Formel 1: Punktabzug für Budapest-Sieger Lando Norris

Fahrer-Noten GP Ungarn 2025
Leichte Abzüge für Sieger Norris

GP Ungarn 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.07.2026
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Lando Norris - McLaren - GP Ungarn 2026
Foto: McLaren

Kurz vor der Sommerpause wollten sich alle 22 Fahrer natürlich noch einmal in Bestform präsentieren. Doch bei der Abreise aus Budapest dürfte es einige lange Gesichter gegeben haben. Das Rennwochenende bei traditionell heißen Bedingungen hatte einige Opfer gefordert. Auch die FIA-Kommissare trugen zu einigen Stimmungsdämpfern bei.

Lewis Hamilton und Kimi Antonelli deuteten in den Freien Trainings eine starke Pace an. Beide wurden aber schon mit Startplatzstrafen nach der Qualifikation aller Siegchancen beraubt. Auch Lando Norris sah trotz eines bemerkenswerten Speeds lange nicht wie der Sieger aus. Eine verkorkste Startrunde brachte Teamkollege Oscar Piastri nach vorne. Und Norris sah lange Zeit nur den Heckflügel des Schwesterautos.

Nur ein Fahrer lieferte ein makelloses Wochenende ab: Nico Hülkenberg hielt im Qualifying die Nerven zusammen, gewann das Teamduell und schaffte den Q3-Einzug. Obwohl sein Audi am Start wieder etwas bockte, schnappte sich der Rheinländer am Ende wenigstens noch einen der beiden Racing Bulls. Zur Belohnung gab es die ersten zwei WM-Punkte des Jahres und die Bestnote in unseren Einzelkritiken.

Formel 1 - GP Belgien 2026 - Audi - Nico Hülkenberg
Audi

Fahrernoten GP Ungarn 2026

Wir haben alle 22 Piloten in der Einzelkritik:

Lando Norris – Note: 09/10

Pole-Position und Rennsieg – der Hungaroring ist die Sahne-Strecke von Lando Norris. Mit der verkorksten Startrunde machte sich der Weltmeister das Leben aber unnötig schwer.

Max Verstappen – Note: 09/10

Nur der Dreher in der Qualifikation verhinderte die Bestnote für Verstappen. Mit dem bockigen Red Bull auf Rang zwei zu landen, das schafft nur ein Rennfahrer auf diesem Planeten.

Andrea Kimi Antonelli – Note: 08/10

Auch Antonelli konnte die Kohlen dieses Mal nicht aus dem Feuer holen. Die Quali-Strafe war unglücklich. Im Rennen ging es nur dank der Ferrari-Pannen doch noch aufs Podium.

Charles Leclerc – Note: 07/10

Bei Leclerc schien der Knoten in Silverstone und Spa geplatzt zu sein. In Budapest erlebte er wieder einen kleinen Rückschritt. Nur eine Strafe brachte ihn vor den Teamkollegen.

Lewis Hamilton – Note: 08/10

Von der Pace her hätte Hamilton viel mehr verdient gehabt als Platz 5. Zwei unglückliche Strafen und eine fragwürdige Strategie kosteten ihn am Ende ein sicher geglaubtes Podium.

Isack Hadjar – Note: 06/10

Hadjar hat sich diese Saison viel Lob verdient. Bis zur Quali hielt er in Budapest noch einigermaßen mit Verstappen mit. Im Rennen fehlte dann mehr als eine halbe Sekunde pro Runde.

George Russell – Note: 06/10

Russell war wieder nur der zweitbeste Mercedes-Pilot. Für das Startproblem konnte er aber nichts. Bei der Aufholjagd durchs Feld bis auf P7 zeigte der Brite, dass er noch nicht aufgibt.

Liam Lawson – Note: 07/10

In der Qualifikation setzte es eine herbe Niederlage. Mit einer starken Startrunde riss Lawson das Ruder dann aber herum. Wenn es um Punkte geht, ist der Kiwi immer zur Stelle.

Nico Hülkenberg – Note: 10/10

Q3-Einzug und erste WM-Punkte – Hülkenberg erwischte ein echtes Sahne-Wochenende. Mit einer offensiven Strategie und einer starken Rennpace kämpfte er am Ende Lindblad nieder.

Arvid Lindblad – Note: 07/10

Nach dem verpassten dritten Training war der achte Startplatz eine Sensation. Im Rennen verpatzte Lindblad den Start. Am Ende musste er sich auch Hülkenberg geschlagen geben.

Gabriel Bortoleto – Note: 07/10

Trotz mittelmäßiger Quali und einer anspruchsvollen Einstopp-Strategie verpasste Bortoleto den letzten WM-Punkt am Ende um weniger als eine Sekunde. Da war mehr drin.

Pierre Gasly – Note: 07/10

Auch Gasly konnte nicht verhindern, dass Alpine den fünften WM-Platz an die Racing Bulls abgeben musste. Das Auto fällt im Mittelfeld-Vergleich immer weiter zurück.

Lance Stroll – Note: 07/10

Stroll wachte erst im Rennen auf, als er mit einer aggressiven Strategie nicht nur das Teamduell gewann, sondern auch die Haas, die Williams und Colapinto hinter sich ließ.

Fernando Alonso – Note: 08/10

Kaum gibt es mit dem runderneuerten Aston Martin wieder etwas zu holen, zeigt Alonso das alte Feuer. Der erste Q3-Einzug für Aston Martin des Jahres zeigte den Fortschritt des Upgrades.

Franco Colapinto – Note: 05/10

Colapinto begann das Rennen in Budapest direkt hinter seinem Teamkollegen. Im Ziel fehlte eine halbe Runde. Und die beiden Aston Martins lagen auch noch dazwischen.

Esteban Ocon – Note: 08/10

Nach einer guten Quali und einem starken Start fand sich Ocon plötzlich auf P12 wieder. Die Performance des Haas ließ den Traum von WM-Punkten dann aber schnell zerplatzen.

Alexander Albon – Note: 06/10

Die High-Downforce-Strecke in Budapest hat die Schwächen des Williams offengelegt. Albon fand keine gute Balance und keinen Rhythmus, gewann aber das interne Duell im Rennen.

Carlos Sainz – Note: 05/10

Auch Sainz setzte keine Glanzlichter. Er gewann immerhin das interne Duell in der Qualifikation. Im Rennen kam es zum unnötigen Kontakt mit Piastri. Das Team hätte ihn warnen können.

Oliver Bearman – Note: 06/10

Bearman fand in Budapest kein Vertrauen in sein Auto. Ausnahmsweise spielte der Youngster bei Haas mal nur die zweite Geige. Negativer Höhepunkt war ein Dreher im Rennen.

Oscar Piastri – Note: 07/10

Bei Piastri war es andersherum. Ohne den guten Start und die Führungsrunden wäre die Bewertung noch schlechter ausgefallen. Der Australier hatte nie die Pace des Teamkollegen.

Sergio Pérez – Note: 06/10

Die beiden Cadillac-Piloten kämpften in Budapest auf verlorenem Posten. Pérez wurde schon im FP3 von einem Brake-by-Wire-Defekt gestoppt. Im Rennen brach die Aufhängung.

Valtteri Bottas – Note: 06/10

Für den Sieg im Quali-Duell kann sich Bottas nichts kaufen. Im Rennen war nach 13 Runden mit überhitzenden Bremsen Schluss, obwohl Cadillac extra die Kühlung überarbeitet hatte.