E-Auto-Förderung nach Marken: Kann VW China und Tesla kontern?

E-Auto-Förderung nach Marken
Kann VW China und Tesla kontern?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.07.2026
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Elektroauto-Förderung E-Auto Prämie
Foto: deepblue4you via Getty Images

Bundestagsabgeordneter Julian Joswig (Grüne) hat die Zahlen als Antwort seiner Kleinen Anfrage von der Bundesregierung erhalten. Demnach profitiert Tesla mit großem Abstand am stärksten von der neuen staatlichen E-Auto-Prämie (Hier gehts zur großen Themenseite "E-Auto-Förderung"). Bis Ende Juni wurden nach den Angaben der Bundesregierung 2.086 Förderanträge für Tesla-Fahrzeuge bewilligt. Damit liegt Tesla bei mehr als dreieinhalbmal so vielen bewilligten Förderungen wie Volkswagen.

Skoda ist die beste VW-Marke

Ein Blick auf die Top 10 der geförderten Marken offenbart auch die weitere Beliebtheit bei den Kunden. Die tschechische VW-Marke Skoda belegt Rang 2 des Rankings und kann 1.197 Anträge auf sich vereinen. Auch die VW-Tochter Seat/Cupra kontert die Stammmarke deutlich aus: Platz 4 mit 712 Anträgen – die Wolfsburgernkommen auf lediglich 593 geförderte E-Autos.

Auffällig ist zudem, dass nicht nur die südkoreanischen Elektromarken Hyundai und Kia, sondern auch der chinesische Hersteller Leapmotor Volkswagen den Rang abläuft. Doch nicht nur Volkswagen als deutscher Vertreter schneidet "übersichtlich" ab. BMW und Opel rangieren zwar in den Top 10, doch müssen sie sich BYD oder Citroën geschlagen geben.

Auffällig ist dennoch der hohe Förderanteil einiger chinesischer Hersteller an den Gesamt-Zulassungen. Nach Darstellung der "Süddeutschen Zeitung" wurden von den rund 7.800 im ersten Halbjahr zugelassenen Leapmotor-Fahrzeugen bereits 613 gefördert. Volkswagen setzte im gleichen Zeitraum rund 50.000 Elektroautos ab, erhielt bisher aber lediglich die o.g. 593 bewilligte Zuschüsse. Als Grund gilt unter anderem das Angebot günstiger Modelle, die häufiger die Voraussetzungen der einkommensabhängigen Förderung erfüllen.

Fördertopf noch prall gefüllt

Von den insgesamt drei Milliarden Euro für das Förderprogramm wurden bis Ende Juni erst 53,9 Millionen Euro bewilligt. Das entspricht rund 1,8 Prozent der bereitgestellten Mittel. Der Fördertopf ist damit weiterhin nahezu vollständig gefüllt. Das Bundesumweltministerium weist zugleich darauf hin, dass sich das Markenranking im Laufe des Jahres noch verändern kann, da der Förderantrag erst nach der Zulassung eines Fahrzeugs gestellt werden kann. Neue Modelle, die erst später auf den Markt kommen, sind in der aktuellen Statistik daher noch nicht vollständig berücksichtigt.

E-Auto-Förderung
Bundesumweltministerium

Die Förderung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Förderfähig sind Elektroautos, Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender, die seit dem 1.1.2026 erstmals zugelassen wurden. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für reine Elektroautos und 1.500 Euro für Plug-in-Hybride sowie Modelle mit Range-Extender. Je nach Einkommen und Anzahl minderjähriger Kinder steigt der Zuschuss auf bis zu 6.000 Euro. Insgesamt stellt der Bund dafür drei Milliarden Euro bereit, die nach Angaben der Bundesregierung für bis zu 800.000 Fahrzeuge ausreichen sollen.

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