Der kleinste „Panzer“ der Bundeswehr: Der Rabe ist unzerstörbar

Der kleinste „Panzer“ der Bundeswehr
DER ist unzerstörbar

ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.08.2026
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Rabe
Foto: Bundeswehr/Sebastian Wilke

RABE steht für "Roboter zur Aufklärung, Beobachtung und Erkundung". Genau dafür ist der Kleine auch gedacht. Er kann Räume, Gebäude oder andere schwer einsehbare Bereiche erkunden, bevor Soldaten hineingehen.

Den Raben kann man werfen

Vorsichtig behandeln muss man den "Raben" nicht. Er ist so konstruiert, dass er einfach in ein Gebäude geworfen werden kann. Auch einen Sturz aus fünf Metern Höhe soll er ohne gravierende Schäden überstehen. Genau auf diese Robustheit bezieht sich die Bezeichnung "unzerstörbar".

Bleibt der Roboter nach einem Wurf auf dem Rücken liegen, kommt er trotzdem weiter. Bewegliche Ausleger an den Seiten können ihn wieder auf die Ketten drehen.

"Tank-Turn" und Treppen kein Problem

Für den kleinen Roboter sind auch Treppen kein grundsätzliches Hindernis. Er schafft bis zu 18 Zentimeter hohe Stufen und Steigungen von 35 Grad. Die beiden Ketten lassen sich unabhängig voneinander antreiben, sodass er auch den berühmten "Tank"-Turn – also das Drehen auf der Stelle – wie seine großen Vorbilder ausführen kann. Hilfreich in engen Fluren und Räumen.

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Der RABE ist 2,5 Kilo schwer, 38,1 Zentimeter lang und gerade einmal 10,2 Zentimeter hoch. Damit ist er das leichteste und zugleich niedrigste Landfahrzeug der Bundeswehr. Zwei elektrisch angetriebene Ketten bringen ihn auf maximal 5,5 km/h.

Vier Kameras schauen sich im Raum um

Für die Aufklärung hat der RABE vier Kameras an Bord. Ihre Bilder werden per Funk auf die Bedieneinheit übertragen. Eine zusätzliche Schwachlichtkamera hilft bei schlechten Lichtverhältnissen.

Zur Ausstattung gehören außerdem Mikrofon und Lautsprecher. Für dunkle Räume gibt es einen zusätzlichen Beleuchtungsaufsatz. Darin steckt auch ein Stroboskop, dessen schnell blinkendes Licht Personen vorübergehend in ihrer Sicht beeinträchtigen kann. Eine Waffe trägt der RABE nicht.

Rabe
Bundeswehr/Sebastian Wilke

Sechs Stunden mit einem Akku

Mit einer Akkuladung kann der RABE bis zu sechs Stunden arbeiten. Wasser und Staub machen dem geschlossenen System nichts aus. Der vorgesehene Temperaturbereich reicht von minus 19 bis plus 48 Grad Celsius.

Im freien Gelände wurde bei der Einführung eine Funkreichweite von bis zu 200 Metern angegeben. In Gebäuden fällt die Reichweite je nach Bauweise geringer aus. Mehrere Roboter können dabei auch als Relais dienen und die Funkverbindung weiterreichen.

Entwickelt wurde die Technik in den USA

Die Basis des RABE kommt aus den USA. Hinter dem Bundeswehr-System steckt der 110 FirstLook, ein kleiner Aufklärungsroboter, der ursprünglich aus der Robotiksparte von iRobot stammt. Später wurde diese Sparte als Endeavor Robotics weitergeführt. Für den Einsatz bei der Bundeswehr wurde die Technik angepasst, unter anderem mit der zusätzlichen Schwachlichtkamera.

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