Mazda verfolgt bei der Transformation zur Elektromobilität einen Multi-Solution-Ansatz, der verschiedene Antriebstechnologien kombiniert. Laut CEO Masahiro Moro ist es entscheidend, flexibel zu bleiben, um auf unterschiedliche Marktanforderungen reagieren zu können. So bietet Mazda neben reinen Elektrofahrzeugen (BEVs) weiterhin optimierte Verbrennungsmotoren und Hybridsysteme an. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie Toyota spielt dabei eine zentrale Rolle. Die von Toyota entwickelte EE-Architektur kommt beispielsweise im neuen CX-5 zum Einsatz und ermöglicht eine effizientere Integration von Softwarelösungen.
Kooperationen als Schlüssel zur Transformation
Eine zentrale Säule von Mazdas Strategie ist die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Mit Toyota teilt sich Mazda technologische Ressourcen für Fahrerassistenzsysteme und Software. Ebenso wichtig ist die Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Changan. Diese Kooperation hat bereits zur Entwicklung der Modelle Mazda 6e und CX-6e geführt, die innerhalb von nur zwei Jahren entstanden sind. Moro betont, dass er die entscheidende Rolle der staatlichen Unterstützung für die schnelle Entwicklung des chinesischen Elektrifizierungsmarktes erkannt habe.
Der nahezu CO₂-neutrale Verbrennungsmotor
Mazda verfolgt weiterhin ambitionierte Ziele im Bereich der Verbrennungsmotoren. Ein Konzept kombiniert klimaneutrale Kraftstoffe mit einem CO₂-Abscheidesystem. Dieses System fängt einen Teil des ausgestoßenen Kohlendioxids direkt im Fahrzeug ab und speichert es. Laut Moro könnte man bei optimaler Nutzung beider Technologien den CO₂-Anfall "fast komplett auf null herunterfahren". Ein solches System wird bereits in einem Langstrecken-Rennwagen erprobt, wo bei Tests in einem Monat 804 Gramm CO₂ aufgefangen wurden. Dieser Ansatz könnte eine nachhaltige Alternative darstellen.
Prognosen bis 2030: Vorsicht statt Überhastung
Während viele Hersteller bis 2030 einen hohen Anteil an BEVs anstreben, hat Mazda seine Prognose angepasst und rechnet nun mit einem weltweiten Anteil von 15 %. Dieser vorsichtige Ansatz basiert auf Markteinschätzungen und berücksichtigt regionale Unterschiede. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in die Weiterentwicklung von Hybridsystemen sowie in den neuen Skyactiv-Z-Motor, der die Euro-7-Norm erfüllen wird.





