12 Handstaubsauger im Test

Kleine Helfer gegen den Dreck

Handstaubsauger, Test, Kofferraum Foto: Ingolf Pompe 21 Bilder

Wie gut eignen sich Handstaubsauger für die Auto-Innenreinigung? Diese Frage beantwortet unser Test von 12 Geräten aus zwei Klassen. Die Preisspanne der Akkustaubsauger reicht dabei von 13 bis 247 Euro.

Staubsauger verursachen normalerweise nur ein maues Medienecho. Doch wenn sich die Europäische Union in ihrem Regulierungswahn die handlichen Haushaltsgeräte vorknöpft und ihnen quasi eine Tempobeschränkung verordnet, sieht das anders aus. Seit die EU zum Schutze unserer Ressourcen nur noch Geräte mit maximal 900 Watt erlaubt, wird in den Medien über den Nutzen der Vorschrift diskutiert. Wir beteiligen uns an der Diskussion und sagen, dass diese Verordnung gar nicht so verkehrt ist. Denn die Wattzahl allein sagt nicht viel über die Saugleistung der Geräte aus – nur etwas über die Höhe des Stromverbrauchs.

Weitere Faktoren bei Handstaubsaugern ausschlaggebend

Das ist die Erkenntnis aus einem Test mit 12 beutellosen Handstaubsaugern, den wir gemeinsam mit der Anwendungstechnik des Pflegemittelherstellers Dr. O.K. Wack Chemie in Ingolstadt durchführten. Zwar beeinflusst der Elektromotor die Saugleistung der Akkusauger, da er ein Gebläse antreibt, das den nötigen Unterdruck erzeugt. Doch für ein ordentliches Resultat sind noch andere Faktoren entscheidend. Zum Beispiel spielt die Strömungsoptimierung eine große Rolle, und die hängt von der Saugdüse, vom Saugrohr und vom Gehäuse des Gerätes ab. Ist das alles gut aufeinander abgestimmt, reichen bereits 65 Watt für eine gründliche Reinigung aus, wie der Test zeigt. Getestet haben wir keine Stielstaubsauger wie den AEG CX7-45ANI oder Bosch Zoo'o ProAnimal, sondern echte beutellose Handsauger für den Einsatz im Auto.

Dabei verlangt die Fahrzeugreinigung den Geräten einiges ab, was am feinen Autoteppich liegt oder den vielen Ecken, Kanten und kleinen Zwischenräumen in den Autos. So absolvierten die 12 Handstaubsauger ohne Einwegbeutel in Anlehnung an die Staubsauger-Prüfnorm DIN EN 60312-1 ein hartes Programm im Test. Wir gingen sogar weiter als die Norm und verwendeten nicht nur den anerkannten Teststaub, der den ganz normalen Alltagsdreck simuliert, sondern auch noch echte Hundehaare der Golden-Retriever-Hündin Lilly von Chefredakteur Ralph Alex. Da die Vierbeiner oft bei Fahrten dabei sind, hinterlassen sie auch in Teppich und Polstern ihre Haare – Schwerstarbeit für Staubsauger und den Dreck der in der Staubbox landen soll und dafür je nach Behältervolumen unterschiedlich viel Platz findet.

Akku oder Steckdose?

Die Staubsauger wurden in zwei Bereiche eingeteilt, da sie entweder über einen Akku oder einen Anschluss für die Zwölf-Volt-Steckdose verfügen. Welche die bessere Variante ist, lässt sich nicht sagen. Die guten Akkusauger beider Gattungen liegen in der Reinigungsleistung nicht weit auseinander – aber beim Preis. Während man für die kabelgebundenen Handstaubsauger in diesem Test zwischen 13 und 40 Euro investieren muss, sind es bei den Produkten mit Batterie zwischen 44 und 247 Euro.

Dass günstig nicht gleich schlecht sein muss, beweist der Handstaubsauger der Lidl-Hausmarke SilverCrest. Es zeigt zwar leichte Schwächen beim Alltagsdreck, doch bei Hundehaaren spielt das 13 Euro teure Produkt seine Stärken aus und holt verdient den zweiten Platz bei den kabelgebundenen Varianten vor den solide arbeitenden Saugern von Defort und Heyner. Nur das Gerät von Black + Decker ist in der Reinigung besser. Dem Straßenschmutz rückt der Handsauger konsequenter zu Leibe, und auch bei der Hundehaarentfernung kann sich der Akkusauger von der Konkurrenz absetzen. Wichtige Punkte für den Testsieg sammelt das Gerät auch mit dem geringen Stromverbrauch und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für nicht mal 40 Euro bietet Black & Decker eine üppige Ausstattung, die vom fünf Meter langen Stromkabel bis hin zu einem verstellbaren Saugrohr mit integrierter herausziehbarer Fugendüse reicht.

Eine ähnlich gute Ausstattung in dieser Sparte bietet nur noch der beutellose Handstaubsauger von Eufab, der als einziger mit einer rotierenden Bürste punktet. Grundsätzlich bringt sie gerade bei der Beseitigung starker Verschmutzungen (Hundehaare) Vorteile. Beim Eufab-Produkt konnten wir das jedoch nicht feststellen. Immerhin ist die Saugleistung noch ausreichend. Schlimmer sind die Verarbeitungsmängel und der hohe Stromverbrauch – das verhindert das Urteil „empfehlenswert“. Noch schlechter schneidet das Gerät von HP Autozubehör ab. Der Handstaubsauger fällt wegen der mangelhaften Saugleistung durch.

Akku-Handstaubsauger mit kurzer Laufzeit

Bei den Akku-Handstaubsaugern bestehen alle den Test, allerdings gibt es auch hier Licht und Schatten. Nur bedingt empfehlenswert ist der Akkusauger von Bosch und Rosenstein. Die Saugleistung sowohl bei hartnäckigen Hundehaaren als auch beim Straßendreck vermasselt ein besseres Urteil. Während die anderen Geräte das Reinigungskapitel mit „befriedigend“, „gut“ oder wie der Dyson-Sauger mit der Note „sehr gut“ abschließen, kommen Bosch und Rosenstein nicht über ein „ausreichend“ hinaus. Beim Rosenstein-Produkt sorgt noch der schwache Akku für eine Abwertung. Nur sieben Minuten hält er durch, was bei größeren Autos zur Innenraumreinigung kaum ausreicht. Mindestens zehn Minuten sollte ein Akku schaffen. Gut sind 20 Minuten oder mehr, abgesehen vom Philips-Gerät schafft der Rest diese Hürde – der Waeco-Sauger beeindruckt sogar mit einem Wert von 38 Minuten.

Dirt Devil M137 Gator
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  • Gründliche Tierhaarentfernung mit Turbobürstenaufsatz
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12 Handstaubsauger im Test

Diese Produkte haben wir getestet

Preis

Bestellmöglichkeit

Dirt Devil Gator 18V M137 (Testsieger)

58,90 Euro

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Dyson DC43H Animalpro

k.A.

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Philips Minivac FC6149

73,85 Euro

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Waeco PowerVac PV 100

56,07 Euro

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Bosch BKS4043 Wet & Dry

61,89 Euro

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Rosenstein & Söhne Handstaubsauger NC-4776-675

49,90 Euro

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Black + Decker Pivot Autohandstaubsauger PAV1205

69,54 Euro

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SilverCrest 12-V-Handstaubsauger SHS 12.0 A2

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Defort Autostaubsauger DVC-155

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Heyner CyclonicPower Pro

32,05 Euro

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Eufab Autostaubsauger Turbo Tiger

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HP Nass- und Trockenstaubsauger

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So wurde getestet

Die Anwendungstechnik des Pflegemittelherstellers Dr. O.K. Wack testete mit der Redaktion die Handstaubsauger in einem definierten Versuchsaufbau – angelehnt an die DIN-Norm EN 60312-1. Um den Test praxisnah zu gestalten, kamen neben dem genormten Teppichprüfstaub auch noch Hundehaare zum Einsatz. Beide Schmutzarten wurden in einer bestimmten Menge, die unter anderem abhängig von der Saugbreite des Gerätes war, mit einer Handwalze in einen typischen Autoteppich eingerieben. Dann erfolgten fünf Saugdurchgänge. Per Wiegemethode und Sichtkontrolle wurde das Ergebnis ermittelt.

Fazit

Den Sieg holt sich der Dirt Devil M137 Gator. Preis, passable Laufzeit und die gute Saugleistung dank rotierender Bürste überzeugen und machen diesen Handstaubsauger zum Testsieger. Knapp dahinter landet der Dyson DC43H Animalpro, das ebenfalls eine rotierende Bürste besitzt und die beste Saugleistung erzielt, aber teuer und vor allem in der zweiten Saugstufe zu laut ist. Das kostet den Sieg. Den verspielt auch der punktgleiche Philips Minivac FC6149. Der Grund: Die Akkuleistung ist mit 14 Minuten nur durchschnittlich.

Vor dem Kauf sollte man sich aber über die Verwendung im Klaren sein. Wer zum Beispiel ein großes Auto reinigen will, stößt womöglich mit dem falschen Akkusauger an die Grenzen des Gerätes. Dann lieber doch die kabelgebundene Variante, aber auch nur dann, wenn die Leitung lang genug und der Stromverbrauch niedrig ist – sonst ist die Autobatterie schnell leer.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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