Autofahrer aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland stehen an Waschstraßen und SB-Waschboxen an Fronleichnam in der Regel vor geschlossenen Türen. Anders sieht es in Bundesländern ohne Feiertag aus. Dort handelt es sich um einen normalen Werktag.
Der Hintergrund sind die unterschiedlichen Feiertagsgesetze der Länder. Eine bundesweit einheitliche Regelung für Autowaschanlagen gibt es nicht. Während manche Länder den Betrieb an Sonn- und Feiertagen weitgehend untersagen, erlauben andere automatische oder personallose Anlagen unter bestimmten Voraussetzungen.
Hinzu kommt, dass Betreiber unabhängig von der Rechtslage selbst über Öffnungen entscheiden können. Selbst in Bundesländern ohne Feiertag bleiben einzelne Anlagen deshalb geschlossen oder arbeiten mit verkürzten Zeiten.
Wo Autofahrer auf geöffnete Waschanlagen ausweichen können
Besonders interessant wird die Situation entlang von Landesgrenzen. Wer in der Nähe eines Bundeslandes ohne Feiertag wohnt, kann dort unter Umständen regulär sein Auto waschen lassen.
Wer etwa im Norden Nordrhein-Westfalens oder im Grenzgebiet zwischen Hessen und Niedersachsen wohnt, findet teilweise schon wenige Kilometer weiter regulär geöffnete Waschstraßen.
Vor einer Fahrt empfiehlt sich trotzdem ein Blick auf die Website oder die Google-Öffnungszeiten der jeweiligen Anlage. Viele Betreiber veröffentlichen Feiertagsregelungen erst kurzfristig.
In Sachsen und Thüringen gilt Fronleichnam zusätzlich in einzelnen katholisch geprägten Gemeinden als gesetzlicher Feiertag.
Private Autowäsche ist ebenfalls nicht automatisch erlaubt
Wer sein Fahrzeug zu Hause reinigen möchte, sollte ebenfalls vorsichtig sein. In vielen Kommunen gelten Umweltauflagen für die private Autowäsche. Ölreste, Reinigungsmittel oder verschmutztes Wasser dürfen häufig nicht ins Erdreich oder in die Kanalisation gelangen.
Zusätzlich können an Feiertagen Ruhe- und Lärmschutzregeln greifen, etwa beim Einsatz von Hochdruckreinigern oder Staubsaugern.





