifiziert. Laut BMW führt ein Defekt im Magnetschalter nach sehr vielen Startvorgängen zu erhöhtem Verschleiß, wodurch der Anlasser versagen kann. Der Magnetschalter führt das Zahnrad am Anlassermotor an den Zahnkranz der Schwungscheibe, so dass der Startermotor diese andrehen kann. Ein Kurzschluss und eine anschließende Überhitzung des Starters sind nicht auszuschließen, was im schlimmsten Fall zu einem Brand führen könnte. Unfälle oder Personenschäden sind in diesem Zusammenhang bisher nicht bekannt.

Wie reagiert BMW?

Die betroffenen Fahrzeuge müssen in die Werkstatt, wo Mechaniker die defekten Anlasser tauschen. In einigen Fällen erfolgt zudem ein Austausch der Batterie, um sicherzustellen, dass die neue Starterkomponenten korrekt funktionieren. Der gesamte Prozess sollte je nach Fahrzeugmodell nicht länger als zwei Stunden dauern. Für die betroffenen Kunden ist der Rückruf kostenlos.

Abgrenzung Starter-Rückruf vom September 2025

Dieser Rückruf ist nicht mit dem Rückruf von BMW im September 2025 zu verwechseln. Der damalige Rückruf betraf zwar ebenfalls ein Problem am Anlasser, jedoch lag der Fehler dort in einer möglichen Korrosion durch ins Relais des Starters eindringendes Wasser. Auch dieser Rückruf betraf Hunderttausende Fahrzeuge weltweit, darunter 136.489 Fahrzeuge in Deutschland. Im Ergebnis war auch hier der Austausch des Anlassers notwendig, um Brandgefahr zu verhindern.

BMW 330 i Touring,
Achim Hartmann

Was passiert jetzt?

BMW benachrichtigt jetzt die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge. Der Hersteller empfiehlt, das Fahrzeug bis zur Reparatur nicht unbeaufsichtigt mit laufendem Motor zu lassen, insbesondere nach einem Remote-Start.

Fazit