Filosa dreht an der Preisschraube: Ein Auto für unter 30.000 Dollar.

Stellantis USA will erschwingliche Modelle
Ein Auto für unter 30.000 Dollar

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.01.2026
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Stellantis-CEO Antonio Filosa
Foto: Stellantis

Die Automobilindustrie steht derzeit vor einem massiven Problem: Der steigende Fahrzeugpreis belastet viele Käufer, besonders in den USA, wo der Durchschnittspreis für einen Neuwagen mittlerweile zirka 50.000 Dollar beträgt (aktuell umgerechnet zirka 43.100 Euro). Antonio Filosa, CEO von Stellantis, hat nun angekündigt, dass das Unternehmen einen klaren Fokus auf erschwinglichere Modelle legen wird, mit dem Ziel, Fahrzeuge unter der 30.000-Dollar-Marke (25.860 Euro) anzubieten. Eine bedeutende Wende, nachdem sein Vorgänger Carlos Tavares die Preise drastisch angehoben hatte, um kurzfristig Gewinne zu maximieren – mit dem Effekt, dass Stellantis mittelfristig auf dem US-Markt Kunden verloren hat.

Ein erster Schritt in diese Richtung war bereits die Reduzierung der Preise für verschiedene Jeep-Modelle. Der Filosa hob hervor, dass es dabei nicht nur um die Preispolitik gehe, sondern auch um eine breit angelegte Neugestaltung des Produktportfolios. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die kommende Einführung des Ram Midsize Pick-ups, der 2027 den Markt erobern wird.

Neue Modelle unter 40.000 Dollar

Filosa betonte, dass Stellantis in Zukunft noch mehr Modelle zu Preisen unter 40.000 Dollar (34.500 Euro) anbieten wird. Das aktuelle Einstiegsmodell von Stellantis in den USA ist der Jeep Compass, dessen Basisversion knapp über 30.000 Dollar kostet.

Ein weiteres spannendes Thema ist für Filosa die Elektromobilität. Zwar wurde die Einführung eines vollelektrischen Jeep SUV für 25.000 Dollar (21.550 Euro), die noch unter Tavares geplant war, wohl ad acta gelegt, aber Filosa deutet an, dass das Modell möglicherweise in Verbindung mit anderen Antriebsarten auf den Markt kommen könnte.

Zukunftsorientierte Investitionen

Zur Umsetzung seiner Strategie, hat Stellantis massive Investition im Gesamtvolumen von 13 Milliarden Dollar (11,2 Milliarden Euro) in den kommenden vier Jahren angekündigt. Diese Mittel sollen in die US-Produktion, Forschung und Entwicklung fließen. Filosa betonte, dass diese Investitionen nicht nur zur Entwicklung erschwinglicherer Fahrzeuge dienen, sondern auch zur Verbesserung der Softwaretechnologie und zur Vorbereitung auf autonome Fahrzeuge.

Fazit