12/2020, Subaru WRX STi Gymkhana Travis Pastrana Subaru USA
12/2020, Subaru WRX STi Gymkhana Travis Pastrana
10/2020, Subaru WRX STi Gymkhana Travis Pastrana
10/2020, Subaru WRX STi Gymkhana Travis Pastrana
10/2020, Subaru WRX STi Gymkhana Travis Pastrana 31 Bilder

Gymkhana 11: Subaru WRX STi für Travis Pastrana

Subaru WRX STi für Travis Pastrana Gymkhana 11 ist raus - und es ist spektakulär!

In seiner Heimstadt Annapolis zeigt Travis Pastrana, wozu er und sein WRX STi in der Lage sind. Der Subaru driftet, qualmt und brüllt bis zur Schmerzgrenze. Der neue BRZ ist auch dabei.

Ist das wirklich schon so lange her? Ja, ist es! 2008, vor bereits zwölf Jahren also, driftete Ken Block kunstvoll über ein Flughafen-Gelände. Sein Sportgerät damals: ein über 530 PS starker Subaru WRX STi. Auch im zweiten Teil stellten die Japaner das passende Auto, bevor Ken Block den Autopartner wechselte und in den nächsten acht Teilen die Reifen diverser Ford-Modelle schredderte. Nun kehrt die Gymkhana-Videoserie in mehrerlei Hinsicht zu ihren Wurzeln zurück – mit Subaru als offiziellem Auto-Ausrüster.

Zentrale Neuerung ist der Fahrer. Diesmal greift Travis Pastrana ins Lenkrad. Der multitalentierte Extremsportler bewegt sich dabei auf bekanntem Terrain: Seine Heimatstadt Annapolis im US-Bundesstaat Maryland dient als Kulisse für Gymkhana 11. Das Video ist nun in voller Länge auf dem Youtube-Kanal von Hoonigan, der Auto-Stunt-Marke des Gymkhana-Pioniers Ken Block, zu sehen. Und es zeigt sich: Die Macher haben nicht zu viel versprochen.

Sprünge, Drifts und Highspeed-Attacken

Der 9:30 Minuten lange Clip beginnt mit Pastranas Einfahrt in seine Heimatstadt. Was wirkt wie die Einfahrt eines Streitwagens ins alte Rom, wandelt sich nach der Ouvertüre in den Anfang einer Rallye-WP. Pastrana startet aber kein Rennen gegen die Zeit, sondern nimmt Anlauf für einen der spektakulärsten Stunts: Ein etwa 30 Meter weiter Sprung im Yachthafen von einem Ufer zum anderen, während zeitgleich ein Cigarette-Rennboot auf dem Wasserweg unter dem Auto herfährt.

12/2020, Subaru WRX STi Gymkhana Travis Pastrana
Subaru USA
Travis Pastrana statt Ken Block: In Gymkhana 11 zeigt ein anderer Fahrer seine Drift-Künste.

Während Pastrana so durch die Innenstadt von Annapolis driftet, erstaunt er sowohl das Publikum als auch die Polizei, die ihm später außerhalb der Stadtgrenzen mit Radarpistole auflauert – und nicht weniger als 144 mph (knapp 232 km/h) misst. Ein weiterer Schauplatz ist ein kleiner Flugplatz mit Donut-Session im Hangar. Auch das eine Reminiszenz an den ersten Teil, in dem Ken Block ähnliche Kunststücke vollführte. Aber ein Drift, bei dem ein Hinterrad über die Kaimauer hinausrutscht und das Auto – natürlich mit voller Absicht – unsanft auf dem Schweller landet, hatte der Gymkhana-Großmeister damals nicht gezeigt.

Mit Karbon-Karosse und wildem Aero-Paket

Block hatte damals aber auch nicht ein derart wildes Einsatzauto zur Verfügung. Die Motorsport-Abteilung der US-amerikanischen Subaru-Dependance hat für Pastrana zusammen mit der Firma Vermont Sports-Car extra einen WRX STi für Gymkhana 11 aufgebaut. Man muss gar nicht mal so genau hinschauen, um zu sehen, dass der Bolide mit einem Serienauto nur noch die Silhouette gemeinsam hat. An die Vollkarbon-Karosserie steckten die Partner ein umfassendes Aerodynamik-Paket, dass keinerlei Regel-Beschneidungen folgen musste und aus einer Limousine den nach eigener Aussage "wildesten STi aller Zeiten" macht. Beim Farb-Design stimmt die Ankündigung schonmal: Der Subaru ist mindestens so bunt wie die letzten Gymkhana-Boliden auf Ford-Basis.

Die aggressive und aktiv gesteuerte Bespoilerung musste zuvor im Windkanal beweisen, dass sie bei einer Gymkhana-Session hilfreich sein kann. Subaru zufolge wurde beim Aufbau eines Gymkhana-Autos noch nie so viel Entwicklungsarbeit in die Aerodynamik investiert. Die Rennfelgen der Marke Method tragen übrigens Reifen von Yokohama.

Getunter Turbo-Boxer mit 2,3 Litern Hubraum

Dass der Turbo-Boxer des WRX STi nicht im Serienzustand blieb, ist ebenfalls nicht zu übersehen. Im Gymkhana-Video hat Subaru nun auch erstmals dessen technische Daten verraten. Der mit einem Billet-Motorblock aufgerüstete und auf 2,3 Liter Hubraum aufgebohrte Turboboxer leistet 874 PS und liefert ein maximales Drehmoment von 900 Newtonmetern. Zum Vergleich die Daten des serienmäßigen Subaru WRX STi: 314 PS und 393 Newtonmeter. Auch die Drehfreude zeigt sich verbessert: Der rote Bereich startet jetzt erst bei 8.000 Umdrehungen.

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Subaru of America, Inc.
Der Auspuff mit zwei unterschiedlich großen Endrohren ragt vorne aus dem Motorraum heraus.

Eine ungewöhnliche Lösung zeigt sich beim Auspuff: Bei Driftautos ist es zwar nicht unüblich, dass dieser an der Front nach außen tritt. Dass er aber nach oben quasi durch die Motorhaube stößt und auch noch zwei unterschiedlich große Rohre präsentiert, sieht man so auch nicht alle Tage. Dem Fahrwerk haben die Entwickler besonders lange Federwege spendiert; das hilft bei den zahlreichen Sprüngen, die im neuen Gymkhana-Video zu sehen sind.

Travis Pastrana statt Ken Block

Schließlich haben Subaru und Vermont SportsCars dem WRX STi auch noch ein renntaugliches Interieur verpasst. Umgeben von einem Überroll-Käfig sind hier ebenfalls viel Karbon und ein Vollschalensitz mit Renngurten zu sehen. Vielfältige Einstellmöglichkeiten bieten sich am Lenkrad und auf einer zwischen den Fußräumen platzierten Konsole. Neben dem Schalthebel findet sich jener für die Handbremse, um in den richtigen Momenten Driftimpulse auf die Hinterachse zu geben. Ein Digitalinstrument hinter dem Volant, ein Driftmeter unter dem Armaturenbrett und ein bunter Aufkleber auf demselben runden das rennige Interieur ab.

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Fazit

Dieser Subaru WRX STi soll dafür gebaut worden sein, "Dinge zu tun, die von keinem Gymkhana-Auto je verlangt worden sind." Und tatsächlich: Fahrer und Auto liefern in Gymkhana 11 eine spektakuläre Show. Und Travis Pastranas Gesichtsausdruck in manchen Momenten zeigt: Einige Stunts haben den Fahrer echte Überwindung gekostet.

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