Bis Sonntag 28.6.: Erste große Autobahn wegen Hitzeschäden gesperrt

Blow-ups und Schäden auf allen Spuren
Erste große Autobahn wegen Hitzeschäden gesperrt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.06.2026
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Straßenschäden durch Blow-ups
Foto: Canva

Nach Angaben der Autobahn GmbH soll die Sperrung voraussichtlich bis zum späten Sonntagnachmittag (28.06.2026) bestehen bleiben.

Hohe Temperaturen haben auf der A2 östlich von Magdeburg erhebliche Schäden an der Fahrbahn verursacht. Betroffen sind nach Angaben der Autobahn GmbH der Lastfahrstreifen und der Standstreifen. Zusätzlich wurden an beiden Überholspuren Vorschädigungen festgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde der Abschnitt zwischen Burg-Ost und Burg-Zentrum am Donnerstag gegen 9:00 Uhr vollständig gesperrt.

Die Sperrung betrifft ausschließlich die Fahrtrichtung Hannover. Die letzte Möglichkeit, die Autobahn vor dem gesperrten Bereich zu verlassen, besteht an der Anschlussstelle Theeßen. Weiträumige Umleitungen werden bereits ab dem Berliner Ring über das Autobahndreieck Potsdam und die A9 eingerichtet.

Reparatur soll bis Sonntag abgeschlossen sein

Die beschädigten Betonplatten werden vollständig entfernt und anschließend durch Asphalt ersetzt. Wegen der Bauarbeiten und der erforderlichen Auskühlzeit des neuen Fahrbahnbelags rechnet die Autobahn GmbH derzeit mit einer Wiederfreigabe am späten Sonntagnachmittag.

Während der Arbeiten müssen Autofahrer mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Auch auf den Ausweichstrecken rund um Burg sowie entlang der Bundesstraße 1 wird ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erwartet.

Mehrere Autobahnen bereits von Hitzeschäden betroffen

Die Sperrung auf der A2 ist nicht der erste Fall der aktuellen Hitzewelle. Bereits am 20.06.2026 mussten auf der A1 zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein Schäden an der Fahrbahn beseitigt werden. Der Abschnitt wurde nach Abschluss der Reparaturarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben.

Ebenfalls am 20.06.2026 wurden auf der A13 in Brandenburg zwischen Duben und Freiwalde hitzebedingte Fahrbahnschäden festgestellt. Dort gilt weiterhin Tempo 30, außerdem bleibt der linke Fahrstreifen gesperrt. Die Autobahnmeisterei überwacht die Entwicklung und prüft weitere Maßnahmen.

Mit der Vollsperrung der A2 ist nun auch eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen Deutschlands betroffen. Nach Angaben der Autobahn GmbH werden ältere Betonfahrbahnen derzeit bundesweit verstärkt kontrolliert, da anhaltende Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius das Risiko weiterer Schäden erhöhen können.

Warum sich Autobahnen bei Hitze anheben können

Vor allem ältere Betonfahrbahnen reagieren empfindlich auf extreme Temperaturen. Dehnt sich der Beton stark aus und reicht der Platz in den Fugen nicht mehr aus, können sich einzelne Fahrbahnplatten innerhalb kurzer Zeit anheben. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannten Blow-ups.

Solche Schäden stellen insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Deshalb werden betroffene Strecken häufig sofort gesperrt oder zunächst mit starken Geschwindigkeitsbeschränkungen versehen, bis die Schäden beseitigt sind.

Fazit