Stellantis baut die Führungsspitze in Nordamerika grundlegend um. Der Konzern holt zwei neue CEOs von außen, um die Marken Jeep und Ram durch eine wichtige Phase zu steuern. Die Neubesetzungen erfolgen kurzfristig und trennen die operative Leitung der beiden wichtigsten US-Marken wieder komplett voneinander.
Krebs-Diagnose erzwingt schnellen Wechsel bei Jeep
Bei der Geländewagenmarke Jeep übernimmt Branden Coté zum 3. August die Leitung. Er folgt auf Bob Broderdorf, der den Chefposten wegen einer unerwarteten Krebserkrankung aufgibt und eine medizinische Auszeit antritt. Broderdorf bezeichnete diesen Schritt in einem emotionalen Beitrag auf der Plattform LinkedIn als eine seiner härtesten Entscheidungen. Nach seiner Genesung soll er eine andere Führungsposition im Konzern übernehmen. Nachfolger Coté bringt viel Erfahrung im Autohandel mit und arbeitete zuletzt als Markenpräsident beim großen Händlernetzwerk AutoNation sowie davor für Aston Martin und Mercedes-AMG.
Entlastung an der Spitze der Pick-up-Marke Ram
Bei der erfolgreichen Pick-up-Marke Ram übernimmt Matt VanDyke die operative Führung. Er leitete zuletzt die Digital-Marketingfirma Shift Digital und hielt zuvor verschiedene Führungspositionen beim Konkurrenten Ford. VanDyke entlastet damit den bisherigen Doppel-Chef Tim Kuniskis. Kuniskis kehrte Ende 2024 aus dem Ruhestand zurück und lenkte Ram seither parallel zu seiner größeren Aufgabe als Gesamtchef aller amerikanischen Stellantis-Marken. Er behält die übergeordnete Leitung über die US-Marken im Konzern, inklusive der Performance-Abteilung SRT, gibt das Tagesgeschäft bei Ram aber vollständig ab.

Bei Jeep übernimmt Branden Coté die Leitung - er arbeitete zuletzt als Markenpräsident beim großen Händlernetzwerk AutoNation sowie davor für Aston Martin und Mercedes-AMG
Umbau inmitten einer Modelloffensive
Beide neuen Spitzenmanager berichten im operativen Geschäft direkt an Nordamerika-Chef Kuniskis. Stellantis verfolgt mit diesem Schritt das Ziel, das Wachstum der US-Marken anzukurbeln und den Absatz bis zum Jahr 2030 deutlich zu steigern. Die neuen CEOs übernehmen ihre Aufgaben in einer Phase wichtiger Produktanläufe. Besonders die High-Performance-Sparte SRT bereitet derzeit mehrere wichtige Modellpremieren für die kommenden Jahre vor. Die externen Manager sollen die Marken durch diese intensive Phase führen und neue Impulse setzen.

Matt VanDyke übernimmt die operative Führung bei Ram. Er leitete zuletzt die Digital-Marketingfirma Shift Digital und hielt zuvor verschiedene Führungspositionen beim US-Konkurrenten Ford.





