Die Übernahme der Rechte bringt nicht nur den neuen Namen BMW ALPINA mit sich, sondern auch einen neuen Schriftzug am Heck der Autos. Bisher stand der Markenname Alpina links, das BMW-Emblem in der Mitte und die Modellbezeichnung rechts. Nun wandert der neue Schriftzug BMW ALPINA in die Mitte des Hecks. Doch die entscheidende Frage, die Besitzer der bisherigen Fahrzeuge nun umtreibt, lautet eher: Wo bringe ich meinen Alpina in die Werkstatt? Nun – für die Besitzer bisheriger Modelle gibt es vorerst keine großen Veränderungen.
Laut der Stellungnahme eines Pressesprechers der BMW Group können die Halter ihre Autos weiterhin zu einem BMW-Händler oder nach Buchloe zum einstigen Hauptsitz bringen. Die bis 2025 gebauten Alpinas sollen hier weiter instand gehalten und mit Ersatzteilen versorgt werden. Die Sparte Classic wird ebenfalls weiterhin im Ostallgäu betreut. Genauere Informationen zur künftigen Ausrichtung der Marke gibt es bislang nicht.
Bekannte Alpina-Modelle
Alpina ist schon lange keine BMW-Tuning-Schmiede mehr, sondern hat sich über Jahrzehnte hinweg als eigenständiger Automobilhersteller etabliert. Alles begann 1965 mit den ersten Modifikationen an BMWs. Inzwischen baut das Unternehmen Fahrzeuge, die Leistung und Luxus vereinen und auf ihre eigene Weise interpretieren. Die Fahrzeuge sollen sowohl auf der Rennstrecke, als auch im Alltag überzeugen. Trotz der Umbauten gelang es Alpina, das Gesicht der BMWs zu wahren und sie dennoch auf ein neues Niveau zu heben.

Das ist der neue Schriftzug.
Alpina B3 (G20/21)
Der B3 kommt als Limousine oder Touring und basiert auf dem BMW 3er. Sein 3-Liter-Sechszylinder leistet zunächst 462 PS und später 495 PS. Das sportlich abgestimmte Fahrwerk sorgt in Kombination mit dem Allradantrieb für hohe Fahrdynamik. Mit der Modellpflege 2024 steigerte sich die Leistung sogar auf 529 PS. Zum 50. Jubiläum von BMW Südafrika baute Alpina ein exklusives Sondermodell für diesen Markt.
Alpina B5 (G30/31)
Der Alpina B5 der dritten Generation wird von einem 4,4-Liter-V8-Biturbo-Motor angetrieben, der zwischen 608 PS und 634 PS leistet. Der Kombi erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h und beschleunigt in 3,4 Sekunden auf 100 km/h. 2020 wurde der B5 überarbeitet, und 2023 erschien der B5 GT, eine limitierte Version mit 634 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h. Die Produktion des B5 lief bis 2024, wobei der GT bis Februar 2024 verfügbar war.
Alpina B7 (G12)
Der Alpina B7 wurde von 2016 bis 2022 produziert und basiert auf dem BMW 7er. Mit einem V8-Motor, der zwischen 564 PS und 608 PS leistet, bietet der B7 eine beeindruckende Leistung – in nur 3,6 bis 3,8 Sekunden beschleunigt er auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 bis 330 km/h. 2019 wurde das Modell überarbeitet, und die Produktion endete 2022 ohne einen direkten Nachfolger. Der B7 war als Limousine erhältlich und bot eine ausgewogene Mischung aus Leistung und Luxus.
Alpina XD3 (G01)
Der Alpina XD3 der zweiten Generation basiert auf dem BMW X3. Angetrieben von einem 3,0-Liter-Dieselmotor mit Quadturbo-Aufladung, leistet der XD3 zwischen 388 PS und 394 PS. Das SUV beschleunigt in 4,6 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 267 km/h. 2021 wurde das Modell überarbeitet, behielt jedoch seine Leistung bei.
Alpina XD4 (G02)
Der Alpina XD4 ist die sportliche Ausführung des BMW X4. Er nutzt den gleichen 3,0-Liter-Diesel-Quadturbomotor wie der XD3. Auch die Leistungsdaten sind etwa dieselben. Der Allradantrieb und das 8-Gang-Automatikgetriebe sorgen für eine dynamische Fahrweise, während der kombinierte Dieselverbrauch von 7,2 Litern auf 100 km die Effizienz nicht aus den Augen verliert. 2021 erhielt der XD4 eine Überarbeitung und basiert seitdem auf der neuen Version des X4.





