Die Gerüchte über einen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes begleiten die Formel 1 nun schon einige Jahre. Der Niederländer selbst vermied es bisher hartnäckig, endgültig zu bestätigen, dass er 2027 bei Red Bull weitermacht. Eine Ausstiegsklausel würde ihm den Weg zur Konkurrenz freimachen. Doch aktuell scheinen die anderen Top-Teams einfach keinen Platz zu haben.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte in der Vergangenheit immer mal wieder mit einer Verpflichtung des nach Meinung vieler Experten besten Rennfahrers dieser Generation kokettiert. Doch die aktuelle Vertragslage mit Kimi Antonelli und George Russell verhindert offenbar den Mega-Deal. Im Interview mit Sky-Experte Ralf Schumacher bestätigte der Wiener, dass es bei der aktuellen Fahrerpaarung bleiben wird: "Wir haben offiziell noch nichts gesagt. Aber es ist die einzig Logische zum jetzigen Zeitpunkt."
Auch ohne Verstappen besitzt Mercedes aktuell schon einen Fahrer, der auf bestem Weg zum Titelgewinn ist. Vor dem Ungarn-Rennen (So. 13:30 Uhr auf Sky Sport F1) führt Kimi Antonelli das Klassement mit 45 Punkten an. George Russell kämpft noch mit der aktuellen Auto-Generation. An seinen Qualitäten gibt es aber auch keine Zweifel. Laut Wolff liegt das Problem nicht im Cockpit: "Wir müssen das Auto stabiler machen. Da jetzt damit zu beginnen, die Fahrer zu wechseln, wäre nicht das Richtige."

Aktuell ist der Weg zu Mercedes versperrt. Toto Wolff sieht aber kein Problem mit einer Fahrerpaarung Antonelli/Verstappen.
Rosberg und Hamilton waren schlimmer
Auch wenn der Teamchef aktuell zufrieden mit seinem Line-up ist, scheut er sich nicht vor Gedankenspielen. Die Kombination von Verstappen zusammen mit Antonelli hätte auch ihren Reiz: "Man muss Kimi Zeit zum Entwickeln geben. Max fährt an seinem Zenit. Er kann alles. Die beiden respektieren sich. Es sind unterschiedliche Generationen. Aber wenn man beide in einem Team hat, ist das natürlich eine völlig andere Ausgangssituation."
Wolff ist sich bewusst, dass die Harmonie, die aktuell mit Russell und Antonelli im Silberpfeil-Lager herrscht, durch eine Verstappen-Verpflichtung gefährdet werden könnte. Der Niederländer gibt sich bekanntlich nicht mit einem Nummer-2-Status zufrieden, auch wenn er dann erstmal der Neuling im Team wäre. "Es ist aber nicht so, dass ich mich davor fürchte", grinst Wolff. "Ich habe es schlimmer gehabt mit Rosberg und Hamilton. Heute würde ich das wahrscheinlich besser machen."
Sag niemals nie, lautetet also das Motto, wenn es um Verstappen geht. Dass Antonelli möglicherweise darunter leiden könnte, würde der Teamchef in Kauf nehmen: "Wir scheuen uns nicht, die beiden auch mal irgendwann in einem Team zu haben. Aber in der heutigen Konstellation sind wir happy, wie das zwischen Kimi und George mit der Dynamik läuft. Wir haben als Team große Fortschritte gemacht. Da jetzt eine Variable hinzuzufügen, wäre für unsere langfristige Entwicklung nicht das Richtige."












