Der Unfall Musialas wurde erst ein Jahr, nachdem er passiert war, bekannt; zuerst hatte die "tz" München darüber berichtet. Der 23-jährige Fußballprofi in Diensten des FC Bayern München rammte im April 2025 beim Überholen auf der Autobahn ein anderes Auto. Musiala war mit seiner 16-jährigen Schwester Latisha auf der Autobahn 8 mit einem Elektro-Sportwagen vom Typ Audi RS E-Tron GT unterwegs. Dabei dürfte es sich um einen Wagen gehandelt haben, den Musiala im Rahmen des Audi-Sponsorings beim FC Bayern als Dienstwagen zur Verfügung gestellt bekommen hat.
Zwei leicht Verletzte und hoher Sachschaden
Laut "tz" ereignete sich der Unfall auf der A8 in Richtung Salzburg auf Höhe der Ausfahrt Neubiberg/Oberhaching. Im entsprechenden Autobahnabschnitt liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei 120 km/h. Musiala sei in seinem Wagen zum Zeitpunkt der Kollision indes mit 194 km/h unterwegs gewesen. Trotz der um 74 km/h überhöhten Geschwindigkeit ging der Unfall glimpflich aus. Bei der Kollision seien zwei Personen im anderen Auto leicht verletzt worden. Der Sachschaden wurde auf 200.000 Euro geschätzt.
"Es ist richtig, dass ich im April 2025 einen Unfall hatte, den ich auch verursacht habe. Dafür übernehme ich selbstverständlich auch die Verantwortung. Umso dankbarer bin ich, dass durch meine Unachtsamkeit niemand ernsthaft verletzt wurde", erklärte der Fußballprofi gegenüber der "Bild"-Zeitung.
Der Crash habe ihn nachhaltig geschockt. "Der Unfall war wirklich ein einschneidendes Ereignis, das ich in der Folge für mich auch verarbeiten musste. Heute bin ich einfach nur froh und dankbar, dass weder andere noch ich dabei ernsthaft verletzt wurden", so der deutsche Nationalspieler.
Geldstrafe und Führerscheinentzug
Bereits Ende Januar wurde von der Staatsanwaltschaft München I im Zuge des Vorfalls ein Strafbefehl wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen erlassen. Musiala hat diesen nach Informationen der "Bild" akzeptiert. Neben dem Entzug der Fahrerlaubnis bis mindestens Herbst diesen Jahres soll Musiala zudem eine Geldstrafe aufgebrummt bekommen haben, deren Höhe allerdings nicht bekannt ist.
Während die Öffentlichkeit erst nach rund einem Jahr vom Crash erfuhr, wussten die Verantwortlichen beim FC Bayern und beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu jeder Zeit über den Vorfall Bescheid, wie Musiala gegenüber der "Bild" bestätigte.





