Kampfpreis gegen Krise: BMW iX3 in China 29.000 Euro billiger als bei uns

Langversion des Neue-Klasse-E-SUV
BMW iX3 in China 29.000 Euro billiger

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.08.2026
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In China kommt der Neue-Klasse-SUV als iX3 L mit rund elf Zentimeter mehr Radstand und Länge in drei Versionen auf den Markt. Er bietet vor allem im Fond deutlich mehr Platz als das Euro-Modell und bei den Topversionen nutzt BMW den längeren Raum zwischen den Achsen für eine etwas größere Batterie; im Einstiegsmodell, um eine günstigere Batterie mit geringerer Energiedichte unterzubringen.

Modellvarianten für China

Der iX3 30L beginnt bei umgerechnet 34.323 Euro. Anders als die Einstiegsversion iX3 40 in Europa für 63.400 Euro hat die Basis-Variante in China allerdings eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit lediglich 77 kWh (Reichweite nach CLTC: 630 km). Der iX3 40 in Deutschland trägt hingegen NMC-Rundzellen im Fahrzeugboden, kommt auf 82,6 kWh (637 km nach anspruchsvollerem WLTP) und braucht für die Ladung von 10 auf 80 Prozent nur 21 statt 22 Minuten, wobei er in dieser Zeit etwa 4 kWh mehr in den Akku pumpt. Die Leistung gibt BMW für Europa mit 320 PS an, in China liegt sie offenbar nur bei 265 PS.

Der iX3 40L Xdrive kostet in China umgerechnet mindestens 38.110 Euro. Im Gegensatz zum europäischen iX3 40 in Europa für 63.400 Euro hat der 40 L zwei Motoren, Allradantrieb und 374 PS. Die Batterie hat eine Kapazität von 86,9 kWh, also 4,3 mehr als bei der Euro-Version. Die CLTC gibt BMW mit 702 Kilometer an, die Ladezeit von 10 % auf 80 % mit ca. 21 Minuten.

Der iX3 50L xDrive beginnt bei umgerechnet 43.194 Euro. Seine zwei Motoren leisten 469 PS – wie beim Europa-Modell für 70.900 Euro. Allerdings hat die China-Variante einen größeren NMC-Akku (113 statt 108,7 kWh), was ihr eine CLTC-Reichweite von 919 Kilometern beschert, während BMW die schwer vergleichbare WLTP-Reichweite mit 805 km angibt.

Reichhaltige Ausstattung

BMW wirbt auch in China mit der neuen 800-Volt-Plattform und den modernen Fahrassistenzsystemen. "Fahrassistenz Pro" sei für die Stadt drei Jahre lang kostenlos, für die Autobahn acht Jahre. Das entspricht laut BMW einem Ausstattungswert von gut 2.500 Euro.

Der integrierte KI-Assistent arbeitet in China auf Basis des Sprachmodells von Alibaba, die BMW-Navigation ist auf Gaode (Navi-App von Alibaba) angepasst. Beheizbares Lenkrad, beheizbare Vorder- und Rücksitze, belüftete Vordersitze, Fahrersitzmassage, Drei-Zonen-Klimaautomatik und Harman/Kardon High-Fidelity-Soundsystem gehören in China zur Serienausstattung der gesamten Modellreihe.

Xiaomi und Tesla sind günstiger

Preise und Serienausstattung des iX3 klingen aus europäischer Perspektive paradiesisch. Vor allem, wenn man bedenkt, dass bei der Basisversion zwar der leicht kleinere LFP-Akku und etwas weniger Leistung einen niedrigeren Preis rechtfertigen würde, aber selbst beim Einstiegsmodell das bessere Platzangebot und die reichhaltige Ausstattung genauso für einen Aufschlag gut wären.

Vermutlich kann BMW den iX3 in Shenyang günstiger herstellen als in Debrecen (Ungarn). Trotzdem könnten die Verkaufspreise in China zu hoch sein, um die jüngst erlittenen Absatzdellen ernsthaft zu glätten: Der Super-Besteller Xiaomi YU 7 (mehr als 300.000 Bestellungen am Tag des Verkaufsstart) kostet in der 315-PS-Basisversion mit 96,2-kWh-LFP-Akku umgerechnet etwa 32.300 Euro. Damit ist der BMW trotz kleinerem Akku und 50 PS weniger etwa 2.000 Euro oder 6 Prozent teurer. Auch das nach wie vor gefragte Tesla Model Y ist in China rund 1.000 Euro billiger (ab ca. 33.500 Euro) zu haben.

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